Volleyball 2. Bundesliga Drei Punkte sollen es für den TV Baden mindestens sein

Der TV Baden hat einen Doppel-Heimspieltag vor der Brust. Zunächst müssen die Schwarz-Weißen gegen die Juniors Frankfurt ran. Tags darauf gastiert mit dem SV Lindow-Gransee der Tabellenführer in der Lahofhalle.
18.02.2021, 18:30
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Drei Punkte sollen es für den TV Baden mindestens sein
Von Maurice Reding

Werner Kernebeck erinnert sich gerne zurück. In der vergangenen Saison hatte der TV Baden mit dem VCO Berlin und dem VC Bitterfeld-Wolfen in der 2. Volleyball-Bundesliga einen Doppel-Heimspieltag vor der Brust. Corona war damals noch kein Thema. Die Lahofhalle kochte und sorgte mit dafür, dass die Badener beide Spiele für sich entschieden. „Das war super damals“, sind dem TVB-Trainer die beiden Partien im Gedächtnis geblieben.

An diesem Wochenende steht für den Klub aus dem Weserort erneut ein Doppel-Heimspieltag an. Am Sonnabend (Anpfiff um 15 Uhr) treffen die Schwarz-Weißen auf die Juniors Frankfurt, die in der Tabelle einen Platz hinter dem TV Baden stehen. Einen Tag später (Anpfiff um 16 Uhr) gastiert der Meister und aktuelle Spitzenreiter SV Lindow-Gransee in der Lahofhalle. Der Unterschied zum vergangenen Doppel-Heimspieltag: Die Badener müssen ohne ihr Publikum auskommen. „Natürlich wäre es mit Zuschauern schöner gewesen“, sagt Werner Kernebeck in dem Wissen, dass diese Tatsache nicht zu ändern ist.

Deshalb legt der TVB-Coach den Fokus auf die beiden Partien. Nominell leichter erscheint die Partie gegen die Juniors Frankfurt. Gegen das Volleyballinternat, das aus Jugendspielern besteht und nicht absteigen darf, hatte der TV Baden bereits im Dezember vergangenen Jahres gespielt. Der 3:0-Sieg war der erste Erfolg für die Schwarz-Weißen nach sieben verlorenen Partien in Folge. Trotzdem warnt Werner Kernebeck vor den Gästen aus der Mainmetropole. „Das wird kein leichtes Spiel. Frankfurt hat Energie ohne Ende. Die jungen Spieler gehen alles mit 100 Prozent an, weil sie sich zeigen wollen“, hat der Badener Coach Respekt vor dem ersten Gegner des Doppelspieltags.

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In der zweiten Begegnung hat der Klub aus dem Weserort eine ganz schwierige Aufgabe vor der Brust. Mit dem SV Lindow-Gransee gastiert die derzeit beste Zweitliga-Mannschaft der Nord-Staffel in der Lahofhalle. Von 16 Duellen hat der Klub aus Brandenburg 14 gewonnen und grüßt mit 39 Punkten von der Tabellenspitze. „Lindow ist seit Jahren im oberen Drittel und im letzten Jahr Meister geworden. Sie sind auf allen Positionen gut aufgestellt und insgesamt sehr, sehr gut“, lobt der TVB-Coach, der besonders Zuspieler Marcin Kapusniak und Libero Martin Pomerenke hervorhebt.

Die Stärken des gesamten Teams bekamen die Schwarz-Weißen in dieser Spielzeit bereits zu spüren. Im Auswärtsspiel in Lindow setzte es eine 0:3-Pleite. Dennoch können die Badener Positives aus der Begegnung ziehen. Im ersten Satz stand die Kernebeck-Crew dicht vor einem Satzgewinn, musste sich aber mit 26:28 beugen. Auch in den Sätzen zwei und drei war der TV Baden nicht chancenlos und verlor lediglich mit 19:25 und 16:25. Lindow agierte letztlich im Stile eines Spitzenteams und spielte die Partie abgeklärt zu Ende.

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Was sich beim Klub aus dem Weserort wie ein roter Faden durch die Saison zieht, ist die personelle Situation. Auch vor dem Doppel-Heimspieltag ist dies nicht anders. „Die personelle Lage ist nach wie vor angespannt“, hat Kernebeck keine sonderlich guten Nachrichten zu diesem Thema parat. Jan-Henrik Radeke und Ole Seuberlich befinden sich nach ihren Verletzungen wieder im Training. Hinter beiden Einsätzen steht laut Kerne­beck ein Fragezeichen. Sicher ausfallen wird weiterhin Patrick Pfeffer, der frühestens in der kommenden Woche wieder ins Training einsteigen kann. Der langzeitverletzte Ole Sagajewski fehlt ohnehin. „Wir sind in dieser Saison personell gebeutelt. Wir müssen damit aber umgehen und alles in die Waagschale werfen“, will Kernebeck mit seiner Mannschaft dieser Situation trotzen.

Mut machen kann dem TV Baden der Trend aus den vergangenen Spielen. Denn dieser zeigt nach wie vor nach oben. Nachdem die Schwarz-Weißen den VC Bitterfeld-Wolfen am Rande einer Niederlage hatten, legten sie beim FC Schüttorf 09 die wohl beste Saisonleistung hin und belohnten sich mit dem ersten Sieg seit dem 3:0-Erfolg gegen die Juniors Frankfurt. Die 1:3-Niederlage vom vergangenen Wochenende gegen den TuS Mondorf soll im besten Fall nur ein Ausrutscher gewesen sein. Werner Kerne­beck ist jedenfalls zuversichtlich gestimmt: „Ich glaube schon, dass wir wieder gut spielen. Die Jungs sind weiter positiv.“

Mit dieser Einstellung wollen die Badener möglichst viele der sechs zu vergebenen Punkte einfahren. Doch wann würde Werner Kernebeck von einem erfolgreichen Doppelspieltag sprechen? „Wenn wir mindestens drei Punkte holen – egal wie“, sagt der Coach nach kurzer Überlegung. Die Zuschauer können bei diesem Vorhaben diesmal nicht helfen. Gegen einen punktemäßig ähnlichen Verlauf des Doppel-Heimspieltags der vergangenen Saison hätten sie beim TV Baden aber sicherlich nichts einzuwenden.

Info

Zur Sache

Doppel-Heimspieltag im Livestream

Unter normalen Umständen wäre die Badener Lahofhalle am Doppel-Heimspieltag gegen die Juniors Frankfurt und den SV Lindow-Gransee voll besetzt gewesen. Wegen der Corona-Pandemie ist dies aber nicht möglich. Stattdessen haben die Fans des Klubs aus dem Weserort wieder die Möglichkeit, die Partien im Live­stream zu verfolgen. Der Link für das Spiel gegen Frankfurt lautet: https://sporttotal.tv/ma5181ee35. Für die Partie gegen Lindow benötigen die Fans des TV Baden folgenden Link: https://sporttotal.tv/mabcf971ab.

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