Im Juni startet zum siebten Mal das „Holtebüttel rockt“-Festival / Noch freie Plätze beim Bandcontest

Rock’n’Roll auf der Pferdeweide

Langwedel-Holtebüttel. Ein kleiner Wirtschaftsweg, der vermeintlich in die Tiefen Holtebüttels führt, ist mehr, als er auf den ersten Blick zu sein scheint. Denn an einem Wochenende im Juni pilgern Rockfans darauf zu einer Pferdeweide, die an zwei Tagen im Jahr zum Festival-Gelände umfunktioniert wird.
05.02.2016, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Ina Friebel

Ein kleiner Wirtschaftsweg, der vermeintlich in die Tiefen Holtebüttels führt, ist mehr, als er auf den ersten Blick zu sein scheint. Denn an einem Wochenende im Juni pilgern Rockfans darauf zu einer Pferdeweide, die an zwei Tagen im Jahr zum Festival-Gelände umfunktioniert wird. Seit 2010 gibt es das „Holtebüttel rockt“-Festival. Ihre Anfänge nahm die Veranstaltung auf dem Schützenplatz des Ortes. „Das Schützenfest fand immer weniger Anklang“, erzählt Lars Rohde, Organisator und Mitglied im „Holtebüttel rockt“-Verein. „Also haben wir uns mit ein paar Leuten zusammengesetzt und überlegt, was wir tun könnten, um wieder mehr Leben hinein zu bekommen.“ Unterstützung erhielten sie dabei vom Schützenverein Holtebüttel.

Die Planung für das erste Festival begann im Januar 2010. „Innerhalb von fünf Monaten hatten wir 15 Bands zusammen“, erinnert sich Rohde. Von Anfang an mit dabei waren Project Thunderbolt, die in diesem Jahr erstmals nicht auftreten. Nicht nur Musiker aus dem Umland, auch aus Hamburg und sogar aus Frankreich sind bereits Bands nach Holtebüttel gekommen.

2013 gründeten die Organisatoren den Verein „Holtebüttel rockt“. Seitdem veranstalten sie das Festival in Eigenregie, ohne Unterstützung des Schützenvereins. Das Festival findet findet zudem nicht mehr auf dem Schützenplatz, sondern auf einer Weide, 500 Meter vom Ursprungsort entfernt, statt. „Dort sind weniger Anwohner, auf die wir Rücksicht nehmen müssen“, sagt Rohde, dem das gute Verhältnis zu allen Beteiligten wichtig sei.

Insgesamt kommen an beiden Festivaltagen rund 800 Besucher. „Mittlerweile melden sich die Bands bei uns und fragen, ob sie bei ,Holtebüttel rockt’ auftreten dürfen“, erzählt der Organisator. Musikdirektor Robert Bogner wählt dann die Besten unter ihnen aus. „Wir gucken, was – auch finanziell gesehen – passt“, sagt Rohde. Schließlich finanziere sich der 40 Mitglieder starke Verein lediglich über Mitgliederbeiträge und Sponsoren, von denen sich die Festival-Organisatoren noch deutlich mehr wünschen.

Derzeit sind Lars Rohde und seine Mitstreiter bereits mitten in der Planung für das nächste Festival, das am 10. und 11. Juni stattfinden wird. „Gerade werden die Plakate und Flyer gedruckt, die wir bald verteilen werden.“

Nicht nur der Veranstaltungsort, auch der Ablauf hat sich in den vergangenen Jahren geändert. „Seit einiger Zeit veranstalten wir freitags einen Bandcontest“, berichtet Rohde. Wer gewinnt, darüber entscheidet das Publikum. Am darauffolgenden Tag treten ab 18 Uhr insgesamt vier Bands auf. In diesem Jahr sind das Scenery, We are Riot, Omas ganzer Stolz und Bad Intention. Für den Bandcontest sind sind noch Plätze frei. „Wer Interesse hat, kann sich übers Internet bei uns melden“, sagt Rohde, der auf Qualität setzt. „Uns ist es wichtig, dass die Bands eine vernünftige Bühne bekommen und nicht auf einem Lkw spielen müssen.“ Bei der Musikrichtung setzen die Vereinsmitglieder auf Rock und Hardrock. „Rocker sind unserer Erfahrung nach die friedlichsten Menschen“, hat Rohde festgestellt. „,Holtebüttel rockt’ ist deshalb wie eine Familienfeier.“ Zum harten Kern zählen fünf Festivalbesucher, die von Anfang an dabei waren und die einzigen sind, die stilecht auch auf dem Gelände campen. „Die Zeit bevor die Konzerte beginnen, vertreiben sie sich mit Grillen und Musikhören“, erzählt Rohde. „Sie lassen es sich gut gehen.“

Nicht nur die Musik sorgt für gute Laune bei den Festivalbesuchern – nach dem Headbangen können sie sich mit dem angebotenen Essen für den nächsten Auftritt wappnen. „Wir haben einen top Würstchengriller und einige Vereinsmitglieder bieten vegetarische Burger an.“

Insgesamt zwölf Vereinsmitglieder kümmern sich um die komplette Organisation des Festivals. Vom Bierverkauf über Bühnenaufbau bis hin zur Bandbetreuung. „Mein Traum wäre es, wenn dieses Jahr 1000 Leute kommen würden“, hofft Rohde.

Der Eintritt ist am Freitag, 10. Juni, kostenlos. Am Sonnabend, 11. Juni, betragen die Kosten acht Euro. Tickets gibt es an der Abendkasse oder – ebenso wie weitere Infos zu den Bands und zur Anreise – unter www.h-rockt.de.

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