Teilschließungen von Schulen

Corona-Fall am Achimer Cato-Gymnasium

Teilschließungen von Schulen dürften nun zum Tagesgeschäft werden, glaubt das Gesundheitsamt des Landkreises Verden. Einige Lerngruppen wurden wegen Corona bereits geschlossen.
04.06.2020, 19:23
Lesedauer: 2 Min
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Corona-Fall am Achimer Cato-Gymnasium
Von Elina Hoepken
Corona-Fall am Achimer Cato-Gymnasium

Am Achimer Cato-Bontjes-van-Beek-Gymnasium ist bei einem Schüler eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. (Symbolfoto)

Patrick Pleul /dpa

In Achim ist bei einem Schüler des Cato-Bontjes-van-Beek-Gymnasiums eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Bereits über die Pfingsttage sei der Schüler positiv auf das Virus getestet worden, wie die Leiterin des Verdener Gesundheitsamtes, Jutta Dreyer, berichtet. Daraufhin seien in Absprache mit der Schulleitung auch die Mitglieder seiner Lerngruppe umgehend in Quarantäne geschickt worden. Das Gesundheitsamt habe von der Schulleitung die Liste mit den Kontaktpersonen bekommen und dann die entsprechenden Schüler beziehungsweise ihre Eltern informiert.

Sicherheitshalber geschlossen

„Da in dem vorliegenden Fall auch Geschwisterkinder an der Schule sind, haben wir sicherheitshalber auch deren beiden Lerngruppen geschlossen, bis das Testergebnis für die Geschwister vorlag“, erklärt Dreyer. Am Donnerstag habe sich nun herausgestellt, dass die Geschwister nicht mit dem Coronavirus infiziert sind. „Wir freuen uns natürlich sehr, dass die Geschwisterkinder nicht betroffen sind“, sagt Dreyer. Das bedeute auch, dass deren Lerngruppen wieder geöffnet werden können. Der erkrankte Schüler stehe noch bis zum 9. Juni unter Quarantäne. So lange müsse dann auch seine Lerngruppe noch geschlossen bleiben. „Aber aufgrund der geltenden Auflagen ist das natürlich keine allzu große Anzahl an Schülern.“

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Warten auf Testergebnisse

Parallel gibt es laut Dreyer im Landkreis Verden derzeit an einer Grundschule noch die Schließung von einer Lerngruppe mit sieben Kindern. „Hier haben wir den Fall, dass ein Elternteil positiv getestet wurde und wir bei Grundschülern davon ausgehen müssen, dass zu Hause der Mindestabstand zu den Eltern natürlich nicht eingehalten werden konnte.“ Demnach sei nicht auszuschließen, dass sich das Kind angesteckt habe. „So lange wir die Testergebnisse noch nicht haben, haben wir die Gruppe sicherheitshalber geschlossen“, sagt Dreyer. „Wir haben lieber zwei zusätzliche Tage Homeschooling als sieben erkrankte Kinder.“

Teilschließungen „werden Tagesgeschäft“

Das Verdener Gesundheitsamt agiere in Absprache mit der jeweiligen Schulleitung aktuell sehr vorsichtig. „So lange wir nicht genau wissen, dass sich die Kinder nicht angesteckt haben, gehen wir lieber auf Nummer sicher.“ Generell müsse man in den kommenden Wochen damit rechnen, dass es immer mal wieder zu Teil-Schließungen von Schulen im Kreisgebiet kommen wird. „Das wird jetzt unser Tagesgeschäft“, ist sich Dreyer sicher. Man versuche natürlich immer, dass nicht die ganze Schule, sondern nur einzelne Lerngruppen vom Netz genommen werden müsse. „Und in der Regel funktioniert das auch, wenn die Abstandregeln und Hygienevorschriften eingehalten wurden.“

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