Fußball-Oberliga TB Uphusen will Protest einlegen

Der TB Uphusen trennt sich vom TuS Bersenbrück mit einem 3:3. Bersenbrück soll einen Spieler eingesetzt haben, der nicht auf dem Spielbogen stand. Zudem musste die Partie für 15 Minuten unterbrochen werden.
08.03.2020, 20:23
Lesedauer: 2 Min
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TB Uphusen will Protest einlegen
Von Patrick Hilmes

Bersenbrück. Sechs Tore, dreifacher Ausgleich, eine Spielunterbrechung, ein eingesetzter Spieler, der nicht auf dem Spielbogen stand und jede Menge Hektik: Die Partie der Fußball-Oberliga Niedersachsen zwischen dem TuS Bersenbrück und dem TB Uphusen hatte reichlich zu bieten. Am Ende trennten sich die beiden Mannschaften mit einem 3:3 (2:1). Ob dieses Endergebnis auch Bestand haben wird, ist jedoch fraglich.

Der Grund ist: Der gastgebende TuS Bersenbrück wechselte in der 67. Minute Lincoln Assinouko ein. Das Problem dabei: Auf dem Spielbogen tauchte dieser Name zunächst nicht auf. „Die haben den nachträglich irgendwie eingetragen. Aber als er eingewechselt wurde, haben wir gesagt, dass wir nur unter Protest weiterspielen. Ich weiß nicht, was die Statuten genau sagen, aber ich kann ja auch nicht drei Leute auf die Bank und zehn dahinter stellen und dann nach Lust und Laune einwechseln“, betonte TBU-Coach Achim Hollerieth. Uphusen werde dem nun nachgehen.

Zudem nahm Lincoln Assinouko in der Begegnung auch noch eine Hauptrolle ein. In Minute 84 erzielte er das 3:2 für die Gastgeber. Doch Philipp-Bruno Rockahr antwortete nochmals für den TBU mit dem 3:3 eine Minute vor Schluss. Dies war das dritte Mal an diesem Tag, dass die Arenkampkicker ausglichen. Entsprechend hob Achim Hollerieth insbesondere die Einstellung seiner Truppe hervor: „Die Jungs haben eine tolle Moral bewiesen bei den ganzen Nackenschlägen.“ Und diese Nackenschläge waren nicht nur die Gegentore. In Minute 36 wurde Besir Roqaqi gefoult und musste anschließend mit dem Krankenwagen abgeholt werden. Hollerieth hätte dem Gegenspieler dafür Rot gezeigt, der Unparteiische beließ es bei Gelb. Diese Szene führte zu einer 15-minütigen Unterbrechung, und als das Spiel fortgesetzt wurde, setzte es den nächsten Rückschlag für den TBU: Elfmeter für den TuS. „Der Spieler ist einfach umgefallen“, sprach Hollerieth von einem unberechtigten Pfiff. Bersenbrücks Moritz Waldow war das egal, er traf nach seinem 1:0 (20.) zum zweiten Mal an diesen Tag (45.+7). Doch wie bereits von Hollerieth gelobt, ließ sich der TBU davon nicht unterkriegen. Auf das 1:0 folgte das 1:1 durch Ramien Safi, auf das 2:1 folgte das 2:2 durch Abdullah Dogan (51.).

Die nackten Zahlen würden auch zum allgemeinen Spielverlauf passen. „Es herrschte eine Mordshektik“, beschrieb Hollerieth. Schlussendlich konnte er ein relativ positives Fazit ziehen: „Wir haben uns viele Torchancen erspielt, aber du musst mit drei Toren auswärts auch gewinnen. Doch wir sind nicht wie zuletzt zusammengefallen.“

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