Volleyball 2. Bundesliga TV Baden erreicht beim Doppel-Heimspieltag das Mindestziel

Der TV Baden hat zwei überzeugende Leistungen bei seinem Doppel-Heimspieltag gezeigt. Zunächst besiegten die Schwarz-Weißen die Juniors Frankfurt klar. Tags darauf verlangten sie dem SV Lindow-Gransee alles ab.
20.02.2021, 18:29
Lesedauer: 3 Min
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TV Baden erreicht beim Doppel-Heimspieltag das Mindestziel
Von Maurice Reding

Mit einem klaren Ziel ging der TV Baden in den Doppel-Heimspieltag in der 2. Volleyball-Bundesliga. Mindestens drei Punkte sollten es nach den Partien gegen die Juniors Frankfurt und den SV Lindow-Gransee sein. Dieses Ziel erreichten die Schwarz-Weißen bereits am Sonnabend, als sie das Volleyballinternat aus der Mainmetropole klar mit 3:0 (25:19, 25:23, 27:25) besiegten. Tag darauf verlangte die Mannschaft von Werner Kernebeck dem Tabellenführer SV Lindow-Gransee alles ab, unterlag am Ende aber mit 1:3 (21:25, 26:24, 21:25, 23:25).

Am Sonnabend schien alles bereitet zu sein. Der TV Baden führte in der ersten Partie des Doppel-Heimspieltags gegen die Juniors Frankfurt bereits mit 2:0. Im dritten Satz lag die Mannschaft von Werner Kernebeck zur zweiten technischen Auszeit mit 16:9 vorne. Doch die Schwarz-Weißen ließen sich den Vorsprung noch nehmen und bangten plötzlich um den Satzgewinn. Gleich zwei Satzbälle hatte das Volleyballinternat aus der Mainmetropole. Diese wehrten die Badener ab und hatten kurze Zeit später den ersten Matchball. Dank eines starken Doppelblocks von Björn Hagestedt und Alexander Decker war der 3:0-Erfolg in trockenen Tüchern.

Dass seine Mannschaft es gegen Ende des dritten Satzes noch mal spannend machte, gefiel Trainer Werner Kernebeck selbstredend nicht. „Das zum Schluss musste nicht sein. Da fehlte uns die Konzentration. Dieses überhastete Spiel ist nicht unser Spiel“, bemängelte der TVB-Coach, der betonte, dass sein Team ansonsten eine sehr gute Partie abgeliefert habe. „Über zweieinhalb Sätze haben wir das gespielt, was wir uns vorgenommen hatten. Wir waren der Favorit und sind auch wie ein Favorit aufgetreten“, hatte Kernebeck viele positive Sachen festgestellt.

Mit dabei waren wieder Ole Seuberlich und Jan-Henrik Radeke, auch wenn Letzterer das gesamte Spiel auf der Bank blieb. Die Schwarz-Weißen wirkten von Beginn an fokussiert und zeigten, dass sie dieses Spiel gewinnen wollten. Zur ersten technischen Auszeit hatte sich die Kernebeck-Crew einen Drei-Punkte-Vorsprung (8:5) erarbeitet. Die Gäste ließen immer wieder ihr Talent aufblitzen und spielten einige Angriffe gut zu Ende. Nach einer zwischenzeitlichen 16:12-Führung lag der TV Baden auf einmal nur noch mit einem Punkt vorne (18:17). Werner Kernebeck entschloss sich, eine Auszeit zu nehmen. Diese schien gewirkt zu haben, denn der TVB legte eine Drei-Punkte-Serie hin und baute den Vorsprung bis zum 24:19 auf fünf Punkte aus. Gleich den ersten Satzball verwandelten die Badener durch Jannik Haats.

Der zweite Satz war von beiden Seiten umkämpft. Keine der beiden Mannschaften schaffte es, sich abzusetzen. Zur ersten technischen Auszeit lag der TV Baden mit 8:6 in Führung, zur zweiten hatten wiederum die Gäste mit 16:15 die Nase vorn. Es blieb weiter spannend. Nach einem Frankfurter Fehlaufschlag hatten die Badener beim Stand von 24:22 zwei Satzbälle. Den ersten wehrten die Gäste noch ab. Doch der starke Alexander Decker sorgte mit seinem Punkt für die 2:0-Führung.

Im dritten Satz hatte der TVB zunächst alles unter Kontrolle. Die Angriffe wurden sauber zu Ende gespielt, sodass Punkt um Punkt auf das Konto der Schwarz-Weißen wanderte. Auch das Blockspiel funktionierte. Durch die schon erwähnten Unkonzentriertheiten verpassten die Gastgeber es, vorzeitig den Sack zuzumachen. Gegen Ende der Partie sorgte dann das Blockspiel dafür, dass die Badener auch den dritten Satz und damit das Match für sich entschieden. Besonders für Mittelblocker Björn Hagestedt hatte Werner Kernebeck ein Sonderlob parat. „Was er geleistet hat, war Wahnsinn. Er hat fast keine falschen Entscheidungen getroffen“, verfiel der TVB-Coach kurzzeitig sogar in Euphorie. Das Minimalziel drei Punkte hatte der TV Baden somit bereits in der ersten Partie des Doppel-Heimspieltags erreicht.

Mit dem SV Lindow-Gransee gastierte tags darauf der Meister und aktuelle Tabellenführer in der Lahofhalle. Die Schwarz-Weißen knüpften nahtlos an die Leistung von der Partie gegen Frankfurt an und machten dem Spitzenreiter das Leben schwer. Dennoch musste sich der Klub aus dem Weserort am Ende mit 1:3 geschlagen geben. „Wir können uns nichts vorwerfen. Der erste Satz war zwar nicht so super. Aber die Sätze zwei, drei und vier gingen total in Ordnung. Lindow musste alles geben, um uns zu schlagen“, lobte Werner Kernebeck seine Mannschaft. Vor allem gegen Ende der Partie ging es Spitz auf Knopf, wie der TVB-Coach feststellte. „Die Annahmequalität hat uns dann im vierten Satz ein bisschen das Genick gebrochen“, analysierte Kernebeck. Dennoch machte der Coach seiner Mannschaft keinen Vorwurf. „Wir wollten nach beiden Spielen mindestens drei Punkte und gegen Lindow mindestens einen Satz gewinnen. Das haben wir geschafft“, stellte Kernebeck zufrieden fest.

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