Volleyball 2. Bundesliga

TV Baden will das Maximale aus den finalen Partien herausholen

Der TV Baden hat in dieser Saison noch zwei Spiele vor der Brust. In diesen wollen die Schwarz-Weißen noch mal alles herausholen. Den Anfang macht das Auswärtsspiel beim SV Warnemünde.
16.04.2021, 18:00
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TV Baden will das Maximale aus den finalen Partien herausholen
Von Maurice Reding
TV Baden will das Maximale aus den finalen Partien herausholen

Zwei Spiele stehen für den TV Baden in dieser Saison noch auf dem Plan. Werner Kernebeck wünscht sich einen guten Abschluss der Spielzeit.

Björn Hake

Zweimal noch tritt der TV Baden in der 2. Volleyball-Bundesliga in dieser Saison an. Zwei Spiele, in denen die Mannschaft von Werner Kernebeck noch einmal alles geben will, auch wenn der Klassenerhalt längst feststeht. Den Auftakt macht an diesem Sonnabend (Anpfiff um 18.30 Uhr) das finale Auswärtsspiel dieser ungewöhnlichen, von Corona geplagten, Saison beim SV Warnemünde, bevor eine Woche später mit der Heimpartie gegen den PSV Neustrelitz ein Schlussstrich unter die Spielzeit 2020/2021 gesetzt wird.

Wieder mal hatten die Schwarz-Weißen eine längere Pause. Um genau zu sagen fast einen Monat ist das bis dato letzte Spiel des TV Baden her, das trotz einer guten Leistung mit 1:3 beim Kieler TV verloren ging. Bereits von Ende Februar bis Mitte März hatte die Kernebeck-Crew drei Wochen spielfrei. Ein Spannungsabfall war danach nicht zu erkennen. Die Badener erkämpften sich beim TuB Bocholt einen Punkt und überzeugten trotz der Pleite auch in Kiel.

Um die erneute Pause sinnvoll zu nutzen, hat Werner Kernebeck mit seiner Mannschaft das Training intensiviert. „Wir haben an den Stärken intensiver gearbeitet, um sie im Spielverlauf besser abrufen zu können“, erzählt der TVB-Coach. Die Trainingsgestaltung in der Pause sei zweigeteilt gewesen. Kernebeck: „Die ersten anderthalb Wochen waren gefühlt ruhiger. Danach haben wir die Spannung aufgebaut.“ Außerdem arbeiteten Mannschaft und Trainerteam bereits perspektivisch an einzelnen Elementen, um zu schauen, wie der Volleyball beim TV Baden in Zukunft aussehen könnte.

Am Sonnabend steht mit dem SV Warnemünde aber erst einmal die Gegenwart an. Warnemünde? Da war doch was. Zum Auftakt der Saison 2020/2021 war die Mannschaft von der Ostsee in der Lahofhalle zu Gast. Mit rund 80 Zuschauern im Rücken spielten die Badener stark auf und fuhren einen souveränen 3:0-Erfolg ein. „Es kann gerne wieder so laufen“, sagt Werner Kernebeck lachend. Dass das Rückspiel erneut so einfach von der Hand geht, glaubt der TVB-Coach nicht. Das hängt vor allem mit der Form des Tabellensiebten zusammen. „Warnemünde ist momentan ganz stark. Sie haben drei Spiele hintereinander gewonnen und werden mit breiter Brust auftreten“, ist sich Kernebeck sicher.

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Für seine Mannschaft gelte deshalb, den Gegner nicht zu sehr ins Spiel kommen zu lassen. „Wir müssen dagegen halten. Unser Ziel ist, dass wir etwas Zählbares mitnehmen“, sagt Kernebeck, der seinem Team ebenfalls eine breite Brust bescheinigt. Zwar siegten die Badener letztmals beim Doppel-Heimspieltag gegen die Juniors Frankfurt, überzeugten aber in den anderen Partien. Der SV Warnemünde fuhr dagegen zuletzt drei Erfolge hintereinander ein – unter anderem gegen das Spitzenteam Kieler TV. Zudem bezwang der Tabellensiebte den VC Bitterfeld-Wolfen und den FC Schüttorf 09. Gegen letztere beiden Teams waren die Schwarz-Weißen ebenfalls auf Augenhöhe. Das Auswärtsspiel in Schüttorf gewann die Kernebeck-Crew, gegen Bitterfeld-Wolfen musste sie sich erst im Tiebreak geschlagen geben.

Eine Punktzahl haben sich Mannschaft und Trainerteam für die finalen zwei Partien nicht gesetzt. „Wir wollen so gut spielen wie wir können und das Maximale aus beiden Partien herausholen. Man wird dann sehen, was am Ende dabei herauskommt. Wir haben zuletzt aber guten Volleyball gespielt“, ist Kernebeck positiv gestimmt. Für das Spiel in Warnemünde hat der Coach nahezu den gesamten Kader dabei. Neben Ole Sagajewski fehlt einzig Patrick Pfeffer. Bei dem Mittelblocker hofft Kernebeck, dass er für das finale Saisonspiel gegen den PSV Neustrelitz wieder fit ist.

Die Fans des TV Baden haben erneut die Möglichkeit, ihre Mannschaft virtuell zu unterstützen. Das Auswärtsspiel beim SV Warnemünde wird im Livestream übertragen. Die genaue Adresse lautet: https://sporttotal.tv/maebd8c422.

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Spitzenspiel zwischen Lindow und Moers weiter auf der Kippe

Kommt es an diesem Wochenende zum Topduell in der 2. Volleyball-Bundesliga Nord der Herren oder nicht? Für diesen Sonnabend ist das Nachholspiel zwischen dem Spitzenreiter SV Lindow-Gransee und dem Tabellendritten Moerser SC angesetzt. Das Duell der beiden Teams war ursprünglich auf den 13. März terminiert. Wegen eines Corona-Falls bei Lindow musste das Spiel kurzfristig abgesagt werden. Pikant: Der Moerser SC war bereits in Lindow angekommen und musste sich wieder auf die 600 Kilometer lange Rückreise begeben.

Die Volleyball-Bundesliga (VBL) entschied, dass die Partie nachgeholt werden soll und setzte die Partie für diesen Sonnabend an. Mit der Entscheidung waren die Moerser überhaupt nicht einverstanden. Der Tabellendritte ist nicht gewillt, an diesem Sonnabend anzutreten. „Wir sagen das Spiel ab – und warten dann darauf, was passiert“, wird der MSC-Vereinsvorsitzende Günter Krivec in der Neuen Ruhr Zeitung (NRZ) zitiert. Krivec übt in der NRZ Kritik an der Volleyball-Bundesliga: „Es ist dilettantisch von der VBL, nicht die coronabedingten Richtlinien festzulegen.“ Hintergrund sei, dass es kein Regelwerk gebe, wann die Mannschaften getestet werden müssen. Beim Moerser SC liegt die Konzentration daher bereits auf dem Auswärtsspiel beim FC Schüttorf 09, das am 24. April steigen soll.

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