Die Bauaufsicht sieht sich mit den Arbeiten aber dennoch „voll im Zeitplan“ Vandalen stören Neubau der Eyterbrücke

Der Neubau der Thedinghauser Eyterbrücke verläuft planmäßig, doch Störfeuer durch Vandalen erschweren die Arbeiten. Schon zum zweiten Mal seit Beginn des Bauprojekts war das unter den Fittichen von Bauaufseher Heino Martens stehende Brückenbauwerk zum Zielobjekt von Randalierern geworden. Die Unbekannten hatten sich erneut die Ampelanlage, die seit Mai den Verkehrsfluss an der verengten Passage regelt, für ihren Unfug ausgesucht.
17.09.2013, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Vandalen stören Neubau der Eyterbrücke
Von Lars Köppler

Der Neubau der Thedinghauser Eyterbrücke verläuft planmäßig, doch Störfeuer durch Vandalen erschweren die Arbeiten. Schon zum zweiten Mal seit Beginn des Bauprojekts war das unter den Fittichen von Bauaufseher Heino Martens stehende Brückenbauwerk zum Zielobjekt von Randalierern geworden. Die Unbekannten hatten sich erneut die Ampelanlage, die seit Mai den Verkehrsfluss an der verengten Passage regelt, für ihren Unfug ausgesucht.

Mussten beim ersten Vorfall Ende Juli wegen der Schäden an der Eyterbrücken-Ampelanlage noch Polizisten für mehrere Stunden den Verkehr regeln, so lief der zweite Störfall nach Polizeiangaben glimpflicher ab.

„Es hat anscheinend jemand einen Stecker gezogen, so dass die Ampel nur noch Blinklicht anzeigte“, so Polizeikommissarin Anika Wrede. Eine Fachfirma, die für die Reparatur gerufen worden sei, habe keine Schäden festgestellt. „Uns liegt auch keine Strafanzeige vor“, ergänzt die Sprecherin der Verdener Polizeiinspektion.

„Wir haben sehr viele Probleme durch diesen Vandalismus“, ärgert sich der für das Brücken- und Ingenieurbüro im Straßenbauamt Verden zuständige Werner Fricke über den Übermut und die Zerstörungswut der Randalierer. Mit dem Fortschritt auf der Baustelle zeigt sich der Bauexperte indes zufrieden. Ende Mai – mit mehrwöchiger Verspätung – hatten die Bauarbeiter unter der Regie von Heino Martens ihren Dienst an der maroden Eyterbrücken-Konstruktion aufgenommen.

Seitdem, so wissen die Bau-Verantwortlichen zu berichten, sei viel passiert. Nach dem Rückbau der Radwegbrücke starteten die Erdbauarbeiten. „Wir mussten eine Baugrube herstellen, weil die Gründungsebene der neuen Brücke tiefer liegt“, erläutert Werner Fricke. Mit Zement gefüllte Injektionsanker sorgen für die Baugrubensicherung. Anstelle der Radwegbrücke wird das neue Brückenbauwerk errichtet. Mittlerweile sind die Brückenfundamente gegossen und die Widerlager errichtet worden. „Die Widerlager sind inzwischen eingeschalt und werden jetzt bewehrt“, so Fricke weiter. Die Bewehrungsarbeiten sollen voraussichtlich noch in dieser Woche abgeschlossen und mit der Betonage begonnen werden. Auch in den beweglichen Einhausungen an der Eyterbrücke geht es voll zur Sache.

In den weiteren Prozessen geht es um Beschichtungs- und Stahlbauarbeiten. „Wir haben jetzt nur noch zwei Einhausungen, vorher waren es drei“, berichtet Heino Martens. Während unter dem einem Dach unaufhörlich beschichtet wird, stehen in der anderen Einhausung die Arbeiten am Stahlbau im Mittelpunkt. „

Wir machen nicht nur den Korrosionsschutz, sondern schauen auch nach schadhaften Stellen im Stahl und bessern diese aus“, erklärt Bauaufseher Martens. Auf der Liste der noch zu erledigenden Arbeiten an der Thedinghauser Eyterbrücke stehen zudem noch die Herstellung der neuen Straßenanschlüsse und die Straßenausstattung. Die Kosten für das Bauprojekt sind mit 1,19 Millionen Euro veranschlagt.

Bis Dezember soll die neue Eyterbrücke stehen und wieder für den Verkehr freigegeben werden. Werner Fricke und Heino Martens sind zuversichtlich, dass die Planspiele aufgehen. „Wir liegen voll im Soll“, so die einhellige Meinung. Die Verzögerungen, die bei der Verlegung der Versorgungsleitungen entstanden sind, sollen durch zeitgleiches Arbeiten an den Widerlagern kompensiert werden.

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