Handball-Oberliga Männer

SG Achim/Baden bezwingt den TV Bissendorf-Holte auswärts mit 30:26

Coach Tobias Naumann ist hochzufrieden mit seiner Mannschaft, der SG Achim/Baden, die beim TV Bissendorf-Holte triumphiert hat.
23.02.2020, 20:27
Lesedauer: 2 Min
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SG Achim/Baden bezwingt den TV Bissendorf-Holte auswärts mit 30:26
Von Patrick Hilmes
SG Achim/Baden bezwingt den TV Bissendorf-Holte auswärts mit 30:26

Durfte sich über einen weiteren Erfolg freuen und verteilte anschließend reichlich Lob: Tobias Naumann, Coach der SG Achim/Baden.

Björn Hake

Bissendorf. Gewinnt eine Mannschaft, wollen die meisten Trainer nicht einzelne Spieler herausheben. Das Team habe das Spiel gewonnen, heißt es dann oft. Tobias Naumann hat nun eine andere Variante gewählt, die aber im Grunde das gleiche aussagt. Der Coach der SG Achim/Baden zählte gleich fünf Namen seiner Schützlinge auf, die herausgestochen hätten, beendete diese Aufzählung aber mit einem Gesamt-Kompliment. „Besonders überzeugt hat die Mannschaft“, betonte er freudig. Den Grund dazu lieferten seine Spieler mit einem 30:26 (17:12)-Erfolg in der Handball-Oberliga beim TV Bissendorf-Holte.

Steffen Fastenau avancierte mit zehn Treffern zum besten Schützen der Gäste, doch ein Einzellob wollte Tobias Naumann nicht verteilen. Daher setzte er zu seiner Aufzählung an: „Die Mannschaft hat Steffen ermöglicht, so viel zu treffen, was er dann auch sehr gut gemacht hat. Aber auch Hendrik Budelmann hat seine Chance genutzt, da Kevin Podien noch im Urlaub ist. Das gilt ebenso für Jannis Jacobsen. Auch Seele (Keeper Arne Von Seelen, Anm. d. Red.) hat ein Riesen-Kompliment verdient. Er hat den Rest, den unsere starke Deckung durchgelassen hat, abgefischt. Und Martin Dybol war bei zwei Siebenmetern drin und hat diese gehalten. Es haben also viele eine starke Leistung gezeigt.“

Hätte Tobias Naumann dieses Resümee nach der Anfangsphase gezogen, wäre es nicht so positiv ausgefallen. Denn die SG hatte Probleme, ins Spiel zu finden. Das lag unter anderem auch am Gegner. Der hatte die Gäste nämlich mit reichlich Selbstbewusstsein empfangen. „Nach dem Sieg zuletzt gegen den Tabellenführer Cloppenburg war Bissendorf sehr souverän, das sah gut aus. Die hatten eine gute Portion Selbstvertrauen“, bestätigte Naumann. Doch das galt auch für die Spielgemeinschaft, hat sie sich doch in den vergangenen Wochen aus dem Tabellenkeller herausmanövriert. Und das wurde dann auch in Bissendorf nach rund zehn Minuten sichtbar. Einen 6:8-Rückstand drehten Fastenau und Co. schnell in eine 14:10-Führung um und verwiesen zur Pause auf einen Fünf-Tore-Vorsprung.

„Wir hatten Bissendorf dann gut im Griff. Doch wir wussten, dass eine solche Mannschaft zu Hause zurückkommen kann“, betonte Naumann. Und so kam es auch. Nach Wiederanpfiff nahm sich die SG laut Naumann eine „Torwurf-Auszeit“, und somit stand es in der 38. Minute 17:17. Doch die Gäste bewahrten die Ruhe, fanden zurück zu ihrem Spiel, setzten sich Tor um Tor wieder ab und feierten letztendlich einen souveränen Sieg.

In der Tabelle nimmt Achim/Baden nun Rang neun mit vier Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze ein. Gelassenheit kehrt bei Tobias Naumann deshalb aber nicht ein, immerhin ist sein Team der beste Beweis dafür, wie schnell sich solch eine Situation ändern kann. „Bringen wir die Qualität und den Einsatz weiter so auf die Platte, dann bin ich zuversichtlich. Aber man kann sich auf die Tabelle nicht verlassen. Heute dürfen wir uns freuen, aber morgen schauen wir schon auf den nächsten Gegner.“

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