Mitglieder des Ortsrates Etelsen wollen erst die Bürhger anhören Ratsentscheidung zum 'Sondergenbiet Polo' vertagt

Langwedel-Etelsen. Mit Spannung erwarteten die zahlreichen Besucher auf der Sitzung des Etelser Ortsrats am Mittwochabend neue Informationen über den in Hagen-Grinden geplanten Polo-Club. Vor allem Hagen-Grindener waren es, die in die Aula der Etelser Grundschule kamen. Der Ortsrat sollte eigentlich die Änderung des Bebauungsplans 'Sondergebiet Polo' mit Änderung des Flächennutzungsplans beschließen.
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Von inka sommerfeld

Langwedel-Etelsen. Mit Spannung erwarteten die zahlreichen Besucher auf der Sitzung des Etelser Ortsrats am Mittwochabend neue Informationen über den in Hagen-Grinden geplanten Polo-Club. Vor allem Hagen-Grindener waren es, die in die Aula der Etelser Grundschule kamen. Der Ortsrat sollte eigentlich die Änderung des Bebauungsplans 'Sondergebiet Polo' mit Änderung des Flächennutzungsplans beschließen.

Der Rat vertagte das Thema allerdings zunächst einmal einstimmig. 'Erst die Bürger anhören', lautete die einhellige Begründung. In einer gemeinsamen Sitzung des Ortsrats und des Bauausschusses soll es dann weitergehen.

'Wollen wir in Hagen-Grinden überhaupt eine Polo-Anlage', fragte Bauingenieur Horst Jüntgen und stellte die grobe Planung vor, die eine Bremer Gesellschaft realisieren möchte: Das Wohnhaus in der Hagener Straße 8 soll zu einem Clubhaus mit Holzterrasse und Appartements für Übernachtungen umgebaut werden. In die Stallungen werden Pferdeboxen mit Paddocks gebaut. Außerdem ist eine Reithalle mit den Grundmaßen 85 mal 30 Meter geplant. Und natürlich das Polofeld, das 144 Meter breit und 230 Meter lang werden soll. Daneben sind Ausläufe für die Pferde geplant. Die Zufahrt ist über die Kreisstraße vorgesehen.

Der Polo-Club, momentan in Gründung, plant, in der Sommersaison drei bis vier Einladungsturniere zu veranstalten. Professionelle Betreuer sollen die Polopferde versorgen und trainieren sowie Trainer Reiter und Nachwuchs ausbilden. Da das Gelände als Außenbereich im Sinne des Städtebaurechts gilt, ist eine Realisierung wegen fehlender Privilegierungsvoraussetzungen nur über die Änderung des Flächennutzungsplanes möglich, erklärte Jüntgen.

Für Wolfgang Ewert (SPD) gab es viele offene Fragen. 'Bevor wir in das formelle Verfahren einsteigen, sollten wir die Bürger informieren und ihre Meinung einholen', sagte er. Beispielsweise sei zu prüfen, ob das Sportangebot für alle offen und wie hoch die Reithalle sei. 'Wir haben ja nur die Maße des Grundrisses', merkte er an. Vor allem sei zu klären, ob nicht eine 'Lex Polo' geschaffen werde und damit andere im Ort benachteiligt werden. Ewert schlug vor, die Poloanlage in Langenhagen zu besichtigen und dann eine Bürgerversammlung zu veranstalten, auf der Fachleute wie Investor, Architekt, Wasserwirtschaftsamt und der Präsident des niedersächsischen Poloverbandes Rede und Antwort stehen.

Auch Petra Schütte (CDU) sprach sich für eine zeitnahe Bürgeranhörung aus. Anschließend, so schlug sie vor, sollen Ortsrat und Bauausschuss gemeinsam tagen. 'Wir wollen kein Stuttgart 21 und deshalb erst hören, was die Bürger dazu sagen', meinte Karin Goedeke (WGL). Denn die Anlage werte Hagen-Grinden zwar optisch auf, doch dann sei der Ort nicht mehr das, was er jetzt ist.

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