I-Run in Achim

Inklusiver Straßenlauf mobilisiert Teilnehmer

Anwohner, die ihre Häuser im Bereich Gewerbepark Uesen haben, haben wieder regen Anteil am Achimer I-Run genommen. Mit Girlanden, Musikbeschallung und aufmunternden Worten verfolgten sie das Geschehen.
05.05.2019, 17:15
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Gisela Enders

Laufen verbindet. Diesem Gedanken folgend, waren am Sonntag Sportler aller Altersgruppen beim Achimer I-Run an den Start gegangen, um im Gewerbepark Uesen Fitness und Gemeinsinn unter Beweis zu stellen. Jung und Alt, Behinderte und Nicht-Behinderte starteten dabei in verschiedenen Disziplinen. Gesichtet wurden auch Läufer aus anderen Nationen; ein Mann hatte seinen Hund dabei.

Als Schirmherrin der von der Waldheim-Begegnungs- und Beratungsstelle (Wabe) initiierten Veranstaltung fungierte die Landtagsabgeordnete Dörte Liebetruth, die Moderation hatten Bürgermeister Rainer Ditzfeld und sein Vorgänger Uwe Kellner übernommen. Die Truppe „Samba sia“ und die „Cheertastics“ vom TV Baden sorgten für gute Stimmung. Die Aller-Weser-Klinik bot vor Ort an verschiedenen Stellen Blutdruck-Messungen an, denen sich Aktive und Passive unterziehen konnten.

Bürgermeister hat Spaß

Während das Walking auch von Ungeübten zu schaffen war, erforderte die beliebte Zehn-Kilometer-Strecke ambitioniertes Training. Die Teilnehmer des Staffellaufes indes mussten vorab schätzen, wie viel Zeit sie für ihren Einsatz benötigen würden. Ohne Uhr, nur auf ihr Gespür setzend, hatte letztendlich gewonnen, wer dem abgegebenen Tipp am nächsten kam. „Das ist eine Sache, die mir besonders viel Spaß bereitet“, erklärte Rainer Ditzfeld, während er am Straßenrand auf die Absolventen des ersten Laufes wartete.

Anwohner, die ihre Häuser im Bereich des Rundkurses haben, nahmen ebenfalls regen Anteil an dem bis in den späteren Nachmittag hinein andauernden Spektakel. Mit Girlanden, Musikbeschallung und aufmunternden Worten verfolgten sie das Geschehen auf dem abgesperrten Rundkurs.

Lesen Sie auch

Unter ihnen Anne Butgereit, die ihren Gartenzaun mit bunten Plastikstreifen geschmückt hatte. „Im vergangenen Jahr haben wir Tisch und Stühle vor der Tür gestellt“, erinnerte sich die 87-Jährige, „heute ist es uns jedoch zu kalt“. Großer Aufwand zu Ehren seiner Lieben wurde indes von Tino Schöbel getrieben. Gemeinsam mit einer Freundin der Familie hatte er einen Pavillon an der Laufstrecke aufgebaut: Wein, Sekt und japanisches Wasser standen im Kühler für Ehefrau Bine (zehn Kilometer) und Tochter Alexia (fünf Kilometer) bereit. Gummibärchen, Schokolade und salziges Gebäck auf einer silbernen Etagere rundeten das Luxus-Angebot ab.

Urlaub für den I-Run genommen

Stephan Zawada war der I-Run einen Urlaubstag wert. Der junge Mann, der seinen Arbeitstag im Clüverhaus verbringt, bewachte gemeinsam mit Tatjana Wolfram eine Absperrung, die die Läufer schützen sollte. „Die Letzten werden die Ersten sein, dabei sein ist alles“, ist Zawada überzeugt und freute sich, dass es bislang keine Störungen zu vermelden gab. Die Helfer des DRK Achim-Baden konnten ebenfalls die Hände in den Schoß liegen; ihre Dienste wurden zumindest bis in die Mittagsstunden hinein nicht benötigt.

Auch Heiko Bergmann von der Wabe, Ingrid Heger vom TSV Achim, Rainer Siemt vom TV Baden und Herbert Eckhoff vom TSV Uesen hatten den größten Teil ihrer Arbeit bereits hinter sich. „Fast ein ganzes Jahr haben wir mit den Vorbereitungen zu tun gehabt“, informierte Heiko Bergmann, der sich besonders darüber freute, dass sich Bürger aus ganz Niedersachsen zur Teilnahme angemeldet hatten. Einer der Jüngsten, der sich in Begleitung seines Großvaters auf den Weg gemacht hatte, war der zweieinhalbjährige Fionn Witt aus Barrien. „Wir versuchen mal, 1000 Meter hinzubekommen“, zeigte sich der Opa hoffnungsfroh – „mal sehen, ob das klappt“.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+