Bundesgerichtshof hob Urteil auf Oytener Tötung wird neu aufgerollt

Verden·Oyten-Bassen (asi). Wegen Tötung auf Verlangen war ein damals 74-jähriger Geschäftsmann aus Oyten-Bassen im November vorigen Jahres zu einer zweieinhalbjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat das Urteil des Landgerichts Verden gestern aufgehoben und zu neuer Verhandlung an das Landgericht Stade verwiesen.
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Von Angelika Siepmann

Verden·Oyten-Bassen (asi). Wegen Tötung auf Verlangen war ein damals 74-jähriger Geschäftsmann aus Oyten-Bassen im November vorigen Jahres zu einer zweieinhalbjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat das Urteil des Landgerichts Verden gestern aufgehoben und zu neuer Verhandlung an das Landgericht Stade verwiesen.

Dort muss der Fall noch einmal aufgerollt werden. Der Angeklagte hatte in dem Verfahren vor der 1. Großen Strafkammer des hiesigen Landgerichts angegeben, seine 21 Jahre jüngere Ehefrau auf deren Wunsch getötet zu haben. Sie sei schwer krank gewesen und habe eine schmerzhafte Geschwulst im Unterleib gehabt. Bei der Obduktion stellte sich heraus, dass der fast zwei Kilo schwere Gebärmuttertumor gutartig und operabel war. Die Tochter der mit einem Revolverschuss im Schlaf getöteten Frau hatte gegen das Verdener Urteil Revision eingelegt. Sie forderte als Nebenklägerin eine lebenslängliche Haftstrafe wegen Mordes. Die Erklärung des Angeklagten zum angeblichen Tötungsverlangen seiner Frau habe das Gericht 'nur unzureichend geprüft', so der BGH.

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