Kita-Betreuung in Achim

Warten auf die nächste Phase

Aktuell findet in den Achimer Kitas die erweiterte Notbetreuung in Gruppen mit maximal fünf Kindern statt. Bürgermeister Rainer Ditzfeld hofft darauf, dass die Zahl der Kinder schrittweise erhöht wird.
04.05.2020, 16:22
Lesedauer: 2 Min
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Warten auf die nächste Phase
Von Elina Hoepken
Warten auf die nächste Phase

Derzeit findet die Kita-Betreuung in Gruppen mit maximal fünf Kindern statt.

Sina Schuldt/DPA

Notbetreuung, erweiterte Notbetreuung, improvisierter Regelbetrieb und schließlich dann wieder der Regelbetrieb: So soll bekanntlich nach dem Wunsch des Bundesfamilienministeriums der aus vier Phasen bestehende Wiedereinstieg in die Kindertagesbetreuung im Land aussehen. Einen konkreten Zeitplan für den Start in die nächste Phase gibt es aktuell noch nicht. Am Mittwoch allerdings soll auch dieses Thema zwischen den Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin thematisiert werden. Wie es ausgeht, ist noch offen. Auch Achims Bürgermeister Rainer Ditzfeld wagt derzeit noch keine genaue Prognose.

„Wir werden abwarten, wie die Gespräche am Mittwoch laufen und im Anschluss dann schauen, wie wir die Beschlüsse für uns auf regionaler Ebene umsetzen“, erklärt er. „Wir befinden uns aktuell mit der ,erweiterten Notbetreuung' noch in der zweiten Phase.“ So können, wie berichtet, seit dem 20. April nicht mehr nur Kinder betreut werden, deren Eltern in sogenannten „systemrelevanten Berufen“ arbeiten, sondern beispielsweise auch Kinder, von denen mindestens ein Erziehungsberechtigter im Bereich Finanzen, Entsorgung oder auch Telekommunikation tätig ist.

Maximal fünf Kinder pro Gruppe

Die Betreuung findet in Achim derzeit in Gruppen mit maximal fünf Kindern statt. Pro Kindertagesstätte dürfen maximal so viele Notgruppe eingerichtet werden, wie es der regulären Gruppenzahl der Kita entspricht. Darüber hinaus soll die Notbetreuung weiterhin auf das unbedingt erforderliche Maß beschränkt bleiben. Das bedeutet, dass Eltern das Angebot nur in Anspruch nehmen sollen, wenn sie die Betreuung ihrer Kinder nicht selbst wahrnehmen oder anderweitig organisieren können. Auf diesen Umstand weist Achims Bürgermeister auch in einem Brief an die Eltern noch einmal explizit hin.

„Mir ist bewusst, dass Sie durch diese Maßnahmen in Ihrem Alltag eingeschränkt werden. Dennoch wollen wir, gemeinsam mit Ihnen, unser wertvollstes Gut – unsere Gesundheit – weiterhin schützen“, heißt es in dem Schreiben. Dazu sei es weiterhin wichtig, die Infektionsketten zu unterbrechen. „Tragen Sie zur Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus bei, indem Sie die Kinderzahl in den Betreuungsgruppen nicht größer machen als unbedingt erforderlich.“

Zusagen nur wochenweise

Um die Notbetreuung in Anspruch nehmen zu können, ist es für Eltern in Achim derzeit nach Angaben des Bürgermeisters zwingend notwendig, einmalig ein von der Stadt bereitgestelltes Formular ausgefüllt bei der jeweiligen Kitaleitung einzureichen. Das Formular ist in den Kitas sowie im Rathaus erhältlich oder im Internet unter www.achim.de/soziales/kinder-jugend/kita abrufbar und muss vom Arbeitgeber ausgefüllt und unterschrieben werden. Bis Donnerstagmittag und 12 Uhr sollten die Eltern ihren Betreuungsbedarf für die folgende Woche in den Kitas anzeigen. „Nur so können wir eine verlässliche Organisation gewährleisten.“ Die Kitas selbst können den Eltern indes nur wochenweise eine Zusage für eine Betreuung geben, da auch sie sich den aktuellen Gegebenheiten und möglichen Änderungen der Betreuungsrichtlinen anpassen müssen.

Rainer Ditzfeld indes hofft, dass auch nach den Gesprächen der Ministerpräsidenten am Mittwoch an dem vierstufigen Wiedereinstiegsplan festgehalten wird. „Manche fordern ja, dass ab Mitte Mai die Kitas schon komplett wieder öffnen sollen“, sagt Ditzfeld. „Ich hoffe aber darauf, dass wir zunächst mit einer Zweidrittel-Öffnung beginnen.“ Generell müsse es natürlich immer einen Abwägungsprozess geben, wie man auch den Eltern besser gerecht werden und sie entlasten kann. „Allerdings müssen wir die Betreuung der Gruppen auch mit unseren personellen Ressourcen decken können“, gibt Ditzfeld zu bedenken. Schließlich zählten auch bei den Erzieherinnen einige zur Risikogruppe und müssten daher besonders geschützt werden.

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