Achim/Landkreis Verden

Orkan lässt Bäume kippen und legt den Bahnverkehr lahm

Achim ·Landkreis Verden (wei). Es wehte mächtig – auch am Dienstag. Das Sturmtief, das sich über Norddeutschland austobte, hielt Feuerwehren und Polizei in der Region auf Trab.
01.04.2015, 00:00
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Orkan lässt Bäume kippen und legt den Bahnverkehr lahm
Von Felix Weiper
Orkan lässt Bäume kippen und legt den Bahnverkehr lahm

Sturm-Einsätze: In der Achimer Obernstraße (Bild links) sichern Feuerwehrleute Teile eines Daches. Im Landkreis Verden kippten mehrere Bäume um – so wie auf dem Bild rechts in Achim an der Embser Landstraße. Auch hier waren die Feuerwehren gefordert.

Björn Hake

Es wehte mächtig – auch am Dienstag. Das Sturmtief, das sich über Norddeutschland austobte, hielt Feuerwehren und Polizei in der Region auf Trab. Der Orkan legte auch den Bahnverkehr lahm.

Bis gestern Nachmittag zählte allein die Feuerwehr in Achim fünf Einsätze im Stadtgebiet. So hatte etwa an der Obernstraße der Wind einige Blechplatten vom First eines Hausdaches weggeblasen. Sie landeten teilweise auf Dächern benachbarter Häuser. Die Achimer Wehr rückte hier mit einem Leiterwagen an, um Dachelemente zu sichern. An anderen Stellen in Achim hatten Bäume dem Druck des Sturms nichts mehr entgegenzusetzen und kippten um. Ein Sprecher der Polizei Verden erklärte, dass im gesamten Gebiet des Landkreises Verden immer wieder Einsatzkräfte gefordert gewesen seien. Sie räumten Bäume und Äste weg und sicherten gefährdete Straßenabschnitte und Gebäude. Die Deutsche Bahn stoppte ab 16.30 Uhr am Dienstag sämtliche Regionalzüge. Davon betroffen waren auch die Zugpendler zwischen Bremen und Hannover. An den Bahnhöfen in Achim und Verden ging nichts mehr. „Die Sicherheit unserer Fahrgäste muss Priorität haben“, begründete ein Bahnsprecher diesen Schritt. Gestern Abend konnte er noch nicht sagen, wann die Regionalbahnen wieder rollen sollten.

Die Nordwestbahn (NWB), die zwischen Verden und Bremen pendelt, hielt gestern Nachmittag noch ihren Zugverkehr aufrecht – wenn auch mit Verspätungen. „Wir prüfen aber minütlich, ob wir die Züge stoppen müssen“, sagte eine Sprecherin des Unternehmens. Auf anderen NWB-Strecken – etwa zwischen Bremen und Bad Zwischenahn – fielen die Fahrten aus. Mit Spitzenböen von rund 150 Kilometern pro Stunde ist Sturmtief „Niklas“ am Dienstag zum Orkan geworden. Es sei einer der stärksten Stürme der vergangenen Jahre, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit.

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