Konzept steht

Internetseite soll Einzelhandel in der Achimer Innenstadt beleben

Mit einer Internetseite, auf der Infos zum Einzelhandel, zur Gastronomie und zu Veranstaltungen in Achim gesammelt werden, erhofft sich die Stadt eine Belebung der City. Ein erstes Konzept dazu steht schon.
31.01.2019, 16:24
Lesedauer: 3 Min
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Internetseite soll Einzelhandel in der Achimer Innenstadt beleben
Von Elina Hoepken
Internetseite soll Einzelhandel in der Achimer Innenstadt beleben

Auf der neuen Internetseite sollen auch die Achimer Einzelhändler vertreten sein.

Björn Hake

Versuche, die Innenstadt aufzuwerten und sie attraktiver zu machen, hat es in Achim schon einige gegeben. Nun soll bald ein neuer, digitaler Versuch hinzukommen. Die Stadt will nämlich eine Website entwickeln, die nicht weniger als „Einkaufs-, Gastronomie-, Service-, Aktions-, Veranstaltungs- und Eventführer“ in einem sein soll, wie es in ersten Auszügen in dem Konzept heißt.

Die Stadt erhofft sich davon nach eigenen Angaben eine „Belebung der Innenstadt durch den wichtigen Baustein Digitalisierung“. Bereits Ende 2017 hatte sich eine kleine Arbeitsgruppe mit Vertretern von Einzelhandel und Dienstleistern in Achim zusammengesetzt und gemeinsam ein erstes Konzept für eine „digitale City“ erarbeitet. Einer von ihnen ist auch Ingo Freitag, zweiter Vorsitzender der Unternehmergemeinschaft Achim (Uga). „Ich stehe definitiv hinter diesem Vorstoß“, sagt Freitag. „Auch wenn man zugeben muss, dass Achim ein wenig hinterherhinkt.“ Andere Städte hätten ein solches Angebot schon deutlich länger. „Für Achim wird es also langsam Zeit, aktiv zu werden.“

Nicht nur ein Branchenbuch

Die Internetseite soll nicht nur als Branchenbuch zu verstehen sein, sondern auch aktuelle Neuigkeiten etwa zum Citymanagement sowie eine regionale Immobilien- und Jobbörse bieten. Jedes einzelne Geschäft in der Stadt soll zunächst automatisch auf der Internetseite gelistet sein. „Über ein Informationsschreiben erfährt das Unternehmen von dem Eintrag, kann Zugangsdaten anfordern oder Widerspruch einlegen“, heißt es in dem Konzept. Die Geschäfte werden mit einer kurzen Info vorgestellt und können die unternehmenseigene Homepage verlinken. „Es handelt sich bei dem Angebot definitiv nicht um einen Onlineshop“, erklärt Ingo Freitag. Vielmehr gehe es um eine kurze Vorstellung des Angebotes in der Stadt. „Das Portal soll sämtliche Informationen für Achimer enthalten.“

Das reiche von Einzelhändlern über Ärzte bis hin zur Gastronomie. „Der Besucher erfährt auf der Seite also beispielsweise, welche Apotheke Notdienst hat, aber auch, wie das Mittagsangebot in den Restaurants aussieht“, sagt Freitag. Das schaffe einen Mehrwert für die Besucher der Seite, aber auch für die Unternehmen selbst. „Eine lebendige, digital vernetzte Innenstadt verknüpft die Potenziale von stationärem Handel und Onlinehandel – das Beste aus beiden Welten“, so steht es in dem Konzept.

Koordinator gesucht

Ein erster Entwurf für die digitale Plattform liege bereits vor. Die Stadt rechnet mit Kosten in Höhe von 20 000 bis 30 000 Euro für die Entwicklung und Administration der Seite sowie für entsprechende Fotos für den Onlineauftritt. Folgekosten würden darüber hinaus für Personal und Marketing anfallen. So hält die Arbeitsgruppe etwa einen Koordinator für das Projekt insbesondere in der Installations- und Startphase für empfehlenswert, der beratend zur Seite steht, zur Pflege der Seite motiviert und bei Problemen hilft.

Auf Grundlage des erarbeiteten Konzeptes sollen nunmehr die Gespräche mit den Achimer Einzelhändlern intensiviert werden. „Mit Freigabe der notwendigen Mittel nach der Genehmigung des Haushaltes, kann die digitale Plattform dann erarbeitet und implementiert werden“, kündigt die Arbeitsgruppe an. Die entsprechenden Mittel sind bereits im Haushalt 2019/2020 eingestellt. „Das Projekt soll zunächst mit einzelnen der angesprochenen Gruppen im größeren Rahmen besprochen und gegebenenfalls ergänzt und angepasst werden. Dann soll die Umsetzung in ausgewählten Bereichen getestet werden“, kündigt Achims Wirtschaftsförderer Martin Balkausky an. Ein konkretes Startdatum könne daher derzeit noch nicht genannt werden, weil die ersten Gespräche noch stattfinden müssten. Voraussichtlich erfolge dies ab März.

In der kommenden Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr, die am Dienstag, 19. Februar, stattfindet, sollen den Mitgliedern erste Eckpunkte des Konzeptes vorgestellt werden. Grund dafür ist auch ein Antrag des fraktionslosen Ratsherrn Larne Sprenger, der die Achimer Verwaltung in einem entsprechende Schreiben Ende des vergangenen Jahres aufgefordert hatte, einen regionalen Onlinemarktplatz für die Stadt Achim zu erschaffen. „Die Innenstadt muss endlich ins Onlinezeitalter einsteigen. Viele Achimer Geschäfte oder Branchen sind schwer im Internet zu finden“, erklärte Sprenger damals in seinem Antrag.

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