Ob Blumen, Parfüm oder andere kleine Geschenke – am 14. Februar beschenken viele Menschen ihre Liebsten Valentinstag lässt die Kassen klingeln

Valentinstag zu vergessen, wird den Menschen wahrlich schwer gemacht: Kaum ein Geschäft, das nicht Blumen, Süßigkeiten oder andere kleine Präsente verkauft und sein Schaufenster mit Herzen dekoriert, um die Passanten an den Tag zu erinnern. Wir haben uns einmal umgehört, welche welche Bedeutung dem 14. Februar zugemessen wird – ob die Freude, den Liebsten oder die Liebste zu beschenken, abgenommen hat oder nicht.
12.02.2014, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Julia Soostmeyer und Andrea Krekemeyer

Valentinstag zu vergessen, wird den Menschen wahrlich schwer gemacht: Kaum ein Geschäft, das nicht Blumen, Süßigkeiten oder andere kleine Präsente verkauft und sein Schaufenster mit Herzen dekoriert, um die Passanten an den Tag zu erinnern. Wir haben uns einmal umgehört, welche welche Bedeutung dem 14. Februar zugemessen wird – ob die Freude, den Liebsten oder die Liebste zu beschenken, abgenommen hat oder nicht.

. Wer in diesen Tagen in den Straßen unterwegs ist, wird an vielen Ecken mit dem bevorstehenden Valentinstag am 14. Februar konfrontiert. In einem Blumen-Geschäft ist die Floristin Anne Hokema anzutreffen, die zunächst einmal mit einem Vorurteil aufräumen möchte: Schon längst sei es nicht mehr nur der klassische Strauß mit roten Rosen, der am 14. Februar von den Herren für die Damen gekauft werde: „Wir haben viel mehr im Angebot – kleine Gestecke, Frühlingsblumen oder auch einzelne Rosen in allen erdenklichen Farben.“

Zwar seien die meisten Kunden am Valentinstag Männer, doch es würden auch vermehrt Frauen kommen, um beispielsweise einer guten Freundin eine Freude zu bereiten. „So ein kleines Geschenk muss ja nicht zwangsläufig ,Ich liebe dich‘ aussagen. Es kann auch ,Schön, dass es dich gibt‘ heißen“, sagt Anne Hokema. An eine besondere Vorbestellung könne sie sich noch gut erinnern: „Da kam eine größere Bestellung von einigen Schülern, die am Valentinstag in ihrer Schule Blumen verteilen wollten.“ Für Floristen sei dieser Tag generell von großer Bedeutung, der Umsatz steige merklich an. „Alle verfügbaren Arbeitskräfte werden gebraucht.“

Nach wie vor sei der 14. Februar „der Tag der Blumen“, sagt die Achimer Floristin Jasmin Stephan, die ebenfalls wieder mit viel Kundschaft rechnet. Denn an der Freude zu schenken, habe sich nichts geändert. „In den vergangenen Jahren war hier am Valentinstag immer viel los“, blickt Stephan zurück.

„Liebe geht durch den Magen“ sagt man sich in der Bäckerei Baalk Backbord: „Den ,Sahne-Steven‘, ein Biskuitteilchen mit Sahne, bieten wir normalerweise als Dreieck an. Am Valentinstag präsentiert er sich allerdings in Herzform.“ Auch Berliner mit einem großen Herzen seien an dem Tag im Angebot und würden gut nachgefragt, meint Melanie Kößl, Verkäuferin in der Hauptfiliale an der Max-Planck-Straße in Verden. „Allerdings muss man oft die Kunden darauf hinweisen, dass Valentinstag ist.“

Einen deutlichen Umsatzanstieg kann man auch in der Verdener Drogerie Müller bemerken, wie Filialleiterin Stephanie Leske erzählt: „Wir wissen durch die Verkaufszahlen der Vorjahre, welche Produkte am liebsten gekauft werden und bereiten uns dementsprechend vor. Bestimmte Dinge werden dann eben in größerer Stückzahl angefordert.“ Die Dekoration für den Valentinstag sei schon einige Wochen vorher angebracht worden. „Parfum und Pralinen werden generell am meisten gekauft, und am häufigsten von Männern.“ Doch auch hier gebe es viele Freundinnen, die sich gegenseitig beschenkten.

„Kleinigkeiten – Körperpflegeprodukte, Düfte und Duft-Sets“, zählt Ute Bartels, Filialleiterin des Douglas-Geschäfts an der Großen Straße in Verden die Dinge auf, die am häufigsten als Valentinstagsgeschenk verpackt werden. „Insbesondere die Männer kommen am 14. Februar vermehrt zu uns, es ist spürbar mehr los als sonst.“

So manch ein Mann möchte seiner Liebsten wohl gerne eine Freude bereiten. Doch was, wenn ihm nichts Passendes einfällt? Da hilft Heike Bischoff vom Fachwerk in Achim schon mal weiter. Auch in ihrem Geschäft – Geschenke und mehr werden hier verkauft – nehme der Valentinsgtag Einfluss, vermehrt käme männliche Kundschaft. „Manche möchten ein Schmuckstück, andere ein Tuch oder einen Schal – etwas Persönliches eben“, sagt sie. Gerne gibt sie Tipps, denn viele der Damen, die beschenkt werden sollen, kennt die Geschäfts-Inhaberin. „Die Männer wissen, dass die Frau gerne zu uns kommt, deshalb kommen dann auch die Herren in mein Geschäft. Und weil ich die Frauen kenne, fällt mir auch meist ein schönes Geschenk ein.“ Für Bischoff ein klarer Vorteil des ländlichen Raumes.

Doch nicht überall klingeln die Kassen um den 14. Februar herum. „Bei uns spielt der Valentinstag eigentlich keine Rolle“, sagt Katja Doebler vom Dessous- und Bademodengeschäft ,Mode auf der Haut‘ an der Herrlichkeit in Verden. „Wir haben es einige Jahre lang versucht, speziell für diesen Tag Unterwäsche anzubieten, aber die Nachfrage war einfach nicht da.“ Seit einigen Jahren verzichte sie daher auch weitgehend auf die entsprechende Herzchen-Dekoration. „Es lohnt sich einfach nicht. Ein oder zwei rote Panties werden zwar verkauft, aber das ist nicht der Rede wert.

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