Klinkerbau für 100 Kinder entsteht

Grundsteinlegung für neue Kita in Achim-Uphusen

Für die neue Kindertagesstätte, die in Uphuse entsteht, ist nun die Grundsteinlegung erfolgt. Dazu wurde auch eine Zeitkapsel eingemauert.
27.04.2021, 15:13
Lesedauer: 2 Min
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Von Gisela Enders

Achim. Mit lediglich zehn Monaten Bauzeit für die Errichtung der Kindertagesstätte an der Uphuser Dorfstraße habe sich das Unternehmen ein sportliches Ziel gesetzt, erklärte Rainer Bohl jetzt bei der Grundsteinlegung. Trotzdem sei er voller Hoffnung, das ehrgeizige Projekt bis zum Februar des kommenden Jahres abgeschlossen zu haben, gibt sich der Geschäftsführer der ID-Wohnungsbau zuversichtlich. Etwa 100 Kinder, aufgeteilt in fünf Gruppen, werden dann in dem eingeschossigen Klinkerbau betreut werden; als Betreiber treten die Johanniter auf, die zwei weitere Vorhaben schon in Uesen und in der Uphuser Grundschule gestemmt hätten.

Die offizielle Grundsteinlegung sei ein uralter Brauch, informiert Bohl. Sie diene dazu, böse Geister zu vertreiben und solle zum guten Gelingen der umfangreichen Arbeiten beitragen. Der Pandemie sei es geschuldet, dass die obligatorischen Schnittchen und der Umtrunk leider ausfallen müssten; zudem sei ein Hygienekonzept erarbeitet worden mit dem Ziel, heute und in der Zukunft alle am Bau Beteiligten bestmöglich zu schützen.

Lieferengpässe und Preisanstieg

Den herrlichen Sonnenschein an diesem Tag sehe er als gutes Omen für die reibungslose Verwirklichung der Pläne, sagte der Geschäftsführer, verweist anschließend jedoch auf etwaige Punkte, die im Zuge des aktuellen Baubooms durchaus noch eine Rolle spielen könnten. So sehe er Lieferengpässen und dem ungebremsten Preisanstieg bei fast allen Materialien oft sprachlos zu und sei daher auf ein gut funktionierendes Netzwerk angewiesen, um bei deren Beschaffung erfolgreich zu sein. „Sehr heftig verläuft der Auftrieb mit etwa 50 Prozent bei Holz und Stahl“. Ein besonderes Lob sprach Bohl indes der Achimer Stadtverwaltung für die stets konstruktive Zusammenarbeit aus. Bürgermeister Ditzfeld zeigte sich erfreut über die Anerkennung und verwies im Gegenzug auf den Bau seines privaten Wohnhauses, das, vor Jahrzehnten durch ID errichtet, von guter Qualität sei und noch immer Wind und Wetter trotze.

Die Kapsel, die wenig später gemeinsam mit dem Verwaltungschef und den beiden Johanniter-Vorständen Andreas Setzer und Hans-Joachim Blohme über der 1007 Quadratmeter großen Solplatte eingemauert wurde, enthält neben den aktuellen Ausgaben beider Achimer Tageszeitungen auch die Baupläne und alle aktuellen deutschen Münzen.

Areal mit Leben füllen

„Die Entscheidung für den Bau der Kita an diesem Platz und in dieser Größe sei absolut richtig gewesen“, ist Rainer Ditzfeld überzeugt. Bislang seien oftmals nur Löcher gestopft, auf längst bestehende Bedarfe reagiert worden. Im Baugebiet „Hilgenberg West“ habe man nun anders geplant und verfahren, wolle das Areal mit Leben füllen. In unmittelbarer Nachbarschaft entstehe zudem in naher Zukunft ein Seniorenpark mit unterschiedlichen Versorgungsformen (wir berichteten). Etwa 360 ältere Menschen werden dort, ihren Bedürfnissen entsprechend, differenzierte Wohn- und Pflegemöglichkeiten vorfinden. Den für das Wohlbefinden der Senioren zuständigen Mitarbeiterinnen könnte dann in der angrenzenden Einrichtung ein qualifiziertes Betreuungsangebot für ihre Kinder zur Verfügung gestellt werden.

Auch Andreas Setzer bedankt sich für das Vertrauen, das dem Vorhaben insgesamt entgegengebracht worden ist und für die sehr gute Zusammenarbeit mit Jennifer Frank, die als Fachbereichsleiterin für Kindertagesstätten bei den Johannitern tätig ist. Auf Nachfrage bestätigt sie, dass es schon vorab Probleme mit im Umfeld lebenden Bürgern gäbe, die den Wert ihrer Grundstücke durch den Lärm spielender Kinder geschmälert sehen. „Wir werden weiterhin das Gespräch suchen und vermitteln“, verspricht die Fachfrau. „Auch die Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich der Parkmöglichkeiten werden wir zu klären versuchen“.

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