Volleyball

TV Baden: Auftakt gegen Warnemünde, Finale gegen Neustrelitz

Der TV Baden startet mit einem Heimspiel in die neue Zweitliga-Saison. Derweil kritisiert der Nordwestdeutsche Volleyballverband die niedersächsische Landesregierung.
01.07.2020, 17:46
Lesedauer: 4 Min
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Von Maurice Reding und Thorin Mentrup
TV Baden: Auftakt gegen Warnemünde, Finale gegen Neustrelitz

Der TV Baden weiß nun, wann er in der kommenden Saison auf seine Gegner trifft.

Björn Hake

Die Volleyball-Bundesliga (VBL) hat die Spielpläne für die erste und zweite Bundesliga veröffentlicht. Damit weiß auch der TV Baden, wann er auf seine Gegner trifft. Los geht es für die Mannschaft von Trainer Werner Kernebeck am 20. September mit einem Heimspiel gegen den SV Warnemünde. Danach geht es zum Moerser SC und gegen den Kieler TV. Zum Abschluss am 24. April 2021 geht es gegen den Aufsteiger PSV Neustrelitz.

„Wir haben nun Planungssicherheit. Das ist das optimale Szenario. Unsere Auswärtsspiele sind fast alle samstags und auch die Heimspiele sind überwiegend samstagabends wie wir es wollten“, freut sich Badens Teammanager Peter-Michael Sagajewski. Ob der TV Baden seine Spiele vor Zuschauern bestreiten kann, steht noch nicht fest. „Das Worst-Case-Szenario wäre, wenn wir ohne Zuschauer spielen müssten. Meine Hoffnung ist aber, dass wir eine volle Hütte haben“, sagt Sagajewski. Falls nur eine begrenzte Zahl an Zuschauern zugelassen ist, sollen vorrangig Dauerkarten-Besitzer die Möglichkeit haben, die Heimspiele in der Lahofhalle zu besuchen.

NWVV drückt Unmut aus

Derweil hat der Nordwestdeutsche Volleyballverband (NWVV) seinen Unmut ausgedrückt. Was die Lockerungen für den Sportbetrieb betrifft, sind Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen und Hessen den Niedersachsen voraus. Für den Vorstand des NWVV ist das ein Ärgernis. Dessen Mitglieder Klaus-Dieter Vehling (Präsident) und die Vizepräsidenten Detlef Sölter, Thomas Gansel sowie Patrik Zimmermann, verschaffen sich in einem offenen Brief an die niedersächsische Landesregierung und den Landessportbund Niedersachsen Luft – und warnen vor dem Sporttourismus.

Der Volleyballsport, schreiben sie, befinde sich in einer schwierigen und unglücklichen Situation. Viele Vereine, aber auch die Verbände seien durch die Pandemie in finanzieller und organisatorischer Hinsicht belastet worden. Dass in Niedersachsen der Sportbetrieb noch nicht so weit geöffnet ist wie in anderen Bundesländern, kann der Vorstand nicht nachvollziehen: Sowohl die Fallzahlen als auch der vom Robert-Koch-Institut ausgegebene Reproduktionswert liege weit unter dem vergleichbaren Wert aus Nordrhein-Westfalen. „Mit insgesamt rund 14 000 Fällen liegt unser Bundesland bei nur rund einem Drittel der Fallzahlen aus NRW. Zusätzlich ist mittlerweile in Baden-Württemberg ebenfalls der Sport- und insbesondere der Sportwettkampfbetrieb wieder zulässig. Auch hier liegen die Fallzahlen deutlich über dem Schnitt Niedersachsens“, ziehen die NWVV-Verantwortlichen Parallelwerte heran.

