Achimer Ehrenpreis

Uneigennützig und unentbehrlich

Bereits zum 19. Mal wurde in Achim jetzt der Ehrenpreis vergeben. Die Preisverleihung nutzte die Stadt auch in diesem Jahr wieder, um für den selbstlosen Einsatz ihrer Bürger Danke zu sagen.
05.12.2018, 19:45
Lesedauer: 2 Min
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Uneigennützig und unentbehrlich
Von Elina Hoepken
Uneigennützig und unentbehrlich

Gut gefüllt war der Ratssaal auch bei der mittlerweile 19. Verleihung des Achimer Ehrenpreises wieder.

Fotos: Björn Hake (5) / Viola Heinzen (2)

Es war kurz vor 18 Uhr und im Ratssaal des Achimer Rathauses herrschte reges Treiben und lautes Stimmengewirr. So voll, wie an diesem Abend, ist es dort eher selten. Das blieb auch dem Ratsvorsitzenden Bernd Junker nicht verborgen. „Ich fühle mich ein bisschen wie an Weihnachten in der Kirche“, sagte er. „Das ist meist auch der Moment, an dem es so voll ist wie sonst nie.“ Die rund 120 Gäste im Ratssaal waren an diesem Abend alle gekommen, um gemeinsam die neuen Träger des Achimer Ehrenpreises zu feiern.

In Achim hat das am 5. Dezember Tradition. Und das mittlerweile schon seit 18 Jahren. „Der internationale Tag der Ehrenamtlichen ist auch für uns der Tag, an dem wir zeigen wollen, dass Sie alle uns wichtig sind“, sagte Bürgermeister Rainer Ditzfeld bei der Begrüßung. „Eine Stadt wie Achim besteht eben nicht nur aus Stein und Mörtel, sondern vor allem auch aus dem Miteinander der Menschen. Das ist das Fundament, das eine Stadt zusammenhält.“

Dass dieses Fundament in Achim durchaus stabil ist, zeigte sich an den zahlreichen Gästen, die gekommen waren. „Das Ehrenamt hat viele Namen und Gesichter“, sagte Ditzfeld mit einem Blick in die große Runde. Und jedem Einzelnen davon wolle die Stadt Danke sagen. Und dies tat sie mit der feierlichen Verleihung des Achimer Ehrenpreises. Musikalisch untermalt wurde diese von der Crazy Chor Company. Anders als in den vergangenen Jahren gab es dieses Mal jedoch nur sechs Preisträger. Die Auszeichnung für Zivilcourage wurde 2018 nicht vergeben. Alle anderen Preisträger konnten jedoch denkbar schnell gefunden werden. „Wir hatten nur eine Jurysitzung und konnten uns sofort auf die sechs Gewinner einigen“, berichtete Junker von den Vorbereitungen für die Preisverleihung. Die Preisträger in diesem Jahr sind: Finn-Niklas Gerken, Rudi Knapp, Martina Isensee, das Organisationsteam des I-Run, die Groenfingers und das Achimer Kommunalkino. Sie alle sind nun auf den Tafeln im Foyer des Rathauses verewigt. Auch das hat in Achim Tradition.

Die Tradition war es jedoch auch, die Bernd Junker bei seiner Ansprache vor ungeahnte Herausforderungen stellte. „Ich stehe jetzt bereits das dritte Jahr vor Ihnen, um eine Rede beim Ehrenpreis zu halten“, sagte er. Da überlege man sich schon, was man noch Neues sagen könne. Junker hatte sich dieses Mal für ein Gedicht über das Ehrenamt entschieden. Genauer gesagt über die zwei Seiten des Ehrenamtes. Auf der einen Seite die viele Zeit, die man aufwendet und die Undankbarkeit, die man häufig erfährt. Auf der anderen Seite die Zufriedenheit und auch das Gemeinschaftsgefühl, was ehrenamtlichen Engagement mit sich bringt.

Ein Blick in die Gesichter der Preisträger zeigte, dass wohl jeder von ihnen diese beiden Seiten kennt. Das Lächeln, was die meisten von ihnen auf dem Gesicht hatten, verriet aber auch, dass die positiven Seiten für sie meist überwiegen. Ein Abend wie dieser im Ratssaal tut dafür vermutlich sein Übriges.

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