Tennis Marco Rose ist der neue starke Mann bei der TG Uesen

Die TG Uesen hat mit Marco Rose einen neuen Trainer vorgestellt. Der 48-Jährige wurde vom Vorstand des Achimer Tennisvereins vom Teilzeit- zum Cheftrainer befördert. Nun soll er das Gesicht des Klubs werden.
14.04.2021, 07:30
Lesedauer: 3 Min
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Von Niklas Johannson

Lange hielt sich Trainer Marco Rose bei der TG Uesen eher im Hintergrund auf, leitete knapp fünf Jahre lang nur zwei bis maximal drei Tage in der Woche das Training beim Achimer Tennisverein. Kein Wunder, war er doch parallel auch noch beim HC Horn als Coach beschäftigt. Trotz der Doppelbelastung kam der 48-Jährige bei den Mitgliedern in Uesen stets gut an. Dies blieb auch der Vereinsführung der TGU nicht verborgen, sie suchte deshalb vor einigen Wochen das Gespräch mit Rose. Insbesondere Vorstandsmitglied Andreas Weder machte daraufhin Nägel mit Köpfen und stellte den Vereinsliebling als neuen Cheftrainer ein.

Jugendwart Ehler Mindermann zeigt sich ob der Entscheidung zufrieden: „Marco kommt bei den Mitgliedern wirklich super gut an. Deshalb wollten wir gerne, dass er mehr Stunden macht. Nun soll er das Gesicht des Vereins werden und mehr und mehr Verantwortung übernehmen.“ Rose freut sich ebenfalls über die Beförderung: „Ich bin glücklich, dass ich jetzt sechs Tage die Woche in Uesen Training geben darf und mir hier weiterhin etwas aufbauen kann.“

Durch die Pandemie ist Rose nach eigenen Angaben bisher sehr gut gekommen. „Nur vier Wochen konnte ich bis jetzt kein Training geben. Und in der Zeit hat der Verein uns Trainern auch noch weiter bezahlt. Da hab ich echt Glück gehabt“, ist der ehemalige Regionalliga-Spieler froh über seine komfortable Situation bei der TGU. Damit er aktuell Training geben darf, gelten natürlich auch für ihn strenge Hygienemaßnahmen. Einheiten mit vier oder gar sechs Leuten – wie in früheren Zeiten – sind derzeit nicht vorstellbar. „Ich gebe zurzeit viele Einzelstunden, das geht schon ziemlich in die Knochen, sodass ich nach Feierabend echt k.o. bin“, verriet der 48-Jährige. Dass Rose die umfangreichen Hygienemaßnahmen auch besser einhalten sollte, bekam er erst kürzlich zu spüren, als plötzlich ein Mitarbeiter des Gesundheitsamtes auf seinem Trainingsplatz stand. „Zuerst ist er um die Halle herumgeschlichen und hat durch die Fenster geguckt. Dann kam er rein und hat mich kontrolliert“, lacht Rose und ergänzt: „Das kann jeden Tag ohne Ankündigung passieren und ist so völlig in Ordnung.“

Herrenmannschaft aufbauen

Neben den sechs intensiven Trainingstagen pro Woche möchte Rose in Uesen auch sportlich für Furore sorgen. Ab der kommenden Sommersaison soll er – sofern es Corona zulässt – sein Debüt für die erste Herrenmannschaft geben und erstmals die Uesener Vereinsfarben vertreten. Rose soll dann eine Mannschaft mit Nachwuchsspielern fördern und anführen. Die Erfahrung dafür hat er allemal, spielte er früher doch fünf Jahre lang beim Club zur Vahr, davon zwei als Spieler in der Herren-30-Regionalliga, sowie neun Jahre beim Bremer Hockey Club in der Oberliga. In der 1. Regionsklasse wird er voraussichtlich mit seinen jungen Mannschaftskollegen Alexander Schön, Louis Bischoff und Peet van der Hülls auflaufen. „Wir wollen versuchen, von ganz unten aus etwas aufzubauen und in den kommenden Jahren auch eine erste Damenmannschaft an den Start bringen“, beschreibt Rose seine sportlichen Ziele in Uesen. Dass überhaupt wieder eine Herrenmannschaft für die TGU gemeldet ist, dürfte schon einige Jahre zurückliegen. Nun sollte mit Rose an der Spitze in der kommenden Sommersaison der Aufstieg in die Regionsliga das primäre Ziel sein.

Entwicklung fortsetzen

In der Regionsklasse dürfte der Spätzünder nämlich auch an Position eins relativ wenige Probleme mit seinen Kontrahenten bekommen. Spätzünder deshalb, weil der 48-Jährige erst im Alter von zwölf Jahren mit dem Tennisspielen begonnen hat. „Zunächst habe ich ein bisschen gegen die Ballwand geschlagen. Mit 13 oder 14 habe ich dann im Verein angefangen zu spielen“, betont Rose. Nennenswerte Erfolge als Spieler blieben jedoch aus. „Für die großen Meisterschaften fehlte mir oftmals die Zeit, weil ich immer Trainer gewesen bin“, erklärt er.

Die Tennis-Gemeinschaft Uesen hat Rose in der jüngsten Vergangenheit mit seinem umfangreichen Erfahrungsschatz relativ weit nach vorne gebracht hat. Vor allem der Unterbau sei massiv gewachsen. „Ich bin nun seit vier Jahren Trainer in Uesen, und es läuft alles super. Viele Jugendliche sind dem Verein beigetreten, sie schießen aus allen Löchern. Deshalb haben wir hier auch volles Rohr zu tun“, sagt Rose, der von zwei weiteren Trainern, Marcin Dembinski und Peet van der Hülls, unterstützt wird. „Wir wollen das mühsam Aufgebaute in den nächsten Jahren weiter entwickeln“, blickt Rose ehrgeizig voraus.

Info

Zur Sache

Try & Play-Aktion

Interessierte, die bei Marco Rose mit dem Tennisspielen beginnen möchten, können dies ab dem Sommer bei der Aktion Try & Play machen. Bei diesem Angebot der TG Uesen absolvieren Jugendliche zehn und Erwachsene fünf Trainingseinheiten á 60 Minuten. Für diese Form des Schnupperkurses haben sich bereits etliche Paten des Vereins angeboten, um als langjährige Mitglieder die „neuen Teilnehmer" zu begleiten und ihnen spielerisch zur Seite zu stehen. Das Angebot kann ohne feste Mitgliedschaft genutzt werden, heißt es von Vereinsseite. "Zum Ende des Kurses am 31. September 2021 veranstalten wir dann noch ein gemeinsames Turnier und ein Grillevent, falls Corona dies zulassen sollte", sagt Jugendwart Ehler Mindermann.

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