Leichtathletikanlage frühestes 2023

Achimer Sportausschuss bespricht anstehende Ausgaben

Dass der TSV Achim bei seinem Bauvorhaben finanziell unterstützt wird, dürfte in den Haushaltsberatungen ein Selbstgänger sein. Eine neue Leichtathletikanlage soll es laut Verwaltung aber noch nicht geben.
24.01.2021, 15:49
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Achimer Sportausschuss bespricht anstehende Ausgaben
Von Kai Purschke

In dieser Woche gehen die Beratungen zum neuen Achimer Doppelhaushalt in eine weitere Runde. Wie berichtet, tagt bereits an diesem Montag, 25. Januar, ab 17 Uhr der Schulausschuss öffentlich im Rathaus und wird dabei auch vor allem über den Mensaneubau an der IGS sprechen. Schon am Dienstag, 26. Januar, setzt sich ebenfalls im Rathaus ab 17 Uhr der Ausschuss für Sport und Kultur mit den geplanten Ausgaben für die Jahre 2021 und 2022 auseinander.

Nachdem die Stadt Achim im vergangenen Jahr den Allwetterplatz am Sportzentrum fertiggestellt und eingeweiht sowie das Freibad weiter umgebaut hat, steht nun das nächste Großprojekt vor der Tür. Das Sportlerheim des TSV Achim soll saniert und erweitert werden. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf 850.000 Euro und die Stadt trägt 210.000 Euro dazu bei, in dem die nächsten drei Jahre jeweils rund 70.000 Euro ins Projekt fließen sollen.

Wie bereits berichtet, möchte der TSV Achim seine sanitären Anlagen und die bestehende Sporthalle mit Nebenräumen sanieren sowie eine neue Sporthalle samt behindertengerechter Umkleide und Sanitäranlagen bauen. Dazu hatte der Sportverein eigentlich eine Förderung von der Stadt Achim in Höhe von 850.000 Euro beantragt. Die Stadt aber wollte explizit nicht die neue Sporthalle fördern, die nur vom TSV Achim genutzt wird. Ihre Zusage über 210.000 Euro machen ein Drittel der anfallenden Sanierungskosten aus.

Auch der Landkreis Verden und der Landessportbund Niedersachsen fördern das Projekt. „Konkret fördern wir die Sanierung des Bestandes, dazu fördern wir auch die geplante Sanierung der Außenanlagen, den Neubau der Heizung und auch den Teil des Bestandes, der in die neue Halle integriert wird“, hatte Fachbereichsleiter Steffen Zorn bereits vor zwei Jahren den Fraktionen erklärt. Auch werden der Neubau der Umkleide sowie die Sanitärbereiche, die teilweise vom Bestand in den Neubau „umziehen“, und die Barrierefreiheit – alles inklusive der Planungskosten – gefördert.

Darüber hinaus hätte die Stadtverwaltung „als nächstes großes Sportförderungsprojekt aus dem Sportentwicklungsprozess“, wie sie es in ihrer Beschlussvorlage bezeichnet, gerne schon im neuen Haushalt den Neubau einer vollwertigen Leichtathletikanlage im Bereich des Sportzentrum Achim eingeplant. Aber: Die Kosten für das Gesamtprojekt belaufen sich auf rund 300.000 Euro und aufgrund der angespannten Haushaltslage sei verwaltungsintern entscheiden worden, das Projekt zunächst außen vor zu lassen. „Die Diskussion darüber soll ins Jahr 2022, rechtzeitig vor der Neuaufstellung des Haushaltes 2023/ 2024, verschoben werden“, erklärt sie.

Ein weiteres Thema für die Mitglieder des Ausschusses sind generell die Sportförderungen, die eine freiwillige Leistung der Stadt darstellen. Diese gliedert sich in eine direkte (finanzielle Programme/Zuschüsse) und indirekte Förderung (Unterhaltung Sportstätten). Allein für die Unterhaltung von neun Sportanlagen in der Stadt mit einer Gesamt-Grundstückgröße von rund 290.000 Quadratmetern – darunter 17 Fußballfelder und verschiedene Beachsport- und Leichtathletikanlagen sowie multifunktionale Sportstätten (Kunststoffspielfelder, DFB-Minifeld) und Nebenflächen wie Parkplätze – hat die Stadt etwa im Jahr 2019 rund 430.000 Euro aufgewendet.

Insgesamt betrug die indirekte Sportförderung somit knapp 1,2 Millionen Euro und die direkte Förderung (ohne Einzelanträge von Sportvereinen für größere bauliche Maßnahmen) 156.000 Euro.

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