Richtfest bei Desma in Achim

Nächster Schritt in Richtung Zukunft

Im Juni wurde auf dem Gelände von Desma mit dem traditionellen Spatenstich der Startschuss für den Neubau gegeben. Nun konnte vier Monate später bereits das Richtfest gefeiert werden.
17.10.2019, 16:31
Lesedauer: 2 Min
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Nächster Schritt in Richtung Zukunft
Von Elina Hoepken
Nächster Schritt in Richtung Zukunft

Die beiden Desma-Geschäftsführer Christian Decker (links) und Klaus Freese sind sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Arbeiten für ihren Neubau.

Björn Hake

Alle zwei Jahre, so ist es mittlerweile Tradition, findet auf dem Achimer Gelände des Schuhmaschinenherstellers Desma eine große Hausmesse mit Besuchern aus aller Welt statt. Die nächste Veranstaltung dieser Art ist für September 2020 geplant. Und sie könnte bereits in dem neuen Gebäude stattfinden, das derzeit auf dem angrenzenden Gelände entsteht. Diese Hoffnung hatte Christian Decker, einer der beiden Geschäftsführer, zumindest bei der vergangenen Hausmesse 2018 geäußert. „Wenn alles gut läuft, wird die nächste Hausmesse bereits in den neuen Räumen stattfinden können“, sagte Decker damals.

Und bisher scheint es so, als ob alles gut laufen würde. Nach dem Spatenstich Anfang Juni konnte nun nämlich am Donnerstagmittag bereits das Richtfest für den Neubau gefeiert werden. „Wir sind selbst erstaunt, dass bisher alles so schnell ging“, gab Decker im Rahmen der Feier zu. Diese fand in kleinem Kreis nur mit einigen Desma-Mitarbeitern und Arbeitern der unterschiedlichen Gewerke, die derzeit täglich auf der Baustelle aktiv sind, statt. Traditionen wie der Richtspruch, der Schluck aus der Schnapsflasche und natürlich auch der Richtkranz gehörten dennoch dazu. Letzterer wurde, in Ermangelung eines Daches, von einem riesigen Kran über dem Gebäude gehalten.

„Die Fabrik der Zukunft“

Ein Gebäude, das durchaus beachtliche Ausmaße hat. Die „Fabrik der Zukunft“, wie Desma selbst seinen Neubau nennt, besteht aus einem kombinierten Produktions- und Bürokomplex. Am Kopf der 12 000 Quadratmeter großen Produktionshalle wird ein dreigeschossiges Bürogebäude in U-Form realisiert, das auf einer Fläche von 4500 Quadratmetern Büro-, Sanitär- und Lagerräume enthält. Im Innenhof soll eine Terrasse entstehen, die die Mitarbeiter beispielsweise für ihre Mittagspause nutzen können.

„Auch für uns sind das ganz neue Dimensionen“, gab Decker bei einem kleinen Rundgang durch den Rohbau zu. „Ich bin selbst überrascht, wie groß das Ganze jetzt tatsächlich ist.“ Bisher stehen dem Schuhmaschinenhersteller auf dem alten Gelände rund 8500 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Der Neubau hat insgesamt ein Kostenvolumen von etwa 18 Millionen Euro. „In den kommenden Wochen wird nun zunächst der Fußboden gemacht und dann sieht es hier drin fast schon fertig aus“, sagte Decker.

Schlüsselübergabe für Juli 2020 geplant

Bis der Bau jedoch tatsächlich fertig ist, wird es doch noch ein wenig länger dauern. „Der Innenausbau und die Technik brauchen noch etwas Zeit“, weiß Decker. Die Schlüsselübergabe für das Werk soll nach derzeitigen Planungen Anfang Juli 2020 erfolgen. „Der Einzug ist dann für den Spätsommer geplant“, kündigt Desma-Geschäftsführer Klaus Freese an. Und auch das wird für den Betrieb noch einmal eine Mammutaufgabe. Immerhin müssen innerhalb möglich kurzer Zeit rund 250 Mitarbeiter dann ihren Platz im alten Gebäude räumen und sich im neuen Gebäude einrichten. „Das alles muss schnell passieren, sonst können wir nicht effektiv arbeiten“, erklärte Freese. Derzeit werde mit einer Umzugszeit von etwa fünf bis zehn Tagen geplant.

Am Donnerstag konnten einige Desma-Mitarbeiter sich im Rohbau allerdings schon einmal einen kleinen Eindruck verschaffen, wie ihr zukünftiger Arbeitsplatz aussehen wird. „Schon jetzt kann man gut erkennen, was hier entstehen wird“, sagte Freese in seiner kurzen Ansprache. „Ich finde, es ist etwas Tolles, worauf wir auch stolz sein können. Das wird ein neues Wahrzeichen für Achim.“

Ein Wahrzeichen, das in den kommenden Jahren und Jahrzehnten auch noch wachsen könnte. „Wir haben das Gebäude bewusst so konzipiert, dass wir problemlos noch ein weiteres Hallenschiff anbauen können“, berichtete Decker. Doch das ist derzeit noch Zukunftsmusik. Zunächst einmal gilt es, diesen Neubau abzuschließen. „Im Idealfall bis zur nächsten Hausmesse“, sagte Christian Decker.

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