Achimer Laufsteg Modenschau mit Benefit

Der Lions Club Verden Kristina Regina hat am Sonnabend zum ersten Mal den Achimer Laufsteg im Rathaus präsentiert. Bei drei Modenschauen gab es allerhand Mode mit Charme, Chic und Eleganz zu sehen.
24.03.2019, 17:30
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Modenschau mit Benefit
Von Jürgen Juschkat

Wo sonst Brautpaare fotografiert werden oder Kommunalpolitiker aus dem Sitzungssaal kommend ins Erdgeschoss hinabsteigen, da haben Models unterschiedlichen Alters am Sonnabend ansprechende Bekleidung präsentiert, die im Anschluss gekauft werden konnte. Für einen guten Zweck, denn der veranstaltende Lions Club Verden Kristina Regina will mit dem Erlös des „1. Achimer Laufstegs“ verschiedene Einrichtungen unterstützen. Der 2011 gegründete Damenclub zählt aktuell 30 Mitglieder, die sich für soziale Belange in der Gesellschaft in regionalen und internationalen Projekten einsetzen.

Gelder werden ehrenamtlich für Projekte mit stets gemeinnützigem und mildtätigem Charakter gesammelt. „Es ist schon anderthalb Jahre her, dass die Idee geboren wurde“, erklärte Präsidentin Rosemarie Frese mit Blick auf den „1. Achimer Laufsteg“, der ihrer Einschätzung nach durchaus Zukunft hat. Als Moderator führte Reiner Kordbarlag gekonnt durch das Programm mit drei Modenschauen, musterte fachkundig das Outfit, staunte über günstige Preise und animierte die Besucher zum Kauf. Es gab nicht nur bei der Vorführung der einzelnen Artikel in den Damengrößen 34 bis 48 eine große Auswahl, sondern auch eine breite farbliche Palette. Hier eine Lederjacke in Schwarz, dort blaue Jens oder Hosen und Blusen in sommerlichen Farbtönen.

17 Stufen bis zum Catwalk

Freizeitmode trugen zwei junge Damen, die Reiner Kordbarlag als Sabine und Anne vorstellte. „Das ist ein Schnäppchen, mit 30 Euro seid Ihr dabei“, animierte er die zahlreichen Zuschauerinnen. Die Damen stiegen fast wie professionelle Models die 17 Stufen der Rathaus-Treppe hinab, hielten zwischenzeitlich inne, ergriffen die Hand des Moderators und drehten sich. Das Brautstrauß-Atelier Achim hatte das „Lauftraining“ der zwölf Models übernommen.

Es gab Mode für die Freizeit ebenso zu sehen wie festlich elegante fürs Ausgehen am Abend oder zum Besuch einer großen Feier. Helga Blume zum Beispiel, die dieser Lions-Damen-Gruppe seit dem Anfang angehört, präsentierte sich unter anderem in einem roten Kostüm und hielt lässig ein Tuch in der Hand. Später war sie auch in einem roten Kleid zu sehen, bei dem hinten viel Haut zu sehen war. „Fühlst du dich wohl?“, fragte der Moderator eine Dame in einem 50-Euro-Kleid mit raffinierter Weste. „Wäre es für Dich auch etwas für privat?“, wollte er von einem anderen Modell wissen. Die teils zaghaften Antworten erreichten dabei nicht alle Besucher.

Elegant gekleidet war Anne, die von Ralf Kordbarlag – er trug einen schwarzen Anzug und ein dunkles Hemd – die Treppe hinuntergeführt wurde. Als Model zeigte sich auch Tabea Thöle aus Blender. „Das ist alles sehr, sehr aufregend. Ich wusste manchmal nicht, wie ich mich bewegen soll. Einfacher wurde es dadurch, dass im Publikum Leute saßen, die ich kenne. Ich habe Sachen getragen, die ich sonst nicht trage. Es war einfach interessant, mit diesen Leuten zu arbeiten“, erklärte sie ihre Eindrücke. Festliche Musik erklang beim Höhepunkt der Modenschauen. Braut Kathrin zog für „das schönste Ja im Leben“ das lange weiße Festkleid hinter sich her. Stufe für Stufe fiel es hinunter. In der Hand trug sie einen weißen Hut, den sie fast provozierend aufsetzte. „Ein Traum“, urteilte der Moderator.

Dreierteam hinter den Kulissen

Jette hatte zum Brautkleid einen weißen Strauß in der einen Hand, mit der anderen ließ sie sich durch Ralf Kordbarlag hinunterführen. Es war fast wie im realen Leben. Natürlich musste jeweils das Äußere des Models stimmen – und dafür sorgten Charleen Rohlfs (Haare und Makeup) sowie die Stylistinnen Brigitte Boeth und Felicia Messerich. Wenn an diesem Tag nicht gerade Modenschau im Rathaus war, dann konnten sich die Besucher im Sitzungssaal an gutsortierten Ständern und Tischen unter anderem zu günstigen Preisen Kleider, Hosen, Jacken und Blusen sowie andere Accessoires wie Krawatten und Modeschmuck kaufen. „Wir haben rund 60 Prozent Neuware“ erklärte Rosemarie Frese. Angeboten wurde Damen-Garderobe, die von ortsansässigen Privatleuten oder Bekleidungsgeschäften gespendet worden war.

Nach der Veranstaltung wurde der Rest sozialen Kaufhäusern im Landkreis zur Verfügung gestellt. Der Erlös kommt dem Frauen-Ort Achim, dem Witwentreff Verden-Dauelsen und der Selbsthilfegruppe Krebs zugute.

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