Langwedel-Holtebüttel

Nach dem Abrocken ins Zelt

Langwedel-Holtebüttel. „Holtebüttel rockt“ mausert sich immer mehr zu einem kleinen aber feinen Rockfestival. Zum achten Mal nun schon findet die Veranstaltung im Langwedeler Ortsteil statt – dieses Mal vom 16.
24.03.2017, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Lieselotte Scheewe

Langwedel-Holtebüttel. „Holtebüttel rockt“ mausert sich immer mehr zu einem kleinen aber feinen Rockfestival. Zum achten Mal nun schon findet die Veranstaltung im Langwedeler Ortsteil statt – dieses Mal vom 16. bis 17. Juni. Kürzlich hat der Verein einen neuen Vorstand gewählt und die grobe Planung für die Veranstaltung steht. Sechs Bands sind bisher bestätigt, für leckere Verpflegung ist gesorgt und es gibt eine Neuerung in diesem Jahr: „Holtebüttel rockt“ hat einen Zeltplatz und sanitäre Anlagen. Wenn sich die Besucher müde getanzt haben, können sie jetzt also direkt in ihr Zelt kriechen. Gerechnet wird von den Veranstaltern mit mehr als 400 Rockfans.

Die neuen Vorstandsmitglieder Eike Vetter (Erster Vorsitzender), Tobias Durka (Zweiter Vorsitzender), Alica Bogner (Kassenwartin) und Robert Bogner (Schriftführer) waren schon in den Vorjahren Teil des Planungsteams. „Wir sind etwas jünger und bringen vielleicht ein bisschen frischen Wind rein, aber wir verfolgen weiter die gleichen Ziele“, sagt Alica Bogner. Es ging bei der neuen Vorstandswahl darum, die Verantwortlichkeit ein wenig umzuschichten. Seit Beginn des Festivals im Jahr 2010 war der alte Vorstand um Tobias Kuhlmann, Lars Rohde, Markus Michalak und Marek Symanczyk im Einsatz. „Alle Mitglieder sind jedoch weiter bei der Planung dabei, bringen ihre Ideen ein und ziehen an einem Strang“, berichtet Bogner.

Die Festivalplanung geht um diese Zeit, drei Monate vor der Veranstaltung, in die Details. Seit Dezember treffen sich meist zehn bis 15 Mitglieder des engeren Planungsteams monatlich. Ab April stehen dann Treffen im Zweiwochentakt an. „Die heiße Phase beginnt dann eine Woche vor dem Festival, wenn wir das Gelände vorbereiten. Man sieht die Liebe zum Detail und merkt, dass alle, die die Planung machen, Bock dazu haben“, sagt Bogner. Wichtig ist den Festivalmachern natürlich vor allem eins: die Musik. „Bei der Auswahl der Bands achten wir auf eine ausgewogene Mischung der Genres, um jedem Rockfan etwas zu bieten“, betont der Verein. Freitags um 18 Uhr erklingen die ersten Töne aus den Boxen, mit dem Hauptakt in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag um 2 Uhr die letzten. „Am Freitag haben Nachwuchsmusiker die Möglichkeit, an einem Bandcontest teilzunehmen. Der Sonnabend ist ein klassischer Festivaltag mit regionalen und nationalen Bands“, versprechen die Veranstalter. Für den Contest können sich noch Bands bewerben.

In diesem Jahr stehen am Festivalsonnabend bereits sicher die Gruppen Mad Monks, Kickstart, Hau drauf, Mundane, The Great Dirt und Scenery auf der Bühne. Weitere Bands sollen folgen. Die Mad Monks aus Bremen machen pure Musik zum Mitgehen ohne große Attitüden und wurden schon mit den Begriffen „Kirchencore“ bis „Skapunkswingmetal“ beschrieben. Die Band Kickstart bezeichnet sich selbst als eine der „heißesten und gefährlichsten Bands Norddeutschlands“ und macht Booze Blues – eine Mixtur aus billigem Whisky, Motoröl und Blues Rock. Die energiegeladene Rockmusik von The Great Dirt, die an die frühen Foo Fighters-Alben erinnert, kennen Besucher des Festivals aus dem vergangenen Jahr. Das Powertrio aus Hamburg nahm 2016 am Bandcontest teil und steht jetzt am Festivalsonnabend auf der Bühne.

Grunge- und Heavybluesfans dürfen sich auf die aggressive, aber psychopathisch hübsche Musik von Mundane freuen. Die Band Hau drauf der Lebenshilfe Verden mit behinderten und nicht behinderten Menschen steht am 17. Juni ebenfalls in Holtebüttel auf der Bühne. Klassiker der Rockmusik von AC/DC, Judas Priest, Motörhead und Iron Maiden bis hin zu modernem Metal á la Disturbed, Machine Head, Knorkator und Rage against the Machine schallen bei der Band Scenery aus den Boxen. Neben Rockmusik erwarten die Besucher Pommes und Burger vom Genussstudio Verden und veganes Essen, ein Merchandise-Stand sowie Getränkestände.

Seit dem ersten Jahr freuen sich die Veranstalter über ein stetiges Wachstum. Das Gelände auf der Pferdewiese bietet Platz für um die 1500 Besucher. „Wir wollen stückchenweise wachsen und das gute Flair behalten. Die Stimmung auf dem Platz ist super gut und friedlich. Unsere Security musste eigentlich noch nie einschreiten“, sagt Bogner. Die Frage, ob es in diesem Jahr ein besonderes Motto gibt, verneint die Veranstalterin. „Holtebüttel rockt, das ist immer unser Motto.“


Noch bis Ende März gibt es die vergünstigten Tickets von 12 Euro unter www.tickets.h-rockt.com zu kaufen oder für 13,80 Euro bei allen Eventim-Vorverkaufsstellen. Danach kostet der Eintritt 15 Euro im Vorverkauf und beim Festival vor Ort.

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