Vom 16. bis 22. September Achim beteiligt sich an Europäischer Mobilitätswoche

Achim beteiligt sich in diesem Jahr zum zweiten Mal an der Europäischen Mobilitätswoche. Vom 16. bis zum 22. September gibt es unterschiedliche Aktionen, die sich alle mit nachhaltiger Mobilität beschäftigen.
09.09.2021, 16:36
Lesedauer: 4 Min
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Achim beteiligt sich an Europäischer Mobilitätswoche
Von Elina Hoepken

Die Woche vom 16. bis zum 22. September steht ganz im Zeichen der nachhaltigen Mobilität. Das ist bereits seit rund 20 Jahren der Fall und gilt für Kommunen aus ganz Europa. Im Jahr 2002 wurde nämlich die Europäische Mobilitätswoche von der Europäischen Kommission ins Leben gerufen. Ganz so lange ist die Stadt Achim zwar noch nicht dabei, aber in dieem Jahr nimmt sie immerhin schon zum zweiten Mal an der Kampagne teil. "In dieser Woche sollen Vereine, Institutionen und Ehrenamtliche die Möglichkeit und eine Plattform bekommen, um zu zeigen, was sie unter Mobilität in Achim verstehen", sagt Janina Bochnig von der Wirtschaftsförderung der Stadt. Herausgekommen ist nach diesem Aufruf für dieses Jahr eine bunte Mischung an Angeboten.

Mit dabei ist unter anderem die Aktion "3000 Schritte für die Gesundheit" der drei Sportvereine TSV Achim, TV Baden und TSV Uesen, die am Donnerstag, 16. September, einen etwa einstündigen Spaziergang mit kleinen Übungen für die geistige und körperliche Fitness anbieten. Los geht es um 14 Uhr am Clüverhaus. Darüber hinaus findet am Freitag, 17. September, ab 17 Uhr auch wieder ein von der Achimer Touristinfo organisierter Stadtrundgang mit Maren Knüppel als Nachtwächterin Martha van Acheim statt.

Von den Füßen aufs Fahrrad geht es dann für Interessierte am Sonnabend, 18. September, bei einer Entdecker-Tour durch die Stadt. Alle interessierten Einwohner – insbesondere aber neu zugezogene Bürger – sind eingeladen, ihre Heimat vom Rad aus zu entdecken. Während der Tour bekommen die Teilnehmer auch einige Informationen zur Geschichte Achims mit auf den Weg. Startpunkt für die Tour ist um 14 Uhr am Zigarrenmacherdenkmal vor dem Rathaus. In unmittelbarer Nähe, nämlich auf dem Achimer Baumplatz, stellen sich am selben Tag ab 9 Uhr viele verschiedene Akteure den Fragen der Achimer Bürger zum Thema Mobilität. Mit dabei sind der Achimer Bürgerbus, ein Infomobil der Verkehrsverbundes Bremen/Niedersachsen, die "AzweiO" und Cambio. "Der komplette Baumplatz wird zu diesem Zweck abgesperrt und wir hoffen, dass wir mit den unterschiedlichen Vertretern möglichst viele Interessen abfangen können", sagt Stefanie Schleef, ebenfalls von der Wirtschaftsförderung der Stadt. "Unser Ziel ist es, die Vielfältigkeit der Mobilitätsangebote in der Stadt zu präsentieren." Darüber hinaus wird auch die Kontaktbeamtin Katja Brammer zusammen mit der Verkehrssicherheitsberaterin der Polizeiinspektion Verden/Osterholz, Anika Wrede, vor Ort sein und ein Fahrsicherheitstraining mit Parcour für Fahrrad- und Pedelecfahrer anbieten.

Freier Eintritt im Freibad

Für alle Achimer, die umweltfreundlich mit dem Fahrrad unterwegs sind, gibt es dann am Sonntag, 19. September, im Achimer Freibad noch eine besondere Aktion. Sie erhalten an diesem letzten Tag der Badesaison in der Zeit zwischen 11 und 15 Uhr nämlich freien Eintritt, wenn sie mit dem Fahrrad zum Freibad kommen. Ganz aufs Fahrrad setzt am selben Tag auch ein Angebot der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Achim und des Flecken Ottersberg. Beide bieten eine Sterntour mit dem Rad auf dem neuen Cato-Bontjes-van-Beek-Radweg (siehe Infokasten) nach Bassen zu Blocks Huus an. Startpunkte sind um 14.15 Uhr am Cato-Gymnasium in Achim und am Cato-Bontjes-van-Beek-Weg hinter der Kirche in Fischerhude.

