Sechs neue Stände

Neue Gesichter auf dem Achimer Wochenmarkt

Insgesamt sechs neue Stände gibt es mittlerweile auf dem Achimer Wochenmarkt. Und die beiden Marktmeister versuchen, das Angebot noch mehr zu erweitern. Die Marktbeschicker selbst plagt indes die Personalnot.
03.10.2019, 07:24
Lesedauer: 2 Min
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Neue Gesichter auf dem Achimer Wochenmarkt
Von Elina Hoepken
Neue Gesichter auf dem Achimer Wochenmarkt

Stefan Steinbach steht mit seinem Bulli auf dem Bibliotheksplatz und versorgt die Marktbesucher mit Kaffee.

Björn Hake

Wenn man mit den beiden Marktmeistern Klaus Uellendahl und Janina Bochnig über den Achimer Wochenmarkt geht, muss man vor allem eines mitbringen: genügend Zeit. Immer wieder werden sie von Marktbesuchern gegrüßt und nach den Ständen gefragt oder halten einen kurzen Plausch mit den Marktbeschickern. Und Letztere sind in den vergangenen Monaten noch einmal deutlich mehr geworden. Denn insgesamt sechs neue Stände konnten Uellendahl und Bochnig für den Achimer Wochenmarkt hinzugewinnen.

Dazu gehören die Brotmanufaktur Stadtländer, das Coffee Bike, Steinbach's Kult Kaffee, die Bäckerei Ripken, DeBoer Bio Schnittkäse und der Obst- und Gemüsestand Kramer. „Zusammen mit den Neuen haben wir nun insgesamt 53 Stände auf dem Wochenmarkt“, sagt Uellendahl. Doch nicht alle von ihnen kommen zwei Mal in der Woche nach Achim. „Mittwochs haben wir immer ein etwas größeres Angebot, weil dieser Tag meist noch selten anderweitig belegt ist.“ Sonnabends hätten die Betreiber indes häufig schon Verpflichtungen auf anderen Märkten.

Immer auf der Suche

Für die Suche nach neuen Ständen sind Uellendahl und Bochnig immer mal wieder auf Märkten in der Region unterwegs. „Wir schauen uns dann das Angebot vor Ort an und gucken, was uns hier in Achim noch fehlt“, erklärt die Marktmeisterin. Zuletzt waren sie beispielsweise zusammen in Oldenburg und konnten dort die Bäckerei Ripken für Achim gewinnen. Aber auch über Kontakte der Marktbetreiber untereinander werden sie laut Bochnig immer wieder auf neue Stände aufmerksam. So habe Michel Saarloos vom Blumen-Holländer beispielsweise den Kontakt zum neuen Obst- und Gemüsehändler hergestellt.

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„Achim kann als Standort damit punkten, dass wir konstant einen guten Kundenzulauf haben“, sagt Uellendahl. Dennoch müssten die neuen Händler meist auch ein bisschen Geduld beweisen. „In Achim dauert es im Schnitt zwei Monate, bis sich ein neuer Stand etabliert hat. Die Kunden müssen schließlich erst einmal testen, ob das Angebot gut ist und zu ihnen passt.“ Das weiß auch Henk de Boer, der seit rund vier Wochen mit seinem holländischen Käse auf dem Wochenmarkt steht. „Die Resonanz könnte noch etwas besser sein. Aber ich bin ja gerade erst dabei zu säen und hoffe, dass ich die Früchte der Arbeit bald ernten kann“, umschreibt er seine Hoffnung, dass sich sein Stand bald etabliert.

Neue Gesichter auf dem Achimer Wochenmarkt

Henk de Boer hofft, dass sein Käsestand sich bald auf dem Wochenmarkt etabliert hat.

Foto: Björn Hake

Nicht genügend Personal

Vor einem ganz anderen Problem steht indes die Brotmanufaktur Stadtländer. Denn dort wird dringend Personal gesucht. „Es ist schwierig, zuverlässige Leute zu finden. Immerhin muss man für den Job früh aufstehen und ist viel unterwegs“, sagt Annalena Behrens, die als Verkäuferin an dem Stand arbeitet. Und mit diesem Problem steht der neue Stand bei Weitem nicht alleine da. „Es gibt viele Standbetreiber, die gerne an zwei Tagen in der Woche zu uns kommen würden, aber einfach nicht genügend Personal finden, um das zu realisieren“, berichtet Janina Bochnig. Andere, wie die Rossschlachterei Langnau aus Weyhe, könnten derzeit nicht wie früher zwei Mal, sondern nur noch ein Mal in der Woche kommen, weil das Personal fehlt.

Doch trotz dieser Schwierigkeiten versuchten Uellendahl und Bochnig, das Angebot auf dem Achimer Wochenmarkt kontinuierlich zu erweitern. So soll es ab Mitte Oktober beispielsweise auch wieder einen Stand mit Trockenobst geben. „Außerdem will der Bäcker Niepel sein Angebot ausbauen und auch Suppen und eine vegetarische Gemüsepfanne anbieten“, berichtet Bochnig. „Genau so etwas hat uns bisher noch gefehlt.“

Am Sonnabend, 5. Oktober, wird auf dem Wochenmarkt Erntedank gefeiert. Dazu werden die Stände bunt geschmückt und in Zeit von 7 bis 13.30 Uhr gibt es besondere Angebote wie zum Beispiel Bratfisch, Bratwurst oder Apfelkuchen.

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