DRK-Ortsverband Uphusen feiert 50-jähriges Blutspende-Jubiläum / Heinz Rodewald war schon 1960 dabei Jeder Blutspender durfte ein Los ziehen

Achim-Uphusen. Schon Tage vorher begannen die Vorbereitungen. Der Aufwand ist riesig, denn 120 bis 150 Personen müssen bewirtet werden. Kaffee, Tee, Wasser und Saft stehen auf den herbstlich geschmückten Tischen bereit. Brötchen und Brote werden in der Küche geschmiert. Nudel- und Heringssalat wurden am Abend vorher hergestellt, der Eiersalat erst ganz frisch am Morgen zubereitet.
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Von Ines prager

Achim-Uphusen. Schon Tage vorher begannen die Vorbereitungen. Der Aufwand ist riesig, denn 120 bis 150 Personen müssen bewirtet werden. Kaffee, Tee, Wasser und Saft stehen auf den herbstlich geschmückten Tischen bereit. Brötchen und Brote werden in der Küche geschmiert. Nudel- und Heringssalat wurden am Abend vorher hergestellt, der Eiersalat erst ganz frisch am Morgen zubereitet.

Das klingt nach einer großen Hochzeit. Aber es ist nur ein Blutspendetermin. Zugegeben, nicht irgendeiner. Es handelt sich um das 50-jährige Bestehen des DRK Uphusen. Dreimal jährlich wird dort zum Blutspenden eingeladen. 'Wer einmal dabei ist, kommt wieder", verrät Heinz Rodewald, der vor 50 Jahren unter den ersten Spendern war. Inzwischen hat er schon über 100mal Blut gespendet, ebenso wie der Ortsverband-Vorsitzende Rudolf Diers und auch Werner Vöse. Früher hätte es für den Spender nur ein Brötchen und ein Dankeschön gegeben, erzählt er weiter, dazu Kaffee und roten Saft, aber den vertrage nun mal nicht jeder. Aber jeder darf seinen 'roten Saft' spenden, wenn er älter als 18 Jahre ist und nach ärztlicher Untersuchung für gesund erklärt wird.

Werner Vöse hat selbst schon zweimal Bluttransfusionen erhalten, erklärt er, und deshalb spendet er gern. Er weiß aus Erfahrung: 'Blutspenden ist wichtig. Ohne das Blut wäre ich nicht mehr am Leben. Und außerdem bin ich ja auch im Verein.'

Der Verein sei wie eine große Familie, sagt schmunzelnd die Bereitschaftsleiterin Andrea Becker, die Tochter von Heinz Rodewald. Und deshalb bleiben auch die, die selbst nicht mehr spenden, weil sie Medikamente nehmen, operiert wurden oder krank sind, dem Verein erhalten. Die DRK- Seniorinnen und -Senioren sind immer dabei, wenn Hilfe benötigt wird. Rund 20 Helfer kümmern sich um das Drumherum.

An diesem Tag des Jubiläums ist auch Helga Seidel wieder da, die jetzt zum 68. Mal Blut spendet. Die Prozedur, bis man endlich auf der Spenderliege angekommen ist, ist immer dieselbe. Zuerst sind da die Formalitäten, es geht nicht anders. Name, Adresse und Ausweis mit Bild sind ein Muss. Dann füllt jeder Spender einen Spenderfragebogen aus und kreuzt dabei viele graue Kästchen an. Das ist wichtig für Spender und Empfänger des Blutes. Der anwesende Arzt, Dr. Rammelsberg, kontrolliert später den Fragebogen und beantwortet etwaige Fragen des Spenders. Bevor aber dieses Gespräch stattfindet, werden Blut entnommen, der Hämoglobingehalt (roter Blutfarbstoff) festgestellt und Temperatur gemessen. Auch diese Werte werden auf dem Fragebogen vermerkt. Die Blutdruck- und Pulsmessstation ist die letzte vor dem Arztbesuch. Dann ist der Weg frei zur Spende.

Wichtig ist: vorher muss getrunken werden und auch hinterher. Dr. Rammelsberg weist jeden besonders darauf hin, sich während der Spende selbst zu beobachten, ob es Schwindelgefühle gibt, Übelkeit oder anderes Unwohlsein. Helga Seidel hatte nie Probleme. 'Bei mir ging immer alles glatt. Man ruht sich noch etwas aus, und dann gibt es Kaffee", sagt sie munter.

Weil es nun aber ein Jubiläum gab, hatte sich Andrea Becker noch etwas Besonderes ausgedacht: zum einen gab es eine Kinderbetreuung des Jugendrotkreuzes, dort saß Florian Meyerhöfer zwischen Maltisch und Geschenkekiste. Die Sparkasse spendete Handpuppenplüschtiere für die Kinder. Außerdem durfte jeder Spender ein Los ziehen, wofür von Uphuser Geschäftsleuten gespendete Gutscheine und Sachpreise bereit standen.

Dafür bedankt sich Andrea Becker im Namen des Ortsverbandes und hatte noch eine Idee: sie lud Optiker Dankleff ein, die Gesundheitsvorsorge an diesem Tag zu komplettieren. 'Wenn es gut angenommen wird, dann machen wir das beim nächsten Termin wieder", sagte sie. Womöglich ist dann auch ein Spezialist für's Hören dabei. Alles in allem eine runde Sache. Wenn das kein Grund ist, beim nächsten Blutspendetag in Uphusen wieder dabei zu sein, dann sei noch erwähnt, dass all diejenigen, die 50, 75 und 100 mal gespendet haben, ein Dankeschön in Form eines Geldgutscheines erhalten.

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