"Unser Ziel war es, bei der diesjährigen Mobilitätswoche Angebote über alle Generationen hinweg anzubieten", berichtet Bochnig. "Wir wollen alle Altersgruppen für das Thema sensibilisieren." Aus diesem Grund habe man auch die Sozialpädagogische Familien- und Lebenshilfe (Sofa) mit ins Boot geholt. Die bieten ab dem 16. September einen Trimm-dich-Pfad der besonderen Art an. Mit Hilfe einer App können sich die Teilnehmer auf eine digitale Schnitzeljagd begeben, bei der sie die einzelnen Stationen mit ihrem Smartphone erst finden müssen, bevor sie die Übungen durchführen können. Zu jeder Zeit kann dieses Angebot genutzt werden, am Mittwoch, 22. September, ab 15 Uhr gibt es allerdings einen gemeinsamen Termin, bei dem auf die Teilnehmer am Ende auch eine kleine Überraschung wartet. Treffpunkt ist hier der Jugendtreff an der Langenstraße.

Tour auf dem geplanten Radschnellweg

Die Mobilitätswoche endet in Achim am 22. September mit einer Aktion der AzweiO und der Klimaschutzagentur Verden. Gemeinsam widmen sich die beiden dem im Achim aktuell größten Projekt mit Blick auf nachhaltige Mobilität: dem geplanten Radschnellweg. Zusammen fahren die Teilnehmer mit dem Rad auf der Strecke des zukünftigen Radschnellwegs. Startpunkt ist um 15 Uhr in Bremen-Mahndorf. Von dort geht es über den Bahnhof Achim, Uesen und den Schlosspark in Etelsen zur Verdener Niedersachsenhalle. "Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, an den verschiedenen Schnittstellen zu der Tour dazuzustoßen", erklärt Schleef. Zum Abschluss wird der Umweltwissenschaftler und Buchautor Michael Kopatz um 18 Uhr in der Niedersachsenhalle einen Vortrag zum Thema "Schluss mit der Ökomoral! Wie wir die Welt retten, ohne ständig daran zu denken" halten.

Genauere Informationen zu dem Programm der Mobilitätswoche gibt es auch noch einmal auf der Internetseite der Stadt Achim unter www.achim.de (Suchwort: Mobilitätswoche).

Zur Sache

Cato-Bontjes-van-Beek-Radweg

Die Arbeitsgruppe zum Frauenort Cato Bontjes van Beek hat zusammen mit vielen Kooperationspartnern nun das Projekt der Verbindung der beiden Frauenorte Fischerhude und Achim umgesetzt. Zu den Partnern zählten beispielsweise das Cato-Bontjes-van-Beek-Gymnasium, Landesfrauenrat Niedersachsen, AzweiO und der Landkreis Verden. Das durch "Frauenorte Niedersachsen" entwickelte Radweg-Logo in orange kennzeichnet jetzt eine radfahrfreundliche Wegstrecke von Fischerhude (Anfang hinter der Kirche/An der Bredenau) über die Felder nach Bassen zum Blocks Huus (Infotafel an der Bassener Dorfstraße/Feldstraße), weiter bis nach Achim zum Cato-Gymnasium (Bergstraße) und runter zur Weser. Damit verbindet der Radweg auch den Wümme- mit dem Weserradweg. Um über den Weg auch touristisch zu informieren, wurden für drei Standorte - nämlich in Fischerhude hinter der Kirche, an der Straßenecke bei Blocks Huus in Bassen und vor dem Cato-Gymnasium in Achim - jeweils Informationstafeln aufgestellt. Diese enthalten unterschiedliche Texte, die zum Leben der Widerstandskämpferin Cato Bontjes van Beek informieren.

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