Achimer Stadttombola

Tombola trotzt der Krise

Lange haben die Organisatoren gezögert, nun haben sie sich aber entschieden, dass die Rotary Stadttombola in Achim auch in diesem Jahr stattfinden soll - trotz Corona.
26.08.2020, 16:13
Lesedauer: 2 Min
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Tombola trotzt der Krise
Von Elina Hoepken
Tombola trotzt der Krise

Traditionell werden auch in der Achimer Marktpassage immer Lose für die Stadttombola angeboten. Wie der Verkauf in diesem Jahr unter Einhaltung der Corona-Verordnung aussehen wird, steht noch nicht genau fest.

Björn Hake

250 000 Euro Reinerlös: So viel Geld ist in den vergangenen 13 Jahren für soziale Zwecke und Einrichtungen durch die Achimer Stadttombola zusammengekommen. Und die Achimer Rotarier, die die Traditionsveranstaltung alljährlich organisieren, wollen, dass auch im Jahr 2020 noch einige Tausend Euro hinzukommen – trotz Corona. Denn die Mitglieder des Rotary-Stadttombola-Vereins haben sich nach eigenen Angaben entschieden, die Stadttombola auch in diesem Jahr stattfinden zu lassen. Nachdem eine Entscheidung darüber bei der Jahreshauptversammlung wegen der unsicheren Pandemie-Lage noch vertagt worden war, habe man sich nun mehrheitlich dafür ausgesprochen, berichtet der Vorsitzende Thomas Döring.

„Wir haben lange gezögert und uns gefragt, ob wir es wagen können, mit den Vorbereitungen zu starten oder ob wir in diesem Jahr lieber auf die Tradition verzichten sollen“, sagt Döring. Damit einhergegangen sei die Frage, was mit den vielen gemeinnützigen Aktivitäten passiere, die den Reinerlös der Tombola in dieser Zeit nötiger brauchten als je zuvor. „Und wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass es sich für Achim lohnt, an der Tradition festzuhalten“, erklärt Döring. Nun gelte es, ein Konzept zu entwickeln, wie der Losverkauf und die Gewinnübergabe möglichst sicher gestaltet werden können. „Es wird sicherlich nicht ganz einfach und für uns ist es mit mehr Arbeit verbunden“, gibt Döring zu. Dennoch wolle man es versuchen.

Erst eine Absage

„Wir sind gerade dabei, unsere Sponsoren zu akquirieren, und bisher hatten wir trotz der ungewissen Corona-Lage für einige Unternehmen erst eine Absage“, freut sich der Vorsitzende. „Wir gehen daher davon aus, dass wir die Gewinne wieder in derselben Größenordnung ausschütten können wie in den Jahren zuvor.“ Vom 14. November bis zum 23. Dezember sollen dann, wie üblich, Achimer Hauptschüler, Mitarbeiter der Achimer Tafel und Achimer Rotarier die Lose in der Fußgängerzone verkaufen. Auch in den Achimer Supermärkten von Edeka und Rewe und in vielen Einzelhandelsgeschäften werden die Lose zu haben sein – 40 000 davon, wie gehabt für ein Euro pro Stück.

„Wir werden uns noch mit dem Gesundheitsamt in Verbindung setzen, ob für unsere Verkäufer auch eine Maskenpflicht gilt“, sagt Döring. Die Regelungen für eine Veranstaltung wie die Stadttombola würden sich aus der bisherigen Corona-Verordnung nämlich nicht ergeben. Bei der Gewinnausgabe werde hingegen aller Voraussicht nach eine Maskenpflicht gelten. Unklar ist indes aktuell noch, wo in diesem Jahr die Ausgabestelle für die Gewinne sein wird. „Da sind wir derzeit noch auf der Suche“, sagt Döring. Er sei aber optimistisch, dass auch in diesem Jahr wieder passenden Räumlichkeiten gefunden werden. „Da machen wir uns keine Sorgen. Bisher hat das schließlich noch immer geklappt.“

6000 Gewinne insgesamt

Wie in den Vorjahren auch wird es insgesamt 6000 Gewinne geben: ein Auto als Hauptgewinn und 5999 andere schöne und nützliche Preise vom Einkaufsgutschein über die Tafel Schokolade bis hin zum Laptop oder Fernseher. Der Reinerlös wird auch in diesem Jahr wieder an unterschiedliche Projekte gespendet. Zu den größten Nutznießern werden erneut die Abschlussklassen der Hauptschule Achim gehören, denen eine Lehrstellenvermittlung und ein Bewerbungstraining angeboten werden sollen, und die Achimer Tafel, die alljährlich 5000 Euro bekommt. Hinzu kommen viele andere Projekte, über die nach Abschluss der Tombola entschieden wird.

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