Volleyball 2. Bundesliga

TV Baden verliert in Bocholt denkbar knapp

Der TV Baden muss sich dem TuB Bocholt in einem spannenden Match beugen. Am Ende fehlte den Schwarz-Weißen nur eine Kleinigkeit, um als Sieger die Heimfahrt anzutreten.
14.03.2021, 13:42
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TV Baden verliert in Bocholt denkbar knapp
Von Florian Cordes

Einen Tag nach der offiziellen Bekanntgabe, dass es in dieser Saison in der 2. Bundesliga Nord keine Absteiger geben wird, hat der TV Baden beim TuB Bocholt zwar seine 13. Niederlage kassiert, ist aber nicht leer ausgegangen. Immerhin einen Punkt brachten die Schwarz-Weißen mit an die Weser. Das Rennen, das sich die beiden Mannschaften im Münsterland geliefert haben, war ein recht langes – und vor allem ein enges: Erst nach fünf Sätzen war die Entscheidung gefallen. Der TVB unterlag mit 2:3 (25:21, 21:25, 18:25, 25:20, 13:15).

Die Gäste zeigten in dem Auswärtsspiel einmal mehr, dass sie die Kunst beherrschen, sich aus aussichtslosen Situationen zu befreien – und zwar im Tiebreak. Die Gastgeber, die sich selbst TuB-Schrauber nennen, lagen im Entscheidungssatz schnell mit 8:3 in Führung. Doch aus der Ruhe bringen ließen sich die Badener davon nicht: Das Team von Trainer Werner Kernebeck antwortete mit fünf Punkten in Serie – 8:8.

Den positiven Weg bestätigt

Wenig später sahen sich die Gäste aber erneut einem Rückstand gegenüberstehen (8:11), doch ein weiteres Mal kämpften sie sich zurück und glichen zum 11:11 aus. Die Spannung in der Halle war nun enorm groß. Die ersten beiden Matchbälle sollten sich dann aber die Hausherren erkämpfen – 14:12. Einen Matchball wehrte die Kernebeck-Crew noch ab. Doch zu mehr sollte es dann nicht mehr reichen. Bocholt feierte den Sieg und durfte sich über zwei Punkte freuen. Für Baden gab es immerhin einen Zähler. Es war der insgesamt 20., den der TVB in dieser Saison einsammelte.

Und genau das machte Kernebeck glücklich. „Die Stimmung auf der Rückfahrt war schon ganz gut“, sagte der Coach am Sonntag schmunzelnd. „Es gibt keinen Grund, nach diesem Spiel zu meckern. Wir haben den Weg, den wir in den letzten Wochen eingeschlagen haben, bestätigt. Schlussendlich waren es nur zwei Bälle, die entschieden haben.“ Dass sich das Team seit einiger Zeit in guter Form befindet, zeigte es aber nicht nur im Tiebreak sowie in den beiden gewonnen Sätzen. Im gesamten Match waren die Badener ein ebenbürtiger Kontrahent. Die Sätze zwei und drei, die beide an Bocholt gegangen waren, „haben wir erst hinten raus verloren“, schilderte Werner Kernebeck.

Auch aus diesem Grund könne er mit der knappen Niederlage sehr gut leben. „Am Ende kommen bei so einem engen Spiel halt mehrere entscheidende Dinge zusammen: Es fehlt ein bisschen das Glück, dazu das Momentum und auch mal ein Fehler des Gegners“, sagte der TVB-Coach. Seine Spieler seien direkt nach dem Spiel enttäuscht gewesen, einen Grund dafür habe es aber nicht gegeben. „Natürlich nimmt man aus solch einer Partie lieber zwei Punkte mit. Aber das Spiel war einfach gut“, fasste Kernebeck das Geschehen zusammen. Entscheidend sei nun einmal auch, wie man eine Partie verliert.

Rehabilitation für das Hinspiel

Darüber hinaus habe sich seine Mannschaft für das Hinspiel gegen den TuB Bocholt rehabilitiert. Ende November unterlag der TV Baden in der Lahofhalle mit 0:3 und hatte in keinem Satz eine echte Chance. „Das war schon eine richtige Klatsche. Aber wir haben jetzt gezeigt, dass bei uns in der Zeit seit dem Hinspiel etwas passiert ist“, sprach Werner Kernebeck noch einmal die positive Entwicklung seiner Mannschaft an, die am Sonnabend nur ganz knapp am Sieg vorbeigeschrammt ist. Aber auch mit dem einen Punkt im Gepäck sei die Stimmung auf der Rückfahrt ziemlich gut gewesen.

TV Baden: Nils Mallon, Ole Seuberlich, Björn Hagestedt, Alexander Decker, Moritz Wanke, Artem Tscherwinski, Simon Bischoff, Patrick Pfeffer, Jannik Haats, Jan-Henrik Radeke, Balint Bencsik, Benedikt Gerken, Jan Markiefka (n.e.), Nick Sörensen (n.e.).

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