Fußball-Oberliga

Sven Apostel und TB Uphusen gehen getrennte Wege

Der Fußball-Oberligist TB Uphusen löst zum 30. Juni den Vertrag mit Co-Trainer Sven Apostel auf.
17.04.2020, 18:33
Lesedauer: 2 Min
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Sven Apostel und TB Uphusen gehen getrennte Wege
Von Patrick Hilmes
Sven Apostel und TB Uphusen gehen getrennte Wege

Sven Apostel

Björn Hake

Derzeit kann zwar kein Fußball gespielt werden, aber an der Zukunft wird dennoch teils gebastelt. Die des TB Uphusen und von Co-Trainer Sven Apostel wird über den 30. Juni 2020 keine gemeinsame sein. Das gab nun der Sportliche Leiter der Arenkampkicker, Florian Warmer, bekannt.

„Wir sind Sven sehr dankbar und auch mit seiner Arbeit sehr zufrieden. Aber es gestaltet sich derzeit eh schwierig, einen Trainer in der jetzigen Situation zu finden. Wir wollen damit einem zukünftigen Trainer die Option freihalten, sein eigenes Trainerteam aufzustellen oder mitzubringen. Heutzutage haben ja alle Trainer ihre Wünsche und Vorstellungen, das muss immer alles passen. Und somit kann auch Sven nun planen“, begründet Florian Warmer die künftige Trennung. Bereits im März hatte Apostel den Verein informiert, dass er in Zukunft wieder als Cheftrainer fungieren möchte. Diese Variante kam für den TBU laut Warmer aber nicht infrage. Auch nicht nachdem sich kurze Zeit später Chef-Coach Achim Hollerieth gen SV Teutonia 05 Ottensen (Oberliga Hamburg) verabschiedet hatte. „Das haben wir mit Sven auch so offen und fair kommuniziert“, betont Warmer.

Das bestätigt auch Apostel: „Erst war es eine andere Konstellation, da wollte ich definitiv etwas anderes machen. Dann kam das mit Achim und dann Corona, das hat ja alles verändert.vDie Mischung muss zwischen Trainer und Co-Trainer passen, manchmal geht das wie etwa mit Fabrizio (Ex-TBU-Trainer Fabrizio Muzzicato, Anm. d. Red.). Aber man muss auch nicht jeden lieben, um erfolgreich zu sein. Das vergessen oft viele.“ An seinem Wunsch, selbst wieder die Zügel in der Hand zu halten, hat sich aber nichts geändert. „Es gibt für mich mehrere Optionen. Aber unterhalb der Regionalliga wieder als Co-Trainer zu arbeiten, kommt eigentlich nicht infrage. Bei so was wie Rehden, Jeddeloh oder Oldenburg ist das möglich, aber nicht in der Landesliga oder so. Wofür habe ich denn die A-Lizenz?“

Heißt nicht, dass Apostel eine Aufgabe unterhalb der Oberliga direkt ausschlagen würde. „Gibt es einen Verein mit einem guten Konzept, der etwas aufbauen will, einen Plan über drei, vier, fünf Jahre hat, wo vielleicht auch noch gute Jugendtrainer arbeiten, dann ist das was anderes. Man muss sich immer den Einzelfall anschauen“, umreißt Apostel seine Vorstellungen an eine zukünftige Aufgabe.

Nun ist er froh, dass die Trennung offiziell ist. „Nun ist es erst mal raus, und ich lasse mich überraschen, was kommt. Wenn nichts kommt, dann ist das so. Dann hätte ich das erste mal seit mehr als 20 Jahren nicht drei-, viermal die Woche Training.“

Doch lange will Apostel die Füße nicht stillhalten. „Was das angeht, bin ich echt verrückt. Aber wenn in zwei, drei Jahren nicht etwas Richtiges, was Größeres passiert, dann werde ich auch nicht mehr sonst was versuchen zu erreichen. Ich kann mir nicht vorstellen, irgendwie in der Kreisliga oder so zu trainieren, dafür bin ich zu ehrgeizig.“ Doch noch läuft sein Vertrag beim TB Uphusen ja bis zum 30. Juni.

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