Sonntagsöffnung in Achim

Eine Chance für den Einzelhandel

Bisher hat der Achimer Einzelhandel unter der Corona-Pandemie stark gelitten. Nun aber steht am 30. August der erste verkaufsoffene Sonntag in Verbindung mit den „Knasttönen“ an. Eine Chance für den Handel.
17.08.2020, 15:43
Lesedauer: 2 Min
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Eine Chance für den Einzelhandel
Von Kai Purschke
Eine Chance für den Einzelhandel

In Achim findet am 30. August nun der erste verkaufsoffene Sonntag dieses Jahres statt. Er ist eine Chance für die Einzelhändler, die sich selbst coronakonforme Aktionen überlegen.

FOCKE STRANGMANN

Bisher war in Niedersachsen die Genehmigung von verkaufsoffenen Sonntagen an Großveranstaltungen wie Märkte oder Messen gebunden. Um den Einzelhandel, der während der Corona-Pandemie stark leidet, zu unterstützen, hat das Land die Vorgaben gelockert und so kann es nun in Achim am Sonntag, 30. August, zum ersten verkaufsoffenen Sonntag dieses Jahres kommen. Dafür hat die Unternehmergemeinschaft Achim (Uga) gesorgt, die nicht nur Mitsponsor der „Knasttöne“, der dreitägigen Musikveranstaltung vom 28. bis 30. August des Kasch auf der Wiese des Amtsgerichts ist, sondern diese auch als Zugpferd für die offenen Läden am Sonntag nutzt. „Die ,Knasttöne' finden in der Innenstadt statt, daher passt es“, sagt Uga-Vorsitzender Ingo Freitag.

Nicht nur von den Mitgliedern des Vereins sondern auch von den anderen Einzelhändlern in Achim weiß er, dass denen ziemlich große Einkünfte durch die Lappen gegangen sind – auch, weil bisher alle geplanten Veranstaltungen und verkaufsoffenen Sonntage in diesem Jahr abgesagt werden mussten. Mehr noch: „Das Foodfestival und der Boxenstopp können auch nicht stattfinden.“ Beides wären im Herbst Möglichkeiten für einen Sonderverkauf gewesen, beide Anlässe hätten auch für volle Geschäfte gesorgt.

Coronakonforme Aktionen

Daher hoffen Freitag und seine Mitstreiter, dass die Achimer Einzelhändler die Chance, die sich ihnen nun kurzfristig bietet, wahrnehmen und mit eigenen coronakonformen Aktionen nutzen. „Wegen der Vorschriften wird es keine zentrale Aktion in der Fußgängerzone geben“, erklärt er. Von einigen Geschäftsleuten wisse er aber schon, dass sich dem 30. August regelrecht entgegenfiebern und sogar zum Teil ihren geplanten Urlaub dafür verschoben haben, um in der Zeit von 13 bis 18 Uhr ihre Läden öffnen zu können.

Den Zeitpunkt des verkaufsoffenen Sonntags hält Freitag übrigens für „ideal“, denn die Sommerferien enden kurz vorher und somit sind die Achimer zurück aus dem Urlaub und außerdem seien zum Monatsende hin die Gehälter gezahlt und die Geldbörsen voll. „Ich gehe auch davon aus, dass sich die Restaurants beteiligen und auch von diesem Tag profitieren werden“, sagt Freitag.

Webseite wird gut angenommen

Er hatte, wie berichtet, mit seiner Firma während der Corona-Pandemie eine Homepage ins Leben gerufen, die den lokalen Einkauf stärken soll. Achimer und andere Betriebe der Region, auch ohne eigene Homepage, können sich und ihr Portfolio darauf kostenlos präsentieren. Das habe gut funktioniert, erklärt Freitag. „Wir haben seitdem knapp 30 000 Suchanfragen auf der Seite registriert“, schildert er. 108 Unternehmen seien bisher auf dem Portal achim-geht-immer.de präsent. Und die meisten Klicks verzeichnen laut Ingo Freitag jene Unternehmen, die bisher gar keine eigene Webseite betreiben.

Wie berichtet, dient dieses Portal auch ein bisschen als Testballon für einen Service, den Freitag mit seiner Firma Webad – Internet Advertising derzeit noch für die Stadt Achim entwickelt. Diese hatte ein Online-Portal in Auftrag gegeben, um die Achimer Geschäftswelt darzustellen.

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