Abwanderung nach NRW

Die Folgen laut des Briefes: „Wir stellen aktuell mit Besorgnis fest, dass viele Sportlerinnen und Sportler in Niedersachsen einen innerdeutschen Sporttourismus betreiben und so zum einen den Vereinen in Niedersachsen als Mitglieder wegbrechen und zum anderen aber grundsätzlich auch die Veranstalter von Sportwettkämpfen in NRW unterstützen, indem dort Sport getrieben wird.“ Durch die fehlende Öffnung des Wettkampfbetriebes entstehe ein Vakuum. „Vereine und Organisatoren von Sportveranstaltungen und Sportwettbewerben sind schlichtweg nicht in der Lage, ihren Mitgliedern oder der relevanten Sportart ein entsprechendes Sport(wettkampf-)angebot anzubieten. Diese Entwicklung ist erschreckend und besorgniserregend.“ In den vergangenen Jahren sehe der Vorstand eine zunehmende Zentralisierung von verschiedenen Volleyballmannschaften in Spielgemeinschaften oder großen Vereinen. Der Trend werde durch die Abwanderung in benachbarte Bundesländer weiter gefördert. Der Verband fordert vom Landessportbund, sich dafür stark zu machen, den Sport in Niedersachsen schrittweise wieder zu öffnen. Es lägen viele Hygienekonzepte vor. Diese bildeten die Grundlage dafür, den Sportbetrieb erneut aufzunehmen. Nun sei es am Landessportbund, diese Entwicklung an die Landesregierung heranzutragen und in einem progressiven Austausch die weiteren Lockerungen zu erwirken. Von der Landesregierung fordert der NWVV derweil ein klares Signal, „die schrittweisen Öffnungen, wie sie bereits in anderen Bundesländern veröffentlicht wurden, nun einzuleiten, um den niedersächsischen Freizeit- und Breitensport wieder unter Wettkampfbedingungen – und unter Berücksichtigung des Infektionsschutzes – stattfinden zu lassen.“

Weitere Informationen

Spielplan

1. Spieltag: TV Baden - SV Warnemünde (So., 20 September, 16 Uhr)

2. Spieltag: Moerser SC - TV Baden (So., 27. September, 16 Uhr)

3. Spieltag: TV Baden - Kieler TV (Sbd., 10. Oktober, 19 Uhr)

4. Spieltag: VC Bitterfeld-Wolfen - TV Baden (So., 25. Oktober, 16 Uhr)

5. Spieltag: TV Baden - FC Schüttorf 09 (So., 1. November, 16 Uhr)

6. Spieltag: TuS Mondorf - TV Baden (Sbd., 14. November, 19.30 Uhr)

7. Spieltag: SV Lindow-Gransee - TV Baden (Sbd., 21. November, 18 Uhr)

8. Spieltag: TV Baden - TuB Bocholt (So., 29. November, 16 Uhr)

9. Spieltag: VV Humann Essen - TV Baden (Sbd., 5. Dezember, 20 Uhr)

10. Spieltag: Juniors Frankfurt - TV Baden (So., 6. Dezember, 16 Uhr)

11. Spieltag: TV Baden - USC Braunschweig (Sbd., 12. Dezember, 19 Uhr)

12. Spieltag: PSV Neustrelitz - TV Baden (Sbd.,

19. Dezember, 19 Uhr)

13. Spieltag: SV Warnemünde - TV Baden (Sbd., 9. Januar, 18.30 Uhr)

14. Spieltag: TV Baden - Moerser SC (Sbd., 16. Januar, 20 Uhr)

15. Spieltag: Kieler TV - TV Baden (Sbd., 23. Januar, 20 Uhr)

16. Spieltag: TV Baden - VC Bitterfeld-Wolfen (Sbd., 30. Januar, 19 Uhr)

17. Spieltag: FC Schüttorf 09 - TV Baden (So., 7. Februar, 16 Uhr)

18. Spieltag: TV Baden - TuS Mondorf (Sbd., 13. Februar, 20 Uhr)

19. Spieltag: TV Baden - Juniors Frankfurt (Sbd., 20. Februar, 15 Uhr)

20. Spieltag: TV Baden - SV Lindow-Gransee (So., 21. Februar, 16 Uhr)

21. Spieltag: TuB Bocholt - TV Baden (Sbd., 13. März, 19 Uhr)

22. Spieltag: TV Baden - VV Humann Essen (Sbd., 27. März, 19 Uhr)

23. Spieltag: USC Braunschweig - TV Baden (Sbd., 10. April, 19.30 Uhr)

24. Spieltag: TV Baden - PSV Neustrelitz (Sbd., 24. April, 19 Uhr)

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