Zahlreiche Gäste beim Novembermarkt der Rudolf-Steiner-Schule / Eltern und Schüler packten kräftig an

Menschenmassen in Ottersberg

Von überall her schienen die Menschen in Richtung Rudolf-Steiner-Schule zu strömen. Vor den Parkplätzen bildeten sich lange Schlangen – hätte die Feuerwehr den Verkehr nicht geleitet, wäre vermutlich das große Chaos in Ottersberg ausgebrochen. Grund für den Andrang war der traditionelle Novembermarkt.
26.11.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Andrea Zachrau
Menschenmassen in Ottersberg

Für Jung und Alt, Groß und Klein gab es auf dem Ottersberger Novembermarkt der Rudolf-Steiner-Schule einiges zu entdecken und zu erleben. Neben dem Angebot von rund 80 Ausstellern lockten zahlreiche Aktionen die Besucher an.

Andrea Zachrau

Von überall her schienen die Menschen in Richtung Rudolf-Steiner-Schule zu strömen. Vor den Parkplätzen bildeten sich lange Schlangen – hätte die Feuerwehr den Verkehr nicht geleitet, wäre vermutlich das große Chaos in Ottersberg ausgebrochen. Grund für den Andrang war der traditionelle Novembermarkt.

Ottersberg. Auf dem Flyer zum "Markttag für Augen, Mund und Ohren", wie ihn die Veranstalter genannt hatten, war ein Gedicht von Christian Morgenstern zu lesen. "Nebel hängt wie Rauch ums Haus", heißt es da in der ersten Zeile – treffender hätte der Tag in Ottersberg wohl kaum beschrieben werden können. In den Verkehrsnachrichten wurde vor Sichtweiten unter 50 Metern gewarnt, der Nebel rund um den alten Amtshof kam zum Novembermarkt dennoch wie gerufen, denn so wurde das Gelände in eine noch heimeligere Atmosphäre getaucht.

Wer wollte, konnte problemlos mehrere Stunden auf dem Schulgelände verbringen. In allen Gebäuden warteten Stände, Mitmachaktionen und Cafés auf die Gäste. Rund 80 Aussteller aus dem gesamten Norden hatten ihre Stände im großen Saal aufgebaut und boten die verschiedensten Geschenkideen feil. Dazu gehörten neben handgefertigten Dekorationen auch Kerzen, Plüschtiere, Schmuck, wärmende Wollsocken und -mützen sowie aufwendig gefertigte Kleidungsstücke aus Filz. In den Klassenräumen konnten die jungen Gäste kreativ werden: Zu den Spaßaktionen gehörten Bastelarbeiten wie Töpfern und das Fertigen von Gestecken. Doch damit war es noch lange nicht getan: In den anderen Gebäuden und im Außenbereich warteten zahlreiche weitere Aktionen auf die Lütten. Sie konnten Kerzen ziehen, Enten angeln, auf Ponys reiten, beim Bau von Rankhilfen dabei sein sowie beim Puppenspiel die Abenteuer von "König Drosselbart" miterleben.

Zum Verweilen gab es gleich mehrere Möglichkeiten: Im Amtshof hatte das Ehemaligencafé geöffnet, in dem sich frühere Schüler zum Plausch trafen, im Wümmehaus wurden ein warmes Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen serviert. Wer in besonderer Atmosphäre eine Pause von dem Trubel einlegen wollte, war im Orientcafé richtig. Darüber hinaus gab es die verschiedensten Buden mit Waffeln, Punsch und Bratwurst.

Einsatz von Eltern und Schülern

Organisiert wird der Novembermarkt traditionell von einer Elterninitiative, die bereits seit den 70er Jahren besteht. 24 Mütter und Väter gehörten zum Arbeitskreis, der den Markt vorbereitete. "Zum einen ist das Ziel, die Waldorfpädagogik der Öffentlichkeit zugänglich zu machen", erläuterte Tanja Taube vom Organisationsteam. Ihre Tochter besucht zurzeit die elfte Klasse. Zum anderen werde mit dem Markt auch das Schulleben gefördert: Zwei Drittel der Einnahmen kämen der Schule zugute. "Es werden beispielsweise Musikinstrumente oder ein Beamer angeschafft sowie die Küchenrenovierung mitfinanziert", erklärte Taube. Ein Drittel des Erlöses geht wie üblich an die Rumänieninitiative Bremen-Ottersberg, für die sich die Rudolf-Steiner-Schule bereits seit 1994 stark macht.

Doch nicht nur die Eltern engagierten sich für die Veranstaltung, auch die Schüler halfen bei der Vor- und Nachbereitung tatkräftig mit. Sie backten Kekse, bastelten Zwerge und Feen sowie weihnachtliche Geschenkideen für den Schulstand, betreuten die Buden und Cafés und fungierten als Parkeinweiser. Der große Andrang zeigte einmal mehr: Das Konzept des Novembermarktes begeistert nicht nur die Ottersberger. Aus der gesamten Region konnten Gäste an der Waldorfschule begrüßt werden.

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