Bürgerzentrum

Neuer Mann für neue Herausforderungen

Fast 40 Jahre lang war Dirk Ysker Leiter des Achimer Bürgerzentrums. Zum Ende des Jahres geht er in den Ruhestand. Einen Nachfolger für ihn hat die Stadt bereits gefunden.
16.10.2019, 07:17
Lesedauer: 3 Min
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Neuer Mann für neue Herausforderungen
Von Elina Hoepken
Neuer Mann für neue Herausforderungen

Bürgermeister Rainer Ditzfeld und Fachbereichsleiterin Wiltrud Ysker sind froh, dass sie mit Eric Stellmacher (rechts) einen geeigneten Leiter für das Bürgerzentrum finden konnten.

Hake

Das Magdeburger Viertel in Achim hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Ein Gesicht, das diese Geschichte und die Entwicklung in der Vergangenheit entscheidend mit geprägt hat, ist das von Dirk Ysker, dem Leiter des Bürgerzentrums. Ein Gesicht, das nun die Zukunft des Viertels mit prägen soll, ist das von Eric Stellmacher. Er ist seit Anfang des Monats der neue Mann im Bürgerzentrum und übernimmt im neuen Jahr offiziell die Leitung der Einrichtung. Dann, wenn Ysker sich in den Ruhestand verabschiedet.

In den vergangenen fast 40 Jahren hatte sich dieser mit seinen Mitarbeitern um die Belange der Viertelbewohner gekümmert. Eine ziemlich lange Zeit und entsprechend große Fußstapfen hinterlässt er auch. „Dirk Ysker ist einfach eng mit dem Bürgerzentrum verbunden. Daher versuche ich alles, was er erzählt, aufzusaugen wie ein Schwamm“, sagt Stellmacher. Drei Monate lang hat er dafür Zeit. So lange sind die Beiden noch gemeinsam vor Ort. „Ich bin unglaublich froh, dass wir diese Zeit haben. Dirk Ysker hat in all den Jahrzehnten ein großes Netzwerk an Kontakten aufgebaut und ist einfach ein absoluter Fachmann.“ Gleiches gelte auch für die beiden Mitarbeiter vor Ort, Mehmet Ates und Marianne Staudacher. „Es ist ein tolles Team, das mir den Einstieg sehr erleichtert“, freut sich Stellmacher.

Erfolgreiche Arbeit fortsetzen

Ein Team, von dem der 33-Jährige nun auch ein Teil ist und dessen Arbeit er erfolgreich fortführen möchte. Denn die Herausforderungen in dem Viertel werden nicht weniger. „Ich werde das Rad vor Ort sicherlich nicht neu erfinden. Dafür gibt es zu viele Erfolgsprojekte, die schon entstanden sind“, sagt Stellmacher. Dennoch tue ein unvoreingenommener Blick von Außen sicherlich auch gut. „Ich möchte bei meiner Arbeit insbesondere die Kinder und Jugendlichen in den Blick nehmen“, gibt er einen Einblick in seine Pläne. „Immerhin ist das die Generation, die das Bild des Viertels in den kommenden Jahren prägen wird.“ Dabei will er auf bewährte Projekte zurückgreifen, aber auch neue Ansätze entwickeln.

Erfahrungen für seine neue Tätigkeit hat er in der Vergangenheit schon einige gesammelt. Nach seinem Studium der Stadt- und Regionalentwicklung arbeitete Eric Stellmacher unter anderem mit am Quartiersmanagement in Hemelingen, leitete ein Flüchtlingsprojekt in Bremen und war Geschäftsführer des Vereins zur Förderung kommunaler Prävention in Wilhelmshaven. „Im Bürgerzentrum kann ich nun die Quartiersentwicklung mit der Bürgerarbeit und der Projektentwicklung verbinden. Das passt einfach perfekt.“ Und diese Meinung vertritt nicht nur Stellmacher selbst.

Ein Generationswechsel

„Die Erfahrungen, die er bereits sammeln konnte, sind für uns der Brückenschlag für die neuen Herausforderungen, die sich im Viertel auch durch den Zuzug der Flüchtlinge ergeben“, beschreibt Fachbereichsleiterin Wiltrud Ysker. „Ich bin gespannt, wie sich die Arbeit vor Ort inhaltlich weiter entwickeln wird.“ Die Stadt versuche, im sozialen Bereich derzeit an verschiedenen Stellen einen Generationswechsel zu vollziehen. „So schaffen wir einen guten Übergang und bekommen auch neue Impulse“, sagt Ysker. Beim Bürgerzentrum sei das nun gelungen.

„Ich möchte die Richtung, die mit dem Bürgerzentrum bisher eingeschlagen wurde in jedem Fall fortsetzen“, kündigt Stellmacher an. „Die Einrichtung ist im Viertel ein absoluter Anker.“ Darüber hinaus gelte es, die bestehenden Netzwerke zu pflegen und bestenfalls weiter zu entwickeln. „Die ersten zweieinhalb Wochen habe ich hauptsächlich dazu genutzt, die Strukturen und vor allem die Menschen vor Ort kennenzulernen. Die sind es schließlich auch, mit denen wir hinterher zusammenarbeiten.“

Für die Zukunft wünscht Stellmacher sich, dass er nicht der einzige Neuling im Magdeburger Viertel bleibt. „Ich möchte versuchen, mehr Menschen aus den anderen Stadtteilen ins Magdeburger Viertel zu holen – auch über gemeinsame Projekte. Denn das Gebiet hat wirklich viel zu bieten.“

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