Kommentar über das Trainer-Aus in Uphusen

Respektable Selbstkritik

Dass sich Fabrizio Muzzicato und der TB Uphusen getrennt haben, kommt wenig überraschend daher. Eine Aussage des Ex-Trainers verdient aber viel Respekt, findet unser Redakteur Florian Cordes.
30.09.2019, 16:24
Lesedauer: 1 Min
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Respektable Selbstkritik
Von Florian Cordes
Respektable Selbstkritik

Sven Apostel (rechts) übernimmt den Posten von Fabrizio Muzzicato interimsweise.

Björn Hake

Jetzt ist es also passiert: Fabrizio Muzzicato ist nicht mehr Trainer des TB Uphusen. Überraschend kommt die Trennung nicht. Wer sich in den vergangenen Tagen mit Muzzicato unterhalten hat, der bekam das Gefühl, dass sich die Zusammenarbeit zwischen dem Coach und dem Fußball-Oberligisten dem Ende nähert. Und die Trennung ist auch nachvollziehbar. Denn am Arenkamp ging es nicht mehr voran. Eine sportliche Entwicklung – und zwar eine positive – war nicht ersichtlich. Das zeigt auch der Tabellenstand.

Vergessen werden darf sicherlich nicht, dass Muzzicato mit Sebastian Kmiec, Dennis Janssen und Kerem Sahan drei Spieler kurz vor oder während der Saison verloren hat, die in den Planungen des Trainers eine wichtige Rolle einnahmen. Den sportlichen Misserfolg aber allein an diesen Abgängen festzumachen, wäre zu kurz gedacht. Und weil bisher zu wenige Punkte geholt worden sind, ist die Trennung nur die logische Folge. So ist das Fußballgeschäft nun einmal.

Was Muzzicato aber ehrt – er fragt sich selbst, ob sein Können als Trainer vielleicht nicht ausgereicht hat, um den TB Uphusen durch eine ruhige Saison zu führen. So viel Selbstkritik so ehrlich zu zeigen, verdient großen Respekt. Nun bricht am Arenkamp die Zeit an, in der sich zeigen wird, ob in Muzzicatos Selbsteinschätzung die Wahrheit liegt, oder die Qualität der Spieler für eine ruhige Saison in der Oberliga Niedersachsen einfach nicht ausreicht.

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