Umfrage der Stadtbücherei Achim

Eine Bibliothek zum Verweilen

Im Herbst vergangenen Jahres hat die Stadtbibliothek eine Umfrage zur Qualität der Einrichtung durchgeführt. Rund 480 Bürger haben sich daran beteiligt.
09.09.2020, 14:44
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Eine Bibliothek zum Verweilen
Von Elina Hoepken
Eine Bibliothek zum Verweilen

Zum zweiten Mal seit 2016 hat die Stadtbibliothek im Herbst vergangenen Jahres eine Umfrage durchgeführt.

Björn Hake

Vier Jahre ist es her, dass die Achimer Stadtbibliothek das letzte Mal eine Umfrage unter ihren Nutzern durchgeführt hat. Die Resonanz war damals im Jahr 2016 mehr als mau. Gerade einmal 53 Bürger beteiligten sich an der Umfrage. Die Ergebnisse waren demnach wenig repräsentativ. Mit diesen Erfahrungen und Zahlen im Hinterkopf freute sich Stephan Leenen, Leiter der Achimer Stadtbibliothek, daher umso mehr, dass bei der jüngsten Meinungserhebung im Oktober 2019 insgesamt 475 Fragebögen eingereicht wurden.

„Uns war es besonders wichtig, mit der Umfrage Jugendliche und bisherige Nicht-nutzer zu erreichen“, beschrieb Leenen das Ziel. Um das zu erreichen, lagen die Fragebögen nicht nur in der Bibliothek selbst aus, sondern wurden auch an einem Stand auf dem Wochenmarkt verteilt. Darüber hinaus nutzte die Bibliothek ihre Kontakte zu den Achimer Schulen und gab die Fragebögen auch an einige Schulklassen des Cato-Bontjes-van-Beek- Gymnasiums und der Realschule. „Allein 170 Rückmeldungen haben wir letztlich aus den Schulen bekommen“, berichtete Leenen in der jüngsten Sitzung des Sport- und Kulturausschusses. „Das war für uns schon sehr erfolgreich.“ 175 Fragebögen entfielen auf die Altersgruppe der über 50-Jährigen und 146 auf die Altersgruppe der unter 15-Jährigen. Von den 475 Rückläufen stammen laut Leenen 36 Prozent von regelmäßigen Nutzern und 22 Prozent von Nichtnutzern. Bei den regelmäßigen Nutzern überwiegt demnach die Altersgruppe Ü50 (62 Prozent). Unter-15-Jährige sind mit zwölf Prozent deutlich unterrepräsentiert.

Viele Bedarfe mittlerweile

„Die Zufriedenheit mit der Stadtbibliothek und ihrem Angebot ist weiterhin hoch und im Bereich der Medienangebote sogar gestiegen“, berichtete Leenen aus der Erhebung. Bei den Nutzungen der Bibliothek stehe die Medienausleihe nach wie vor mit deutlichem Abstand an erster Stelle. „Allerdings hat auch die Wlan-Nutzung deutlich zugenommen. Daran zeigt sich, dass in der Bibliothek nicht mehr nur die Ausleihe im Fokus steht. Sie ist vielmehr auch ein Ort der Entschleunigung und des Zusammenkommens.“ Es gebe mittlerweile viele Bedürfnisse und Bedarfe, die dort abgedeckt werden müssten.

Ein wichtiger Faktor dafür ist auch die Aufenthaltsqualität. Und so wurde auch in der aktuellen Umfrage der Wunsch nach zusätzlichen Sitzgelegenheiten wieder laut. „Die Sitzgelegenheiten sind ein Thema, das uns seit dem Bestehen der Bibliothek begleitet“, gab Leenen zu. „Wir sind schließlich räumlich sehr begrenzt.“ Er warb daher darum, darüber nachzudenken, die Freiräume links und rechts neben der Treppe zum Beispiel für Computerarbeitsplätze zu nutzen und entsprechend zu überbauen.

Ruf nach Online-Bezahlsystem

Eines der wichtigsten Projekte, die laut Leenen zeitnah umgesetzt werden müssen, ist aber die Einführung eines Online-Bezahlsystems. „Ich wünsche mir, dass wir bei dem Thema endlich weiterkommen, denn dieser Service wird von den Nutzern einfach erwartet.“ Und auch die Politik zeigte sich nicht gerade erfreut darüber, dass das Bezahlsystem noch nicht umgesetzt wurde. „Da muss in diesem Jahr noch was passieren“, forderte Herfried Meyer (SPD).

Fachbereichsleiterin Wiltrud Ysker erklärte, dass man sich im Rathaus sehr schwer tue mit diesem Thema. „Wir sind im gesamten Haus auf dem Weg Online-Bezahlverfahren besser zu realisieren“, sagte sie. „Ich gehe davon aus, dass wir im nächsten Jahr damit in die Anwendung gehen können.“

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