Volleyball

Keine Regelabsteiger aus der 2. Bundesliga

Es hatte sich bereits angedeutet. Jetzt ist es Fakt: Der TV Baden kann in dieser Saison nicht aus der 2. Bundesliga absteigen.
12.03.2021, 16:49
Lesedauer: 2 Min
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Keine Regelabsteiger aus der 2. Bundesliga
Von Florian Cordes

Die Volleyballer des TV Baden befinden sich in der 2. Bundesliga Nord momentan in der unteren Tabellenregion. In der 13er-Staffel belegt das Team aktuell Rang zehn. Absteigen können die Badener in dieser Saison aber nicht: Der Vorstand der Volleyball Bundesliga (VBL) hat nun den Beschluss gefasst, dass es am Ende der laufenden Spielzeit keine Regelabsteiger gibt. Das teilte die VBL am Freitagnachmittag mit. Bereits am Dienstag hatte sich die Mehrheit der Zweitligisten während des regelmäßigen Arbeitskreis-Treffens für das Aussetzen des Regelabstiegs ausgesprochen.

Der Entschluss erscheint nur logisch: Denn im Zusammenhang mit der Pandemie haben in dieser Saison nicht alle Mannschaften aus der Nord-Staffel der 2. Bundesliga wie geplant am Spielbetrieb teilgenommen. So hatte sich der VV Humann Essen Anfang des Jahres aus dem Spielbetrieb zurückgezogen. Sämtliche Begegnungen der Humänner wurden von der VBL mit 0:3 gegen das Team gewertet, nachdem der Klub mit Beginn des Lockdown Anfang November kein Spiel mehr in der 2. Liga ausgetragen hatte.

Der USC Braunschweig nimmt am Spielbetrieb ebenfalls schon seit Monaten nicht teil – obwohl er eigentlich gerne möchte. Der Verein darf nach behördlicher Anordnung aber nicht in der Löwenstadt trainieren. Mittlerweile ist die Anzahl der Nachholspiele beim USC auf zwölf Begegnungen angewachsen. Darüber hinaus hatte sich der Deutsche Volleyball-Verband dazu entschieden, die Saison in der 3. Liga abzubrechen, wodurch es keine Aufsteiger in die 2. Bundesliga gibt – es sei denn, in Liga zwei werden aufgrund von Rückzügen Plätze frei. Bereits vor der Saison wurde von der VBL der Abstieg von der ersten in die zweite Liga ausgesetzt.

Die Aussetzung des Regelabstiegs umfasse jedoch nicht etwaige zusätzliche Absteiger. Dies betrifft die 2. Bundesliga Süd Männer, die derzeit mit 14 regulären Lizenznehmern und einer Stützpunktmannschaft spielt. Hier wird eine Mannschaft absteigen. „Um schrittweise auf die reguläre Staffelstärke zurückzukommen, setzen wir den zusätzlichen Abstieg nicht aus“, begründet VBL-Geschäftsführer Klaus-Peter Jung die Entscheidung und weist darauf hin, dass es dazu auch in der kommenden Saison neben den Regelabsteigern einen zusätzlichen dritten Absteiger geben wird.

Beim TV Baden ist man nun froh, dass der Regelabstieg ausgesetzt wurde. „Ich würde aber nicht von Erleichterung sprechen“, meint Manager Peter-Michael Sagajewski. Seine Schlagwörter lauten vielmehr Gewissheit und Planungssicherheit. „Jetzt können wir in die nächste Planungsphase gehen“, sagt er. Neben der Zusammenstellung des Teams spielt auch das Finanzielle eine wichtige Rolle. Daher ist Sagajewski glücklich, dass mit Rainer Krone der Hauptsponsor des TVB an Bord bleibe.

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