Pedelec-Training in Achim-Bierden Sicher auf dem Sattel

Die Polizei Verden hat zu einer zweistündigen Pedelec-Informationsveranstaltung geladen und konnte sich auch über Beteiligung freuen. Nach einem Theorieteil stand draußen der Praxistest an.
04.07.2019, 17:01
Lesedauer: 2 Min
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Von Nico Brunetti

„Das ist eine feine Sache“, meinte Günter Schützler nach einer Testfahrt mit einem Pedelec – auch als E-Bike bekannt. Nur ein paar Minuten später reagierte auch seine zwei Jahre jüngere Ehefrau Waltraud positiv. „Wunderbar“, sagte die 78-Jährige. Beide befanden sich zu dieser Zeit auf dem Gelände der Grundschule Bierden. Dort lud die Polizei Verden am Donnerstagmorgen zu einer interaktiven und kostenlosen Pedelec-Informationsveranstaltung ein. Sowohl der Theorie- als auch der Praxisteil dauerte dabei jeweils eine Stunde. Die Leitung übernahmen Anika Wrede, Verkehrssicherheitsberaterin der Polizei Verden, und Katja Brammer, Kontaktbeamtin der Polizei Achim. Hierbei konnten sie acht Teilnehmer begrüßen.

Darunter befanden sich eben auch die Schützlers. Das Ehepaar wohnt in Bierden und entschied sich erst kurzfristig, unangemeldet dieser Veranstaltung beizuwohnen. „Wir dachten uns: Wir gehen mal hin und gucken uns das einfach mal an“, berichtete Günter Schützler. Unter den Anwesenden waren sie zugleich die Einzigen, die noch kein Pedelec besitzen. Weil die Achimer aber über eine Anschaffung nachdenken, erschien ihnen eine Teilnahme sinnvoll. Ihre Vermutung sollte sich auch bewahrheiten. Jedenfalls zeigte sich Günter Schützler am Ende zufrieden. „Vielen Dank, das ist sehr aufschlussreich gewesen. Wir haben einiges gelernt“, lobte er nach zwei Stunden die Polizeibeamtinnen Wrede und Brammer.

Aufgeweckte Teilnehmer

Mehr denn je erwägen die Fahrradbesitzer nun auch einen Kauf von Pedelecs. Es ist das Ergebnis der Probefahrt, die sie mit Brammers Pedelec machen durften. „Also ich wäre nicht abgeneigt. Mit einem Pedelec hast du es leichter. Es fährt sich so, als würde dich jemand von hinten schieben“, beschrieb Günter Schützler. Gerade für Radtouren mit weiteren Entfernungen sei das Verkehrsmittel demnach geeignet. Auch der gesundheitliche Aspekt dürfe dabei nicht vernachlässigt werden, zumal seine Frau Waltraud Schützler immer mal wieder mit körperlichen Problemen zu kämpfen hat. „Mit einem Pedelec kann man seine Reichweiten ausbauen und beispielsweise einfach mal nach Verden fahren. Für den Körper ist es angenehmer.“

Die meisten anderen Teilnehmer hatten schon mehr Erfahrung mit einem Pedelec vorzuweisen. So war im Rahmen des Theorieteiles in einem Klassenzimmer der Grundschule Bierden gleich dreimal von vier Jahren die Rede. Alle, Routinierte sowie Frischlinge, fielen dabei mit einer hohen Aufgewecktheit auf. Demnach wurden dort viele Erlebnisse auf den Straßen geteilt und auch einige Fragen an die Leiterinnen gestellt.

Unfälle häufen sich

In einer lockeren Atmosphäre legten Anika Wrede und Katja Brammer den Schwerpunkt darauf, über die Regeln im Verkehr zu informieren. Das sind im Grunde die gleichen wie für Fahrradfahrer. Neben der Antwort auf die Frage „Wo darf ich fahren?“ klärte die Verkehrssicherheitsberaterin der Polizei Verden über die Konsequenzen von Ordnungswidrigkeiten, zum Beispiel einer Handybenutzung, auf. Wrede ermunterte zudem dazu, nicht zwanghaft auf sein Recht zu bestehen. „Die Unfälle mit Pedelec-Fahrer häufen sich. Man muss Obacht haben, man gehört zu den Schwächeren im Straßenverkehr.“

Im Praxisteil waren die Teilnehmer natürlich vor allem mit Fahrübungen beschäftigt. Unter anderem fuhren sie Slalom, aber auch das Kreisel- oder Langsamfahren stand auf dem Programm. Des Weiteren beinhaltete die Veranstaltung einen Bremstest. Eine zweite Pedelec-Informationsveranstaltung findet am Freitag, 5. Juli, ab 10 Uhr auf dem Gelände des Landkreises Verden statt. Wie Wrede und Brammer im Nachgang ankündigten, sind darüber hinaus weitere solcher Angebote geplant, ein möglicher nächster Austragungsort könnte unter anderem die Astrid-Lindgren-Schule in Achim sein.

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