Appell des Bürgermeisters

Begrenzte Betreuung in Achimer Kitas

Mindestens bis zum 31. Januar ist der Betrieb von Kitas in Niedersachsen untersagt. Die Achimer Verwaltung hat nun die Regelungen für die Notbetreuung in der Stadt festgelegt.
08.01.2021, 15:40
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Begrenzte Betreuung in Achimer Kitas
Von Elina Hoepken

Notbetreuung, eingeschränkter Betrieb, reduzierte Gruppen, Regelbetrieb – all das haben die Kindertagesstätten in Achim im vergangenen Corona-Jahr schon durchlaufen. Und das neue Jahr 2021 geht nicht viel besser weiter. Denn mit Blick auf die bundesweit verlängerten und verschärften Lockdown-Maßnahmen stehen auch im Bereich der Betreuung in den Achimer Kindertagesstätten wieder Veränderungen an. In einem Brief an die Eltern hat Bürgermeister Rainer Ditzfeld diese nun noch einmal genauer präzisiert.

Denn mit Wirkung vom 11. Januar hat das Land Niedersachsen den Betrieb unter anderem von Kindertagesstätten (Krippe, Kindergarten, Hort) bis zum 31. Januar untersagt. Für die Notbetreuung hat das Land einen Rahmen vorgegeben. In Abstimmung mit den Leitungen der Achimer Kindertagesstätten hat die Verwaltung daraus nun einige Regelungen erarbeitet.

Diese halten unter anderem fest, dass die Notbetreuung „auf das notwendige und epidemiologisch vertretbare Maß zu begrenzen“ ist. Sie gelte für Kinder, bei denen mindestens ein Erziehungsberechtigter in betriebsnotwendiger Stellung in einem Berufszweig von allgemeinem öffentlichen Interesse tätig ist, Kinder, bei denen Sprachförderbedarf besteht oder die zum kommenden Schuljahr schulpflichtig werden.

Kleine Gruppen

Die Notbetreuung findet in kleinen Gruppen statt und richtet sich nach der Altersstruktur der Gruppen. Die höchstens zulässige Zahl der betreuten Kinder dürfe in kleinen Gruppen, in der Krippenkinder betreut werden acht Kinder, bei Kindergartenkindern 13 Kinder und bei Hortkindern zehn Kinder nicht überschreiten.

Um die Notbetreuung in Anspruch nehmen zu können, ist es zwingend erforderlich, dass die Eltern das von der Stadt Achim bereitgestellte Formular (online abrufbar unter www.achim.de/soziales/kinder-jugend/kita/ oder bei den Kindertagesstätten und im Rathaus erhältlich) ausgefüllt bei der Kita-Leitung einreichen. „Bitte zeigen Sie den Kita-Leitungen Ihren Notbetreuungsbedarf in der Regel bis Donnerstag, 12 Uhr, für die jeweils kommende Woche an. Nur so können wir eine verlässliche Organisation gewährleisten“, schreibt der Bürgermeister.

Appell an Eltern

Er verbindet seinen Brief auch wieder mit einem dringenden Appell an die Eltern, die Notbetreuung wirklich nur wahrzunehmen, wenn es unbedingt erforderlich ist. „Bitte bringen Sie Ihre Kinder nur dann in die Kindertagesstätten, wenn Sie die Betreuung wirklich nicht selbst wahrnehmen oder anderweitig organisieren können“, lautet seine Bitte. „Beachten Sie auch, dass mit jedem zusätzlichen Kontakt außerhalb der Familie das Infektionsrisiko für Ihr Kind und Ihre Familie steigt. Und denken Sie bitte auch an die Gesundheit des pädagogischen Fachpersonals in den Kindertagesstätten.“

Doch gleichzeitig dankt Ditzfeld den Eltern auch „für Ihre Mithilfe, Ihr Verständnis und nicht zuletzt Ihre Organisationskraft, die es uns allen ermöglicht, flexibel auf die von der Landesregierung angeordnete Schließung der Kindertagesstätten zu reagieren“. Der Bürgermeister kündigt außerdem an, dass die Betreuungsbeiträge und das Verpflegungsgeld für die Dauer der Betriebsuntersagung in den Kindertagesstätten ausgesetzt werden. Anträge oder Ähnliches müssten hierfür nicht gestellt werden. Bereits eingezahlte Beträge würden zurückerstattet, dies könne allerdings noch etwas Zeit in Anspruch nehmen.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+