Gemeinden Ottersberg und Oyten protestieren gegen Torfabbau Schutz des Moores hat Vorrang

Ottersberg·Oyten. Politik und Verwaltung im Flecken Ottersberg und in der Gemeinde Oyten sind einmütig gegen den geplanten Torfabbau zwischen Badenermoor und Posthausen. 42 Hektar des insgesamt 157 Hektar großen Areals gehören zum Flecken Ottersberg - zum Ortsteil Posthausen-Schanzendorf.
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Von Uwe Dammann und Lars Köppler

Ottersberg·Oyten. Politik und Verwaltung im Flecken Ottersberg und in der Gemeinde Oyten sind einmütig gegen den geplanten Torfabbau zwischen Badenermoor und Posthausen. 42 Hektar des insgesamt 157 Hektar großen Areals gehören zum Flecken Ottersberg - zum Ortsteil Posthausen-Schanzendorf.

Aus Sicht von Verwaltung und Politik führe ein industrieller Torfabbau in diesem Bereich zum Verlust der landwirtschaftlichen Nutzflächen und des moortypischen Bodenaufbaus. 'Dadurch würde in dem Gebiet das derzeitige Mosaik, bestehend aus Moorbirkenwäldern, offenen Gründlandbereichen und den angrenzenden Findorffschen Moorsiedlungen, verloren gehen', sagte Bauamtsleiter Ralf Schack.

In einer Tiefe von zwei Metern soll hier das Moor abgebaut werden, ergänzte Bürgermeister Horst Hofmann und wies gleichzeitig daraufhin, dass im benachbarten Landkreis Rotenburg der Torfabbau grundsätzlich begrüßt werde. 'Dort sollen nach dem Abbau in den Moorgebieten Naturschutzflächen mit großen Seen entstehen. Dennoch sei man im Kreis Verden insgesamt der Meinung, dass hier der Schutz des Moores höher anzusiedeln sei', so Hofmann.

Auch die Gemeinde Oyten wird ihre massiven Bedenken beim Land Niedersachsen vortragen. Der Ausschuss für Umwelt und Gemeindeentwicklung folgte damit auf seiner jüngsten Sitzung der Empfehlung des Bauamtsleiters Michael Rath. 'Wir haben viele Landwirte, die Flächen in diesem Gebiet haben.

Denen wird die Existenz entzogen', so der Experte. Gerade das beschauliche Dorfleben in Bassen könne unter dem Torfabbau leiden. Rath befürchtet durch Lärm, Verkehr und Staub enorme Belästigungen für die Bassener Bevölkerung.

Außerdem moniert Bauamtsleiter Rath, dass der geplante Torfabbau im 'krassen Widerspruch' der Landschaftspläne zum Landschaftsrahmenplan des Landkreises Verden stünde. Große Chancen auf eine positive Reaktion aus Hannover geben sich zumindest die Oytener allerdings nicht.

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