„No Fracking“ enttäuscht von Wenzel

Kritik an Landesregierung

Langwedel-Völkersen. Schwer enttäuscht zeigt sich Andreas Noltemeyer von der rot/grünen Regierung in Niedersachsen. "Wir haben uns etwas erhofft vom Wechsel in Hannover", sagt Noltemeyer, der für die Öffentlichkeitsarbeit der Bürgerinitiative "No Fracking" verantwortlich ist. In einem Brief an Stefan Wenzel (Grüne) habe man den Umweltminister darum gebeten, sich für "eine sofortige Untersagung des Verpressens von Lagerstättenwasser in den ausgeförderten Erdgaslagerstätten" einzusetzen. In der Antwort des Umweltministeriums steht, dass "das Wiedereinbringen von behandelten Abwässern in den Untergrund derzeit Stand der Technik" sei. Zudem sei auch die Verpressung im Wasserschutzgebiet Panzenberg nach Auffassung des Landesbergamts unbedenklich.
06.06.2013, 05:00
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Kritik an Landesregierung
Von Michael Kerzel

Langwedel-Völkersen. Schwer enttäuscht zeigt sich Andreas Noltemeyer von der rot/grünen Regierung in Niedersachsen. "Wir haben uns etwas erhofft vom Wechsel in Hannover", sagt Noltemeyer, der für die Öffentlichkeitsarbeit der Bürgerinitiative "No Fracking" verantwortlich ist. In einem Brief an Stefan Wenzel (Grüne) habe man den Umweltminister darum gebeten, sich für "eine sofortige Untersagung des Verpressens von Lagerstättenwasser in den ausgeförderten Erdgaslagerstätten" einzusetzen. In der Antwort des Umweltministeriums steht, dass "das Wiedereinbringen von behandelten Abwässern in den Untergrund derzeit Stand der Technik" sei. Zudem sei auch die Verpressung im Wasserschutzgebiet Panzenberg nach Auffassung des Landesbergamts unbedenklich.

Außerdem hatte die Bürgerinitiative in dem Brief kritisiert, dass der Präsident des Landesbergamts auch Mitglied des Beirates der Deutschen Wissenschaftlichen Gesellschaft für Erdöl, Erdgas- und Kohleindustrie sei. Wenzel beruft sich in seiner Antwort darauf, dass das Wirtschaftsministerium als Aufsichtsbehörde hier keinen Interessenskonflikt sehe. "Es spielt wohl keine Rolle, welchen Parteien die Regierungsmitglieder angehören. Dieses Antwortschreiben hätte auch von einem x-beliebigen FDP-Wirtschaftsminister kommen können", meint Noltemeyer, der selbst Mitglied bei den Grünen ist.

Und auch ein Fracking-Moratorium strebe die Regierung nicht an. "Eigentlich ist es nicht so schwer, ein Moratorium einzusetzen. Das sieht man ja in Nordrhein-Westfalen", sagt Noltemeyer. Wenn es darum gehe, Geld zu verdienen, gäbe es scheinbar kaum Unterschiede zwischen Politikern. "Vor der Wahl hieß es, dass es ein Treffen mit den Vertretern der Bürgerinitiativen geben soll. Jetzt kommt ein runder Tisch mit Vertretern der Energieunternehmen und anderen Interessensverbänden aber nur mit zwei BIs. Die Regierung habe eine große Chance verpasst

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