Volleyball 2. Bundesliga

TV Baden behält die Kontrolle

Beim VV Humann Essen feiert der TV Baden den zweiten 3:0-Sieg in Folge. Der Vorsprung auf die Abstiegszone beträgt nun schon acht Zähler.
15.12.2019, 18:42
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Von Florian Cordes
TV Baden behält die Kontrolle

Ole Seuberlich hatte doppelten Grund zur Freude. Er gewann mit dem TV Baden und wurde zum wertvollsten Spieler gewählt.

Björn Hake

Auswärts fühlt sich der TV Baden zurzeit so richtig wohl. Nachdem der Volleyball-Zweitligist vor einer Woche schon klar beim SV Warnemünde gewonnen hatte, ließen die Schwarz-Weißen nun den nächsten 3:0-Sieg folgen. Die Badener triumphierten im Ruhrgebiet beim VV Humann Essen. Alle drei Sätze entschieden die Gäste aus dem Norden mit 25:22 für sich. Und nicht nur bei den Auswärtsspielen dürften sich TVB-Trainer Werner Kernebeck und seine Schützlinge gut fühlen, sondern auch im Hinblick auf das Saisonziel. Denn der TVB ist derzeit auf einem guten Weg, auch in seinem zweiten Zweitliga-Jahr den Klassenerhalt zu packen. Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz beträgt satte acht Punkte.

Auffallend war in allen drei Sätzen, dass sich die Badener stets dann leicht absetzten, wenn es in die entscheidenden Phasen ging. Die Gäste, sie waren in der oft genannten Crunchtime den Tick besser als ihre Gastgeber. Doch nicht nur das Absetzen zu den richtigen Zeitpunkten sei wichtig gewesen, meinte Werner Kernebeck: „Ich finde, zurzeit zeichnet uns auch aus, dass wir eine gute Spielkontrolle entwickeln.“ Auch wenn sein Team mal zurückliege, werde es nicht fahrig. „Wir bringen die Spiele mittlerweile sauber, mit viel Konstanz und der richtigen Einstellung nach Hause“, freute sich Kernebeck. Das sei dem Team in Warnemünde gelungen und habe diese hinzugewonnene Eigenschaft nun gegen Humann bestätigt. „Das ist schön zu sehen. Ich denke, dass die Entwicklung bei uns sehr gut ist.“

Hinzu käme dann noch, dass mögliche Rückschläge besser verkraftet werden. Unter der Woche musste Werner Kernebeck krankheitsbedingt auf Nick Sörensen auskommen. Es drohte nach Alessandro Blasi (verletzt) und Moritz Wanke (im Ausland) der dritte Zuspieler auszufallen. „Zum Glück hat sich Nick rechtzeitig gesund gemeldet. Aber auch mit der Situation sind wir gut umgegangen“, schilderte Kernebeck.

Die gesamte Entwicklung habe sich nun im Spiel gegen Essen vollends positiv ausgewirkt. Im ersten Satz liefen die Badener bis zur zweiten technischen Auszeit einem Rückstand hinterher (12:16), in der Folge drehten sie das Resultat aber zu ihren Gunsten. Etwas später verwandelten sie ihren ersten Satzball. Die beiden folgenden Durchgänge verliefen ein wenig anders. Die beiden Teams begegneten sich zunächst auf Augenhöhe, als die jeweilige Entscheidung nahte, schüttelte Baden den Kontrahenten aber ab.

Nach dem zweiten Auswärtssieg in Serie befindet sich der TV Baden aktuell auf dem achten Platz und somit im gesicherten Mittelfeld der Tabelle. Doch Kernebeck warnte davor nun übermütig zu werden und von höheren Tabellenregionen zu träumen. „Wir schauen jetzt definitiv nicht nach oben. Es bleibt dabei: Wir wollen möglichst früh nichts mehr mit dem Abstieg zu haben.“ Vergangene Woche habe man an der Ostsee einen kleinen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. „Und jetzt haben wir einen riesigen Schritt folgen lassen“, meinte Kernebeck. „Nächstes Wochenende soll gegen Braunschweig dann der nächste her.“

TV Baden: Ole Seuberlich, Nils Mallon, Artem Tscherwinski, Nick Sörensen, Ole Sagajewski, Björn Hagestedt, Jan-Henrik Radeke, Simon Bischoff, Lewin Probst, Max Kernebeck, Max Schön, Balint Bencsik.

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