IGS Achim

Platz machen für den Neubau

Im September dieses Jahres sollen die Bauarbeiten für das neue Lernhaus der Achimer IGS beginnen. Zuvor müssen auf der Erweiterungsfläche allerdings erst noch einige Bäume gefällt werden.
24.01.2019, 07:48
Lesedauer: 2 Min
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Platz machen für den Neubau
Von Elina Hoepken
Platz machen für den Neubau

Hinter dem Gebäude der Liesel-Anspacher-Schule müssen zunächst einige Bäume gefällt werden, um Platz für das Lernhaus zu schaffen.

Björn Hake

Lange wurde im vergangenen Jahr über den Umbau der Real- und Hauptschulgebäude für die IGS im Achimer Rat und in den Fachausschüssen diskutiert und auch heftig gestritten. Durch diverse Bedarfsanpassungen musste, wie berichtet, mehrfach um- und neugeplant werden. Im Oktober 2018 einigten sich die Ratsmitglieder dann schließlich auf den Neubau eines Lernhauses an das Gebäude der Liesel-Anspacher-Schule und den barrierefreien Umbau des bestehenden Realschulgebäudes. Nun beginnen nach Angaben der Stadt zeitnah die ersten vorbereitenden Arbeiten für den Neubau.

Die Umbauarbeiten an der IGS sollen bekanntlich in insgesamt vier Bauabschnitten umgesetzt werden. Im ersten Bauabschnitt wird nun ein großer Anbau am Bestandsgebäude der Liesel-Anspacher-Schule entstehen. Dafür müssen allerdings zunächst die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen werden. Um ausreichend Platz für das neue Lernhaus zu haben, sind nämlich Baumfällungen auf der angrenzenden Erweiterungsfläche erforderlich. „Hierfür wurde nun ein hiesiges Fachunternehmen beauftragt“, heißt es von der Stadt. „Die Arbeiten werden bis zum 28. Februar abgeschlossen sein.“ Ein entsprechendes Nachpflanzkonzept sei Bestandteil der laufenden Planungen und werde nach der Inbetriebnahme der neuen Einrichtung zeitnah umgesetzt.

Bauantrag wird vorbereitet

Parallel dazu ist der Fachbereich derzeit damit beschäftigt, den Bauantrag für das Lernhaus vorzubereiten. Aktuell gibt es nach Angaben von Fachbereichsleiter Steffen Zorn noch Probleme mit dem Brandschutz. „Es ist aber geplant, den Bauantrag im Februar einzureichen und parallel dazu dann auch schon mit der Ausschreibung für die entsprechenden Gewerke zu beginnen“, sagt Zorn. Die Hochbauarbeiten werden voraussichtlich im September dieses Jahres beginnen.

In dem zweigeschossigen Neubau sollen ab dem Schuljahr 2020/2021 bis zu 360 Schülerinnen und Schüler auf rund 1250 Quadratmetern unterrichtet werden können. Das Lernhaus soll über den Schulhof erschlossen und mit einem Durchgang an das Hauptschulgebäude angeschlossen werden. Ziel ist es, möglichst viel Außenbereich für die Schüler freizuhalten. Rund 6,1 Millionen Euro plant die Verwaltung für den Neubau ein.

Arbeiten laufen während des Schulbetriebs

Ein besonderer Knackpunkt ist es, dass die Arbeiten alle während des laufenden Schulbetriebs stattfinden werden. „Es ist sicherlich organisatorisch eine große Herausforderung, das alles unter einen Hut zu bringen“, gibt auch Zorn zu. „Und es bedeute für alle Beteiligten – also für die Nutzer, Planungs- und Baufirmen – dass in den nächsten Jahren erhebliche Belastungen auf sie zukommen werden.“ Zumal parallel zur Fertigstellung des Neubaus und auch im Anschluss im bestehenden Gebäude die Mensa erneuert werden muss. Danach soll dann das Gebäude der Realschule barrierefrei umgebaut werden. Für diesen Umbau veranschlagt die Verwaltung insgesamt rund 2,6 Millionen Euro.

„Da all das bei laufendem Schulbetrieb gebaut werden muss, werden wir zwischendurch gegebenenfalls auf provisorische Übergangslösungen mit Mobilbauten zurückgreifen müssen“, kündigt Steffen Zorn an. „Das ist natürlich für Schüler und Lehrer und auch für die Unterrichtsqualität nicht ideal, aber voraussichtlich nicht anders realisierbar.“ Insgesamt wird die Stadt nach eigenen Angaben so für den Um- und Neubau sowie mögliche Zwischenlösungen bis zum Jahr 2023 Investitionen in einer Größenordnung von über neun Millionen Euro tätigen müssen.

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