Volleyball 2. Bundesliga TV Baden entwickelt sich zu einem unangenehmen Gegner für die Großen

Der TV Baden hat den Tabellenführer SV Lindow-Gransee lange geärgert. Die Schwarz-Weißen zeigten, dass sie mit den besten Teams der Liga mithalten können und entwickeln sich zu einem unangenehmen Gegner.
22.02.2021, 18:30
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TV Baden entwickelt sich zu einem unangenehmen Gegner für die Großen
Von Maurice Reding

Es fehlte nicht viel. Der TV Baden hatte die Möglichkeit, die Volleyball-Zweitligapartie gegen den SV Lindow-Gransee zu drehen. Doch gegen Ende des dritten Satzes zog der Gast aus Brandenburg das Momentum wieder auf seine Seite. So gingen die Schwarz-Weißen mit einem Rückstand in den vierten Satz. Auch hier hatte die Mannschaft von Werner Kernebeck die Chance, das Spiel auszugleichen. In den entscheidenden Momenten zeigte Lindow aber, warum sie zu Recht an der Tabellenspitze stehen. Die Badener mussten sich beim Doppel-Heimspieltag nach dem 3:0-Sieg gegen die Juniors Frankfurt zwar mit 1:3 geschlagen geben (wir berichteten), verdienten sich aber eine Menge Respekt. Und noch mehr: Der TVB entwickelt sich mehr und mehr zu einem unangenehmen Gegner für die besten Teams der 2. Bundesliga.

Werner Kernebeck stellte nach dem Spiel gegen Lindow zufrieden fest, dass seine Mannschaft auch mit den Spitzenteams mithalten kann. „Wenn wir einen guten Matchplan haben, können wir dagegenhalten“, sagte der Badener Coach. Diesen guten Matchplan hatte der Klub aus dem Weserort vor allem ab dem zweiten Satz. Nachdem der TVB im ersten Satz der Musik etwas hinterhergelaufen war, übernahm er in Satz Nummer zwei von Beginn an das Kommando und führte zur ersten technischen Auszeit knapp mit 8:7.

Bis zur zweiten technischen Auszeit bauten die Gastgeber den Vorsprung beim Stand von 16:13 auf drei Punkte aus. Zwischenzeitlich lag der TV Baden sogar mit vier Punkten vorne. Gegen Ende des Satzes entwickelte sich ein wahres Kopf-an-Kopf-Rennen. Keine Mannschaft setzte sich entscheidend ab. Den ersten Satzball vergab die Kernebeck-Crew noch. Doch Alexander Decker, der sowohl gegen Frankfurt als auch gegen Lindow zum wertvollsten Spieler auf Badener Seite gewählt wurde, machte den Satzgewinn perfekt. Der Jubel im Lager des TV Baden war groß, denn die Schwarz-Weißen wollten dem Tabellenführer mindestens einen Satz abnehmen. Das gelang dem TVB auf eine starke Art und Weise.

Lange Zeit auf Augenhöhe

Im dritten Satz knüpften die Schwarz-Weißen nahtlos an die Leistung des zweiten Satzes an. Zum Zeitpunkt beider technischen Auszeiten lagen die Badener jeweils mit zwei Punkten in Front (8:6 und 16:14). Doch dann zeigte Lindow seine ganze Klasse und drehte den Satz wieder. Der TVB schaffte es nicht mehr, dem etwas entgegenzusetzen. Und so nutzte der Meister und aktuelle Tabellenführer den ersten Satzball zur 2:1-Führung. In diesem Satz war zweifelsohne mehr drin für den TV Baden.

Das galt auch für Satz Nummer vier. Nach einem zwischenzeitlichen Drei-Punkte-Rückstand kamen die Schwarz-Weißen, die immer wieder lautstark von ihrem Trainer angefeuert wurden, zurück und gestalteten den Satz offen. Beim 21:20 hatte sich der Klub aus dem Weserort eine Führung erarbeitet. Doch dann legte Lindow eine Drei-Punkte-Serie hin. Der Spitzenreiter suchte immer wieder mit harten und präzisen Aufschlägen Badens Libero Simon Bischoff. „Lindow hat Simon gegen Ende der Partie ganz gut gefüttert“, beobachtete Werner Kernebeck. Die Badener verkürzten noch einmal auf 22:23, doch einen Angriff später hatten die Gäste zwei Matchbälle. Nachdem der erste Matchball nicht verwertet worden war, machte Lindow mit dem zweiten Matchball den Sack zu.

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Auch wenn der TV Baden nach dem Sieg in Schüttorf diesmal nichts Zählbares gegen ein Topteam der Liga ergatterte, zeigte sich gegen Lindow, dass der Weg bei den Schwarz-Weißen weiter in die richtige Richtung geht. Die Pleite gegen den TuS Mondorf scheint somit nur ein Ausrutscher gewesen zu sein. Werner Kernebeck war nach dem Doppel-Heimspieltag rundum zufrieden. „Gegen Frankfurt hatten wir über das gesamte Spiel eine gute Spannung. Gegen Lindow haben wir es über weite Strecken sehr gut gemacht. In solchen Spielen – wie gegen Lindow – brauchen wir ein paar Momente mehr, um zu gewinnen“, analysierte der Badener Trainer.

Nach der Pause nach Bocholt

Der Klub aus dem Weserort hat nun gut drei Wochen Pause. Erst am 13. März greift die Kernebeck-Crew wieder in das Spielgeschehen ein. Mit dem TuB Bocholt wartet ein Team, das zwar nur zwei Plätze vor den Schwarz-Weißen steht, die vergangenen beiden Partien gegen Schüttorf und Mondorf aber souverän gewann. Doch auch in Bocholt werden sie registriert haben, dass der TV Baden nicht leicht zu bezwingen ist. Nach dem erfolgreichen Doppel-Heimspieltag wird das Selbstvertrauen bei den Schwarz-Weißen jedenfalls nicht kleiner geworden sein.

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