Unternehmergemeinschaft Achim

Mehr Geld für Achims Feste

Die UGA organisiert in Achim unter anderem das Stadtfest, den Weihnachtsmarkt und die Fachausstellung. Doch die Kosten dafür steigen stetig. Daher will die UGA nun mehr finanzielle Unterstützung von der Stadt.
16.11.2018, 16:51
Lesedauer: 3 Min
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Mehr Geld für Achims Feste
Von Elina Hoepken

Eine Erhöhung der finanziellen Unterstützung für die Unternehmergemeinschaft Achim (UGA) von Seiten der Stadt sei eigentlich unabdingbar: Das hatte Bürgermeister Rainer Ditzfeld in diesem Sommer am Rande der Achimer Fachausstellung im Gespräch mit dem ACHIMER KURIER gesagt. Schon damals kündigte er an, dass er mit einem entsprechenden Antrag der UGA rechne. Nur wenige Tage nach diesem Gespräch sollte seine Vermutung schon bestätigt werden. Die UGA bat in einem Schreiben an den Bürgermeister und den Wirtschaftsförderer Martin Balkausky um eine Anpassung der städtischen Unterstützung.

Statt wie bisher 10 000 Euro pro Jahr hofft die UGA mindestens für die kommenden zwei Jahre demnach auf jährlich 30 000 Euro. Jetzt, gut fünf Monate später, soll dieser Wunsch konkrete Folgen haben. Denn in den aktuellen Haushaltsberatungen entscheidet die Politik eben auch darüber, wie viel Geld für die Veranstaltungen in Achim zur Verfügung gestellt werden soll. Die bisherige Summe sei, wie der UGA-Vorsitzende Marko Thönsing bereits im Sommer bekräftigte, bei den anfallenden Kosten „nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein“.

Von Preisentwicklung betroffen

Die UGA begründet die zusätzlich benötigten Mittel unter anderem mit der allgemeinen Preissteigerung. „Als Veranstalter der überregional wirkenden Events (Achimer Fachausstellung, Stadtfest, Boxenstopp, Weihnachtsmarkt) sind wir verstärkt von der stetigen Preisentwicklung etwa der Gema betroffen“, schreibt die UGA in ihrem Brief an den Bürgermeister. Die Veranstaltungen hätten – auch aufgrund des Erfolgs der vergangenen zwei Jahre – eine Dimension erreicht, die aus eigenem Engagement nicht mehr zu erfüllen sei. „Wir sind daher gezwungen, uns externer Dienstleister zu bedienen, was die Kosten noch weiter steigen lässt.“ Daher beantragt die UGA nun eben eine Verdreifachung der städtischen Unterstützung von 10 000 Euro auf nun 30 000 Euro. So könne man weiter gewährleisten, dass in Achim weiterhin Veranstaltungen stattfinden, „die der größten Stadt im Landkreis gerecht werden“, schreibt die UGA. Die Verwaltung ist dieser Bitte nachgekommen und hat im Haushaltsentwurf die 30 000 Euro eingestellt. Diese müssten nun abschließend vom Rat genehmigt werden.

Keine Entscheidung über Marktstandort

Eine entsprechende Genehmigung braucht es auch für die Haushaltsmittel, die die Verwaltung für Anpassungen am Bibliotheksplatz vorgesehen hat. Diese sollen die Rahmenbedingungen für dort stattfindende Märkte und Feste verbessern. So sollen beispielsweise 2019 10 300 Euro zusätzlich eingeplant werden, um Stromkästen zur besseren Versorgung der Märkte zu installieren. Darüber hinaus sind 20 000 Euro als Investition im Finanzhaushalt veranschlagt, um einen versenkbaren Stromverteiler im Bereich des Bibliotheksplatzes einrichten zu können. „Wir haben bei Märkten und Veranstaltungen die Kabel häufig quer über den ganzen Platz liegen“, begründet Balkausky diesen Schritt. Als Rückschluss auf das Ergebnis der Gespräche, die die Verwaltung mit Marktbeschickern, Veranstaltern und Geschäftsleuten über einen möglichen neuen Standort für den Wochenmarkt und die Feste in der Innenstadt führen wollte, will Balkausky das allerdings nicht verstanden wissen. Die Stadt spielt, wie berichtet, mit dem Gedanken, den Standort für Veranstaltungen und Wochenmarkt zu verändern. Denkbar ist demnach etwa, den Markt auf dem Baum- oder dem Bibliotheksplatz etwas komprimierter unterzubringen.

„Wir haben die Mittel erst einmal in den Haushalt eingestellt, eine Entscheidung über den Standort ist aber noch nicht gefallen“, machte Balkausky auf Nachfrage klar. Mit dieser rechne er erst zu Beginn des kommenden Jahres. Einen entsprechenden „Wasserstandsbericht“ solle es aber bereits in der kommenden Sitzung des Planungsausschusses am Dienstag, 20. November, geben. Dann beraten die Mitglieder auch über die übrigen Haushaltsmittel.

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