Fußball-Oberliga Negative Steigerung beim TB Uphusen

Der TB Uphusen verliert aufgrund einer erschreckend schwachen Leistung gegen U.L.M. Wolfsburg mit 1:4.
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Negative Steigerung beim TB Uphusen
Von Patrick Hilmes

Gibt es ein Gegenteil von Superlativ? Für den Auftritt des TB Uphusen am Sonntag bei U.L.M. Wolfsburg könnte eine solche negative Steigerung verwendet werden. Denn die Partie der Fußball-Oberliga Niedersachsen endete aus Sicht der Gäste mit 1:4 (0:1) – und das völlig zurecht.

„Das war katastrophal. Das hatte nichts mit Oberliga-Fußball zu tun“, kommentierte ein völlig bedienter Achim Hollerieth die Leistung des TBU. Und damit war Uphusens Coach noch längst nicht fertig, denn was seine Truppe in Wolfsburg geleistet hatte, schockierte ihn überaus. „Wir haben es nicht mal geschafft, zehn, 15, 20 Sekunden den Ball in der gegnerischen Hälfte zu halten. Das war erschreckend. Da muss man auch kein Blatt vor den Mund nehmen, das war einfach gar nichts“, richtete Hollerieth deutliche Worte an seine Truppe.

Im dritten Spiel unter seiner Leitung musste Hollerieth reichlich umstellen. So fehlten ihm Marius Winkelmann (Gelb-Rot-Sperre), Philipp-Bruno Rockahr, Youness Buduar (beide gelb-gesperrt), Frithjof Rathjen (mit Werders Jugend unterwegs), Besir Rogaqi (Rippenprellung) und auch Elmehdi Faouzi (krank). Es sollte die Chance der Unzufriedenen werden. In der Startelf fanden sich dann unter anderem Faruk Celik, Burak Yigit, Miguel Mendoza und Eugen Uschpol wieder. Doch keiner konnte sich an diesem Tag positiv in Szene setzen – weder die bisherigen Auswechselspieler, noch einer der restlichen Mannschaft. „Ich brauche keinen rauszupicken, es waren heute einfach alle schlecht. Das war wirklich desaströs“, fuhr Hollerieth mit seiner Kritik fort.

Die gesamten 90 Minuten resultierten in der Unzufriedenheit Hollerieths. Von Beginn an präsentierte sich der TBU wenig konkurrenzfähig. Der erste strukturierte Angriff der Gastgeber mündete gleich in der Führung. Zunächst verlor Uschpol einen Zweikampf im Mittelfeld, dann kam er bei der Flanke von Rocco Tuccio zu spät. Das Gleiche galt für Viktor Pekrul im Strafraum gegen Timon Hallmann, der somit das 1:0 erzielte (8.). Uphusens Antwort: Es gab keine. Der TBU fand in der Offensive nicht statt. „Nehmen wir dies und das letzte Spiel zusammen (1:2 gegen Spelle-Venhaus), dann hatten wir bis auf die beiden Elfmeter keinen Schuss aufs Tor. Das ist auch ein Zeichen der Qualität.“ Elfmeter in Wolfsburg gab es für den TBU in Minute 74, doch der Reihe nach. In Halbzeit eins näherte sich einzig der Gastgeber – vor der Partie einen Punkt hinter dem TBU – einem weiteren Treffer an.

Der fiel aber erst in Halbzeit zwei. Nach Einwurf Uphusen machte es Wolfsburg stark: Kurzpassspiel über drei Stationen, Pekrul hob vergeblich den Arm, um Abseits zu signalisieren, und Andrea Rizzo versenkte ins lange Eck zum 2:0 (51.). Zwei Minuten später attackieren Ricardo Marafona da Costa, Ramien Safi und Burak Yigit Wolfsburgs Gracjan Konieczny am Sechzehner nur halbherzig, der dadurch im Fünfer Gael Nguema Ella bedienen konnte – 3:0 (53.). Die nächste Szene war bereits der Foulelfmeter für den TBU. Der eingewechselte Aladji Barrie wurde zu Fall gebracht und Viktor Pekrul versenkte seinen dritten Elfmeter in den vergangenen drei Spielen. Hoffnung kam aber nicht auf, auch nicht bei Achim Hollerieth: „Nein, wir hatten ja keine Chancen.“ Stattdessen stellte Wolfsburg durch Andrea Rizzo in der 90. Minute den 4:1-Endstand her.

Achim Hollerieth war da bereits klar, was in den kommenden Wochen zu tun ist: „Jetzt ist die Englische Woche vorbei und wir können mal trainieren. Und wir haben eine Menge zu arbeiten. Das fängt bei den grundlegenden Dingen wie Ballannahme, Ball abschirmen und Passspiel über drei, vier Stationen an. Wir müssen uns mit möglichst vielen Punkten in die Winterpause retten.“

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