SPD-Initiative für eine Resolution des Kreistages Massentierhaltung ächten

Landkreis Verden (ud). Auf Initiative der beiden SPD-Kreistagsabgeordneten Hans-Albert Kurzhals und Fritz-Heiner Hepke soll der Kreistag eine Resolution gegen Massentierhaltung verabschieden. Im Wortlaut der Resolution heißt es: 'Der Schutz der Bürger und der Natur vor schädlichen Einwirkungen, Klimaschutz und Tierschutz sind für uns auch Verpflichtung in unserem kommunalen Handeln! Der Kreistag des Landkreises Verden spricht sich deshalb gegen die Errichtung von weiteren Mastanlagen im Kreis Verden aus, in denen Tiere in großer Zahl nicht artgerecht und damit ethisch nicht verantwortbar gehalten werden und von denen schädliche Emissionen ausgehen. Dies gilt auch für die geplante Hähnchenmastanlage in Langwedel-Giersberg.'
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Massentierhaltung ächten
Von Uwe Dammann

Landkreis Verden (ud). Auf Initiative der beiden SPD-Kreistagsabgeordneten Hans-Albert Kurzhals und Fritz-Heiner Hepke soll der Kreistag eine Resolution gegen Massentierhaltung verabschieden. Im Wortlaut der Resolution heißt es: 'Der Schutz der Bürger und der Natur vor schädlichen Einwirkungen, Klimaschutz und Tierschutz sind für uns auch Verpflichtung in unserem kommunalen Handeln! Der Kreistag des Landkreises Verden spricht sich deshalb gegen die Errichtung von weiteren Mastanlagen im Kreis Verden aus, in denen Tiere in großer Zahl nicht artgerecht und damit ethisch nicht verantwortbar gehalten werden und von denen schädliche Emissionen ausgehen. Dies gilt auch für die geplante Hähnchenmastanlage in Langwedel-Giersberg.'

Die SPD will in diesem Sinne mit der Resolution alle politisch Verantwortlichen im Kreis Verden auffordern, alle legalen und demokratischen Möglichkeiten zu nutzen, um den Bau solcher Anlagen zur Massentierhaltung, die den oben genannten Anliegen entgegen stehen, zu verhindern. In der Resolution wird weiter darauf verwiesen, dass es bereits viele Anlagen mit Massentierhaltung im Kreis gäbe. 'Dieser Sachverhalt und die Tatsache, dass über einen Bauantrag zu einer Hähnchenmastanlage formal korrekt im Sinne unseres Rechtsstaates zu entscheiden ist, darf aus Sicht des Kreistages keine Entschuldigung dafür sein, sich nicht gegen die geplante Errichtung weiterer Anlagen zur Massentierhaltung zu wenden', heißt es weiter im Wortlaut. Von der Bundesregierung erwartet der Kreistag, alle nationalen und europäischen Möglichkeiten zu nutzen, um sicher zu stellen, dass zukünftig keine Anlagen gegen den Wunsch der Standortkommunen genehmigt werden, deren Tierhaltung nicht artgerecht ist und von

denen vermeidbare schädliche Einwirkungen auf Anwohner, Natur und Klima ausgehen. Von der Landesregierung erwarte der Kreistag, so der Textentwurf, eine Unterstützung dieses Ziels durch entsprechende Bundesratsinitiativen. Alle Investoren, die sich im Kreis mit dem Gedanken befassen, Anlagen zur Massentierhaltung zu errichten, sollen vom Kreistag aufgefordert werden, auf Investitionen dieser Art zu verzichten.

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