Wassersportverein Verden richtet am Wochenende seine 38. Hochwasser-Rallye aus Nach dem Paddeln heißt es Prost

Verden. Die 31 Kilometer lange Bronze-Strecke von Rethem bis Verden ist ideal für Anfänger, die Silber-Strecke von Hodenhagen nach Verden (55 Kilometer) schon etwas für fortgeschrittene Paddler. Königsklasse bei der Internationalen Aller-Hochwasser-Rallye (AHWR) des Wassersportvereins (WSV) Verden ist wie immer die Gold-Strecke von Celle bis Verden.
23.03.2017, 00:00
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Von Jörn Dirk Zweibrock

Verden. Die 31 Kilometer lange Bronze-Strecke von Rethem bis Verden ist ideal für Anfänger, die Silber-Strecke von Hodenhagen nach Verden (55 Kilometer) schon etwas für fortgeschrittene Paddler. Königsklasse bei der Internationalen Aller-Hochwasser-Rallye (AHWR) des Wassersportvereins (WSV) Verden ist wie immer die Gold-Strecke von Celle bis Verden. 112 Kilometer Länge misst diese Kanu-Tour insgesamt. Damit sie an diesem Sonnabendnachmittag, 25. März, pünktlich in der Domstadt ankommen, müssen die Teilnehmer dann aber auch schon morgens um Sechs ihre Kajaks und Kanadier in der einstigen Residenzstadt Celle zu Wasser lassen. Die Verdener Wassersportler fiebern der insgesamt 38. Auflage ihrer AHWR bereits entgegen. Der Blick in die Anmeldelisten beweist, wie erfolgreich das feuchtfröhliche Spektakel doch eigentlich ist. „Bis Dienstag hatten wir schon rund 350 Anmeldungen. Nun hoffen wir, dass wir in diesem Jahr noch die 500er-Marke knacken – vorausgesetzt das Wetter spielt mit“, hofft Annette Behning vom WSV Verden. Im vergangenen Jahr – bei der 37. Aller-Hochwasser-Rallye – sind nicht nur Kanuten aus dem gesamten norddeutschen Raum (Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein) an den Start gegangen – sogar Wassersportler aus Sachsen-Anhalt und Sachsen haben sich damals mit ihren Booten auf das kühle Nass gewagt. „In diesem Jahr nehmen auch zwei Mannschaften des Verdener Rudervereins an der Aller-Hochwasser-Rallye teil sowie eine Drachenboot-Mannschaft“, freut sich Annette Behning über die rege Teilnahme.

Verdens Hausfluss, die Aller, ist insgesamt 260 Kilometer lang. Der rechte Nebenfluss der Weser schlängelt sich durch zwei Bundesländer, durch Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, gehört zu den größten norddeutschen Flüssen, die nicht direkt ins Meer fließen. Von ihrer Quelle im Bördekreis bis zu ihrer Mündung in die Weser bei Verden passiert die Aller unter anderem die Autostadt Wolfsburg, Gifhorn und Hodenhagen. Zu ihren bedeutensten Nebenflüssen zählen die Oker (Braunschweig) und die Leine (Hannover/ Göttingen). Und ihr rechter Nebenfluss, die Böhme, verbindet die beiden Mittelzentren Walsrode und Soltau miteinander. Schiffbar ist die Aller von Verden bis nach Celle, auf diesem Abschnitt als Bundeswasserstraße eingestuft.

„Wer am 25. März um 6 Uhr in Celle startet, kommt ungefähr zehn Stunden später, so gegen 16 Uhr hier bei uns in Verden an“, rechnet Annette Behning vor. In Hodenhagen gehe es dagegen erst um Punkt Neun los, im Allerstädtchen Rethem lassen die Kanuten ihre Boote hingegen erst rund anderthalb Stunden später zu Wasser. „Die Strecke von Rethem nach Verden können unsere Kanuten in rund 3,5 Stunden zurücklegen“, geht Annette Behning davon aus, dass die ersten Teilnehmer gegen 14 Uhr am Verdener Allerstrand an Land gehen. Die Paddelzeit sei auf alle Fälle wetter- und windabhängig und natürlich auch von der jeweiligen Kondition.

Traditionell werden die Rallye-Fahrer in der Allerstadt Verden mit einem Glockenschlag begrüßt. Ein Gläschen Schnaps zum Durchwärmen und etwas Süßes für die Seele dürfen natürlich auch nicht fehlen. „Auch wenn das Hochwasser wieder gewichen ist, geht die Veranstaltung natürlich trotzdem über die Bühne“, wollen Annette Behning und die WSV-Mitglieder auf diesen Höhepunkt in ihrem Veranstaltungskalender einfach nicht verzichten. Der Pegel der Aller lag am Mittwochnachmittag in Celle übrigens bei 280 Zentimeter, in Ahlden hingegen bei 250 Zentimeter. Rethem meldete 290 Zentimeter und der Wasserstand in Eitze betrug laut Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Verden 422 Zentimeter.

Annette Behning gerät regelrecht ins Schwärmen, wenn sie von den Naturschauspielen erzählt, die sich den Kanuten Ende März bieten: „Zu dieser Jahreszeit bekommen die Paddler meist durchziehende und rastende Zugvögel zu Gesicht.“

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