Weiße Wand

Planungen für die weiße Wand am Kreisel liegen auf Eis

Lange liefen die Planungen, wie die weiße Wand am Gieschen-Kreisel gestaltet werden könnte. Eine Lösung schien Ende vergangenen Jahres zum Greifen nah. Doch nun scheitert das Projekt vielleicht ganz.
09.01.2018, 15:50
Lesedauer: 2 Min
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Planungen für die weiße Wand am Kreisel liegen auf Eis
Von Elina Hoepken
Planungen für die weiße Wand am Kreisel liegen auf Eis

So wie jetzt wird es am Gieschen-Kreisel noch etwas länger aussehen.

Björn Hake

Achim. Sie entwickeln sich mittlerweile zu einer richtigen Posse: die Planungen für die weiße Wand am Gieschen-Kreisel. Eine Posse, deren Ende noch lange nicht in Sicht ist. Denn das Projekt liegt nach Angaben von Stadtplanerin Monika Nadrowska erst einmal auf Eis. Eigentlich sollten die Mitglieder des Stadtrates Ende Dezember, wie berichtet, unter vier Vorschlägen von Bremer Kunststudenten auswählen, wie die Wand gestaltet werden soll. Doch kurzfristig hatte der Eigentümer des Hauses angekündigt, dass der Geschäftsraum vermietet werden soll. Ohne die Zustimmung des neuen Mieters konnte somit keine Entscheidung über eine Gestaltung der Fassade getroffen werden.

Wie Monika Nadrowska nun auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilt, gibt es jedoch noch gar keinen Mieter, es wird lediglich nach einem neuen gesucht. Solange hier aber noch keine Entscheidung getroffen ist, muss auch die Wand erst einmal weiß bleiben. „In den nächsten Wochen und Monaten ist die Gestaltung also erst einmal kein Thema mehr“, sagt Nadrowska. Zwar gab es gestern ein Gespräch mit dem Eigentümer, doch Nadrowska zeigte sich zuvor nicht besonders optimistisch, dass man dabei zu einer schnellen Lösung kommen würde. „Fest steht, dass wir erst einmal abwarten müssen, welcher neue Mieter kommt, um dann gemeinsam mit ihm zu besprechen, wie die Gestaltung der Wand aussehen könnte. Immerhin reden wir hier über eine private Fläche.“ Es könne sein, dass dem neuen Mieter die Vorschläge gefallen, aber auch, dass er ganz andere Vorstellungen für die Fassade habe.

„Es besteht also durchaus die Möglichkeit, dass das ganze Projekt im Sande verläuft – wie so oft. Das ist in Achim nichts Besonderes“, sagt Nadrowska pragmatisch. Enttäuscht zeigt sie sich allerdings über die Reaktion vieler Achimer auf die Vorschläge der Kunststudenten. Diese fielen nämlich – unter anderem in den sozialen Netzwerken – nicht besonders positiv aus. „Es war schon eine außergewöhnliche Hass-Welle, die uns da entgegengeschlagen ist“, findet die Stadtplanerin. „Wir haben bei den Planungen für die weiße Wand einmal einen anderen Weg gewählt, aber wir werden so etwas vermutlich nicht noch einmal wiederholen.“

Das Ende für die Verschönerung des Eingangs zur Innenstadt bedeute das jedoch nicht. „Sicherlich werden wir dort irgendetwas verändern – spätestens, wenn das neue Sparkassengebäude steht“, kündigt Nadrowska an. „Ich kann allerdings nicht versprechen, dass die Wand in diese Planungen dann noch mit einbezogen wird.“ Die Stadt habe jedoch den Anspruch, sich gegenüber dem Sparkassengebäude dann besser zu präsentieren. „Die Sparkasse ist aktuell auch noch im Planungsprozess, deshalb haben wir es noch nicht so eilig“, sagt die Stadtplanerin. „Im Laufe des Jahres sollten wir allerdings Klarheit über die Pläne haben, sodass wir im kommenden Jahr konkrete Maßnahmen umsetzen können.“

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