Handball-Verbandsliga Männer Je länger, desto deutlicher

Die SG Achim/Baden II unterliegt Favorit TV Neerstedt und bleibt damit weiterhin ohne Saisonsieg.
Lesedauer: 2 Min
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Von Jürgen Prütt

Achim. Für die Handballer der SG Achim/Baden II hat es im Verbandsliga-Heimspiel gegen den TV Neerstedt nicht zu einer Überraschung gereicht. Mit einer konzentrierten Leistung in der Abwehr, viel Tempo im Angriff und einem überragenden Antreiber Andrej Kunz nahmen die Gäste beim 28:21 (13:11) verdient beide Punkte mit auf die Heimreise in die Gemeinde Dötlingen. Während die Oberliga-Reserve von Trainer Karsten Krone weiterhin auf den ersten Sieg wartet, bleibt der TV Neerstedt auf Tuchfühlung zu den Spitzenplätzen.

Karsten Krone hatte vor eigenem Anhang erstmals in dieser Saison Linkshänder Daniel Hoppe aus der dritten Mannschaft und zum zweiten Mal Benjamin Janssens aufgeboten. Aushilfe Nummer drei war Kreisspieler Malte Meyer aus der Oberliga-Vertretung der Spielgemeinschaft. Alle hätten ihre Sache gut gemacht, lobte Achims Trainer.

Zum Spiel: Andrej Kunz hatte den TV Neerstedt mit 1:0 in Führung gebracht. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Sören Meier trafen die Gäste dreimal in Folge zum 1:4. Fortan war es eine offene Partie. Zwölf Minuten waren gespielt, da stand es 4:4 – Malte Meyer war vom Kreis erfolgreich gewesen. Und auch danach blieb das Liga-Schlusslicht aus dem Landkreis Verden dran am Oberliga-Absteiger. Mehr noch: Zunächst glich Malte Meyer nach schönem Anspiel von Marico Dumke zum 7:7 aus, wenig später sorgte Mark Wendel mit einem erfolgreich abgeschlossenen Konter für die erste Führung der Gastgeber – 8:7. Es sollte jedoch die einzige für die Schützlinge von Krone im gesamten Spielverlauf bleiben. Während fortan aufseiten der Weserstädter die Fehlerquote anstieg, traf Mittelmann Kunz zum 12:9 für den TV Neerstedt. Bei einer Zwei-Tore-Führung für die Neerstedter Gäste wurden die Seiten gewechselt.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit machte die Heim-Sieben zunächst wieder vieles richtig. Als erneut Malte Meyer getroffen hatte, war der Rückstand auf ein Tor geschmolzen – 13:14. Wenig später überstanden die Achimer auch eine Unterzahl. Tjark Meyer traf in dieser Phase zum 16:17. Locker lassen war für die Gäste um ihren Trainer Björn Wolken aber keine Option. Etwa zehn Minuten vor dem Ende schlug das Pendel endgültig zugunsten des Favoriten aus. Zunächst markierte Mario Reiser per Siebenmeter das 20:17. Der gleiche Spieler dribbelte dann Achims Max Schirmacher den Ball aus. Ein schneller Pass auf Linksaußen Florian Honschopp, und es hieß 21:17 für den TV Neerstedt. Am Ende hätte die Partie sogar noch deutlicher ausgehen können. Denn die Wolken-Crew ließ nicht nur in Person von Mario Reiser einen Siebenmeter liegen, sondern noch weitere Großchancen vom Kreis.

Neerstedts Trainer hob in seinem Fazit die konzentrierte Abwehrarbeit seiner Mannschaft hervor. Björn Wolken: „Wir haben geduldig verteidigt, das war der Schlüssel zum Erfolg. Ich habe damit gerechnet, dass bei den Aushilfen der SG im Laufe der Begegnung die Fehlerquote zunimmt. So ist es dann auch gekommen.“ Ein Lob gab es von Wolken für Malte Meyer. Dieser habe seiner Deckung das Leben richtig schwergemacht, betonte der 36-Jährige.

Bei Karsten Krone war die Gefühlslage naturgemäß eine andere. „Man hat mit zunehmender Spieldauer im Angriff gemerkt, dass wir nicht eingespielt sind. Wir wollten die Angriffe diszipliniert zu Ende spielen, das hat nicht immer geklappt.“ Aktuell sei es nicht einfach. „Mit Dominik Stoick und Arne Zschorlich fehlen uns wichtige Spieler verletzungsbedingt. Sören Meier ist nach seiner Fußverletzung noch nicht wieder bei hundert Prozent und Max Schirmacher kann aufgrund seines Studiums in Wilhelmshaven nicht mit der Mannschaft trainieren.“

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