Grünes und Buntes für den heimischen Garten wechselten auf dem Busparkplatz in Thedinghausen den Besitzer

Prächtige Pflanzen von Privatanbietern

Thedinghausen. Die aktuellen Temperaturen von bis zu 13 Grad, der wolkenverhangene Himmel und der Regen der vergangenen Tage waren nicht allzu verlockend, im Garten zu arbeiten. Trotzdem kamen am Sonnabend viele Gartenfreunde zum privaten Pflanzenflohmarkt auf dem Busparkplatz in Thedinghausen, zu dem Marlis Lindhoff aus Barrien eingeladen hatte, und versorgten sich mit neuen Stauden, Blumen- und Gemüsepflanzen.
08.05.2017, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Prächtige Pflanzen von Privatanbietern
Von Jürgen Juschkat

Thedinghausen. Die aktuellen Temperaturen von bis zu 13 Grad, der wolkenverhangene Himmel und der Regen der vergangenen Tage waren nicht allzu verlockend, im Garten zu arbeiten. Trotzdem kamen am Sonnabend viele Gartenfreunde zum privaten Pflanzenflohmarkt auf dem Busparkplatz in Thedinghausen, zu dem Marlis Lindhoff aus Barrien eingeladen hatte, und versorgten sich mit neuen Stauden, Blumen- und Gemüsepflanzen.

Marlis Lindhoff stand an einem der 16 Stände und verkaufte Selbstgezogenes. Da waren zum Beispiel Bodendecker, Fetthenne, Storchenschnabel und Astern zu sehen. Astern, deren Pflanzzeit sie aktuell ankündigte. Einiges stand da fein sortiert nach Pflanzen für den Schattenbereich oder für ein sonniges Plätzchen. Auf bunten Schildern präsentierte sie die anstehende Blütenpracht und Farbe. „Besonders gefragt sind Bienenweiden“, stellte sie fest. „Heute ist richtig viel los“, fiel ihr Urteil positiv aus. Und: „Diese Veranstaltung hat sich ganz schön gemausert.“ Die Preise für die Pflanzen sollten schon 50 Prozent unter dem Neupreis liegen, merkte sie an.

Zugelassen waren nur Privatanbieter, also keine Händler. Aus Thedinghausen selbst nahmen offensichtlich kaum Flohmarktverkäufer teil, wenn den Autokennzeichen Glauben geschenkt werden darf. Stefan Schütte aus Schwarme hatte an diesem Tag unter anderem Kräuter, Zucchini- und Tomatenpflanzen in seinem Angebot. Eigentlich ist es gar nicht seine Ware, denn das Grünzeug gehört dem Junior, der an diesem Sonnabend aber arbeiten musste. Einer Dame, die die ideale Tomatenpflanze suchte, empfahl der Hobbygärtner die Buschtomate. „Die muss man nicht auskneifen. Oder wollen Sie lieber Cocktailtomaten? An der Johannisbeertomate hängen die Früchte in Rispen dran“, informierte er die Interessentin. Etwas weiter rechts standen auf Schüttes Tisch Kräuter: Erdbeer-, Schoko- und Orangenminze, aber auch Salbei und Waldmeister. „Der Cola-Strauch schmeckt so wie Cola und ist winterhart“, lautete die nächste Hintergrundinformation.

Ute Warneke aus Heiligenfelde hatte neben weißem Staudenphlox russische und historische Tomatensorten stehen. „Aber aufpassen, manche Pflanzen können keinen Frost ab“, warnte sie. Basilikum zum Beispiel pries sie für das Gemüsebeet an, aber auch als Topfpflanze für die Terrasse. „Cuor di bue“, Bio-Saatgut, Fleischtomaten – unterschiedlich waren die Bezeichnungen. Doch dann war auch ein „Kraut der Unsterblichkeit“ zu sehen. Na, wenn es tatsächlich hilft - jedenfalls musste für einen Topf 1,50 Euro bezahlt werden.

Zu den größeren Pflanzen gehörten an einem anderen Stand Buchsbaume, bei denen der Wurzelballen von einem blauen Müllsack umwickelt war. Immerhin sollte der Käufer doch keine Erde in seinem Kofferraum haben. Der Verkäufer aus dem Landkreis Ammerland bot Gartenazaleen, aber auch Rhododendren an – so etwa einen Meter groß. Bei den Farben konnte gewählt werden zwischen Rot, Weiß und Rosa. So günstig wie andere Pflanzen waren diese aber nicht zu bekommen. Da mussten schon um die 13 Euro den Besitzer wechseln.

Monika Lang aus Wulmstorf, die einen großen Garten besitzt, suchte sich gezielt Pflanzen aus und kauft manchmal sogar zu viele, wie sie eingestand. Taglilien, Phlox und japanisches Ziergras gehörten zu ihrem Einkauf. „Ich bin dieses Jahr auf weiße Blüten aus, denn bei mir im Garten ist alles farblich sortiert“, erzählte sie. „Es ist wichtig, dass die Harmonie stimmt und während jeder Jahreszeit etwas blüht. Ich mag Farben, es muss schön bunt sein“, ergänzte die Wulmstorferin. Erst mal nur schauen wollte Fritz Leszinski aus Thedinghausen, der zuhause für den Garten zuständig ist.

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