Besondere Auszeichnung für Henning Warnecke: Er hat einen speziellen Schutzlack für Zahnersatz entwickelt

Ottersberger Zahnarzt sorgt für Furore

Henning Warnecke hat in Kiel den Wissenschaftspreis der Schleswig-Holsteinischen Gesellschaft für Zahn- und Kieferheilkunde erhalten. Der 33-jährige Zahnarzt aus Ottersberg hat einen speziellen Schutzlack für Zahnersatz entwickelt und das Thema in seiner Doktorarbeit vertieft. Die in Kiel ansässige Gesellschaft hat die wissenschaftlichen Ausführungen des jungen Dentisten jetzt mit diesem jährlich bundesweit ausgelobten Preis belohnt.
19.11.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Ottersberger Zahnarzt sorgt für Furore
Von Lars Köppler
Ottersberger Zahnarzt sorgt für Furore

Der Ottersberger Zahnarzt Henning Warnecke ist zwar erst 33 Jahre alt, dennoch hat es der Dentist mit seiner Doktorarbeit über einen von ihm entwickelten Schutzlack für Zahnersatz zu einem Wissenschaftspreis gebracht.

Björn Hake

Henning Warnecke hat in Kiel den Wissenschaftspreis der Schleswig-Holsteinischen Gesellschaft für Zahn- und Kieferheilkunde erhalten. Der 33-jährige Zahnarzt aus Ottersberg hat einen speziellen Schutzlack für Zahnersatz entwickelt und das Thema in seiner Doktorarbeit vertieft. Die in Kiel ansässige Gesellschaft hat die wissenschaftlichen Ausführungen des jungen Dentisten jetzt mit diesem jährlich bundesweit ausgelobten Preis belohnt.

In der Zahnarztpraxis von Dr. Gerhard Treuel am Vogteigarten in Ottersberg ist die Stimmung in diesen Tagen besonders gelöst. Der designierte Nachfolger des erfahrenen Zahnarztes, Henning Warnecke, hat die Praxis kürzlich zu einer großen Ehre geführt. Der 33-Jährige hat für seine Doktorarbeit den Wissenschaftspreis der Schleswig-Holsteinischen Gesellschaft für Zahn- und Kieferheilkunde gewonnen und damit bundesweit für positive Schlagzeilen in der Dentistenszene gesorgt.

„Ich habe einen Schutzlack für Zahnersatz entwickelt und über das Thema meine Doktorarbeit an der Universität in Kiel geschrieben“, erklärt der Jung-Zahnarzt den Grund für die Auszeichnung. Der Schutzlack, so Warnecke weiter, solle die aufgeraute Klebefläche beim Zahnersatz schützen. So werde dessen Halt wesentlich verbessert und die Klebekraft dauerhaft erhalten, sagt Henning Warnecke, der vor dem Zahnarzt-Studium den Beruf des Zahntechnikers erlernte. „Dieses Labor gibt es aber schon nicht mehr“, sah Henning Warnecke für sich als Zahntechniker keine Perspektiven mehr. „Der Beruf ist leider vom Aussterben bedroht“, sagt er trocken.

Das handwerkliche Geschick, das Zahntechniker gewöhnlich auszeichne, komme ihm jetzt als Zahnarzt aber zugute. Von dem Preis ist Henning Warnecke nach eigenen Angaben kalt erwischt worden, die Freude sei natürlich groß gewesen. Immerhin habe er viel Arbeit in sein Projekt gesteckt und rund sieben Jahre an der Dissertation gearbeitet. Die Lorbeeren will der 33-Jährige allerdings nicht alleine ernten. Die Doktorarbeit, betont Henning Warnecke, sei als Gemeinschaftsprojekt mit seinem Tutor zu verstehen. Doch wie dem auch sei: Einen gewichtigen Beitrag zur Grundlagenforschung hat der gebürtige Bremer mit seiner Doktorarbeit allemal geleistet. Ausruhen auf dem Erfolg will sich der Ottersberger Zahnarzt aber keineswegs. Vielmehr bastelt der Wissenschaftspreisträger schon mit klarem Blick an seiner beruflichen Zukunft. Seit dem 1. April behandelt Henning Warnecke, der kürzlich Vater von Zwillingen wurde, die Patienten als Partner in der Praxis von Dr. Gerhard Treuel.

„Ich bin mit meiner Frau aus Kiel nach Ottersberg gezogen, als das Angebot zur Zusammenarbeit kam“, erzählt Henning Warnecke, der sich auf Zahnersatz und Implantate spezialisiert hat. Nach dem Ende seines Studiums hatte Warnecke in einer chirurgischen Praxis in Kiel und in einer Zahnarztpraxis mit dem Schwerpunkt Implantologie gearbeitet. Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung im Bremer Umland sei man dann auf Dr. Treuel gestoßen. „Der Name fiel immer wieder. Ich habe ihn dann einfach angerufen, wir haben uns getroffen und waren uns sofort sympathisch“, berichtet Warnecke, der die Praxis voraussichtlich im Jahr 2016 übernehmen will und auch seine Frau – ebenfalls eine ausgebildete Zahnärztin – einbinden möchte. Während sein privates Glück mit der Geburt der Zwillinge perfekt ist, ist es beruflich noch nicht ganz vollkommen.

„Ich bin noch kein Doktor“, sagt Henning Warnecke. Auf den ersehnten Doktortitel muss er noch ein paar Wochen warten. Im Juni hatte der 33-Jährige seine Promotion eingereicht, sechs bis acht Monate soll es bis zur Entscheidung dauern, weiß Warnecke zu berichten. Bis Anfang 2015 hofft der Ottersberger Zahnarzt auf den Erhalt des Doktortitels.

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